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Central-Verein-Zeitung · 1925-12-24 · 52 (24.12.1925) · p. Seite 811

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
4 (1925)
Issue
52 (24.12.1925)
Date
1925-12-24
Page
Seite 811 (sequence 13)
Language
German
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sii Das DeZemberhsfL öes Das soeben erschienene fünfte Heft des „Morgen"*) be^ wiederum eine waprhasLe Bereicherung der dem Problem Synthese vonDeutschtum und Judentum dienenden modernen Literatur. Eingeleitet ist das Heft durch einen Aussatz von William James über II n st e r b l i ch k e i t. William James ist wohl der ursprünglichste Philosoph und Denker, den die amerikanische Kultur hervorgebracht hat. Es ist Professor Goldsteins Verdienst, das; er die deutsche Oefsenllichkeit mit ihm belanntgemacht hat, teils, indem er Werke von ihm übersetzt hat, teils, indem er mit Nachdruck auf ihn hingewiescn hat. James ist mit keinem Werke „Tie religiöse Erfahrung in. ihrer Mannigfaltigkeit" einer der Schöpfer der „Religionspsychologie". Dem amerikanischen Eharaktcr entsprechend ist er Empirist, aber nicht in dem üblichen flachen Sinne des Wortes, sondern so, „das; nichts als Tatsache zugelassen werde, was nicht irgendwie Gegenstand der Erfahrung werden kann, und dast alles, was irgendwie Gegenstand der Erfahrung sein kann, als Wirklichkeit im System der Tinge einen Platz finde". Ter vorliegende Aufsatz, ein^ Uniocrsitälsvortra^ ist in hohem Blähe fesselnd und greift in flüssiger Tarstellung in das religiöse Problem ein. Gleichfalls .eine' 11mvergitätsvorlesung ist der Beitrag des Freiburger katholischen Theologieprofessors Krebs: „U r k i r ch e und Judentum." Gegenüber den in der protestantischen Theologie ciufkeiiueudeu Bestrebungen nach Ausschaltung des alten Testaments weist er mit Nachdruck und in ergreifender Schilderung den innigen Zusammenhang der Kirche in Gedanken und Ritus mit dem Judentum nach, wieviel jüdisches Erbgut bestimmend festgehalten ist. Richt ohne tiefe Bewegung kann mau den Aufsatz lesen/und man bewundert die Klarheit und Bewusstheit der katholischen Formulierung. F rw tz H e i n e m a n n setzt seine Aufsatzreihe: „G e st a l t n n g der L p ä t a n t i k c" mit der Tarstellung Tertutlians fort. In der Anssprache zu dem Thema: „S t a a t u n 5 Erziehu n ff nimmt, nachdem ein Katholik und ein Protestant in den vorigen Heften zu Worte gekommen waren, nun Professor Moritz Werner vom Jüdischen her Stellung. Seine Ausführungen gipfeln in dem Bekenntnis zuur Staat, als dem Träger der Schulerziehung und zur wahrhaften Simultauschule. Seinen Standpunkt, den konfessionellen Neligionsunterricht aus der Schule ganz heraus zu nehmen und den Neligionsgemeinden zu überlassen, wird nicht jeder teilen können. Erik N ö l t i n g , der bekannte und immer fesselnde Vorkämpfer im Kampfe gegen den Antisemitismus, Vorkämpfer aus Liebe zum Deutschtum und ans Verständnis für das wahre Wesen der deutschen *) „Der Morgen", Zroeimonaiszeitschrist, hcrauegcgcbcn von Professor Julius Eoldstein (Darmstadt). Philo-Vcrlag, Berlin. B^^m«nschast ist mit einem Aufsah: beteiligt. "D a Z Problem d e t ~ Einordnung des 'Her Äia li'k" der'male," bringt einen Aufsatz rilerd'"x ist. Eine kurie^waranf>i°'nl- ^uhebräische einem anei ßiebe^ Wnndt rechnet aebaltenen a-1 * / braha m. Mit Aufsatz Rei ne -v Äfsr r -prachreuugungswerk von Mar G ° l d st o! n selbst ist v°rm K a r - B o sl e r in, den? denen eine |td) mit der Zurückwe^..^s,.,-^^' - Professor modernen, nicht gerade autisemitischeu^/^/^eu beteiligt, von die Inden nach abgebrauchtem Klischee äugt!'/in ^er *n und damit nmvipcnschasllich in ein schon voN/sich^m Werken Schema hineingepreht werden. behandelt So ift auch dich es •<3cfti in seiner vornehmen Haltung, Popularität der nstnenschasltichen Tarstellung und durch die Persvulichkeit der Mitarbeiter Zeichen des führenden Charakters der neuen Zeitschrift. Tr. D i e n e m a n n. ’ Herr NcchtZanwalt Jakob Marr (Karlsruhe) schreibt uns: In der Nummer 51 der „6, D.-Zeitunf erfdjcint — ohne meine Anregung — eine Notiz des Herrn Sauitätsrat Tr. Peyser, in welcher Sie bekanntgeben, da st aus meinen Antrag eine Kommission zur Nachprüfung der von Herrn Peyser erhobenen Vorwürfe znfammengctreten ist. Ich hatte nicht die Absicht, in dieser Angelegenheit nochmals in die Tesfentlichkeit zu treten, bevor die Kommission gesprochen hat, halte aber nunmehr doch die Mitteilung für geboten, das; die Kommission bereits am 18. O k t o b c r d. I. gebildet wurde, also nicht etwa durch die letzte Proklamation des Herrn Peyser veranlaßt wurde. Es ist Ihnen auch bekannt, daß ick), was an mir lag, getan habe, um die Arbeit der Kommission Zu beschleunigen, und daß die Verzögerung nur auf die berufliche Hcberlastung der beteiligten Herren zurückzuführen ist. ye? \o ft Unentbehrlich als Zusaf3 zur Stärke, macht die Wäsche blendend weiss, steif und elastisch* Eeiirich Ksd SackL, Uln a. D. Alleinige Anzelgen-Aunalimc Rudolf Masse, Anzeigen-Annahme für säintl. Zeitungen. Deutschlands und des Auslands S3(rlin SW ]p, 3cni]'oIcmcx Strafe 4G-49 . Breslau . Chemnitz /Dresden /'Düsseldorf I Erfurt / Frankfurt a.M. j Halle(Saale) Hamburg / Hannover / Kartsrube ■ Köln a. Rh. 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