Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 9 (1912-1913)
- Issue
- Heft 1 (22.4.1912)
- Date
- 1912-04-22
- Page
- [Seite] (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3537599-3537600-3537601--2316-3538117- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Der Jüdische Student 23 BERICHTE Berlin. Viel Wesentliches ist aus der Ferienzeit nicht zu berichten. Die Keilarbeit wird energisch betrieben; jede Woche haben wir eine Kneipe und einen Kaffee. Eine Aktivmeldung liegt bis jetzt vor: phil. Harry Korn aus Berlin. Eine Anzahl unserer Keilfüxe geht nach Freiburg, wo sie bei guter Keilarbeit zu gewinnen sein werden. Personalia: A. H. Greifenhagen bestand sein Assessor, examen. — A. H. Dr. Adolf L e v y ließ sich in Beriin-Baumschulenweg- Scheiblerstr. 2, als Arzt nieder (Tel. Oberschöneweide 805). 8. April Berthold O o 1 d s t e i n Breslau. Der Ferienbetrieb zeigt das für Breslau leider schon typisch gewordene Bild diesmal noch in verstärktem Maße. Die anomale Lage des Vereins, das gänzliche Fehlen einer keilfähigen Aktivitas mußte schon von vornherein eine geregelte Keiltätigkeit unmöglich machen und jeden positiven Erfolg ausschließen. Examenssemester können nun einmal bei allem guten Willen nicht mehr die erforderlichen Keilvisiten machen und sich mit den Keilfüxen so intensiv beschäftigen, wie es hier am Ort bei der starken Konkurrenz von ca. zehn in Betracht kommenden, zum großen Teil eingesessenen Korporationen nötig ist. Wir hoffen jedoch, daß bei rechtzeitigem und vollzähligem Eintreffen der uns überwiesenen Bundesbrüder noch manches nachzuholen ist, und da uns auch aus der Provinz eine Anzahl sicherer Füxe angekündigt ist, so wären die Aussichten für das kommende Semester recht günstig. Wir tun jedenfalls, was in unseren Kräften steht, und haben uns auch außerhalb Breslaus, in der Provinz, in der Keilarbeit betätigt. So entsandten wir zur oberschlesischen Ferienkneipe die Bbr. Glaser (iur.), Ooldschmidt, Knoch und Max Nürnberg; nach Posen fuhren Adler, Zerko wski, M i c h e 1 und Nürnberg. Letzteren beiden und Bbr. Stein (Ma.) danken wir auch an dieser Stelle für die freundliche Bereitwilligkeit, mit der sie sich in der leider nur zu kurz bemessenen Zeit ihrer Anwesenheit für die Keilarbeit zur Verfügung gestellt haben. Die Ferienveranstaltungen fanden in Anbetracht der obenerwähnten Umstände nur spärlich statt und waren dann im allgemeinen recht gut besucht. Besonders zu erwähnen ist der am 20. März vom Bezirksverband veranstaltete Abend, an