Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 4 (1925)
- Issue
- 50 (11.12.1925)
- Date
- 1925-12-11
- Page
- Seite 787 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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787 kleine Ehronlk. Am TO. November beging in Langsdorf (O.-Hessen) der allgemein beliebte Und geachtete Hermann K l i p p st e i n in geistiger und körperlicher Frische seinen 80. Geburtstag. 38 Jahre hat er als erster Vorsteher in der Gemeinde «rrvirkt und eine lange Reihe von Jahren den Vorbeterdienst versehen. — Der verdienstvolle erste Vorsteher der Eynagogengemeinde und Vertrauensmann des Centralvereins Herr I. Jacks ist A f ch e r s l e b e n begeht an: 18. Dezember seinen 60. Geburtstag. — Der Stadtret und erste Vorsitzende her Jüdischen Gemeinde Vcuthen, Herr Generaldirektor David G o l d st e i n , einer der Mitbegründer unseres Ecntralverctns, beging am 24. November seinen 75. Geburtstag. Mögen Herrn David Goldstern noch viele Jahre grbeitssreudiger Schaffcnskrastt, pergöi:nt sein. Mfkläcungsarbeit des €. v. lieber „Die politische Lage und die deutschen Juden" sprach StaaiSrat a. D. Juftirrnt Cvbn (Dessau) irr Königsberg (Oftvr.) Am 17. November. Nach kurzer historischer Betrachtung streikte der Redner den Locarno-Vertrag, von dem er Besserung für Deutschlands Lage erwartet, gab ausführliche Aufklärungen über die politischen Parteien und wies besonders eindringlich aus die Gefahr hin, die dem deutschen durch die vew hetzende Agitation der Dcutschvölkischen drohe. — Außerordentlich erfolgreich verlief eine Versammlung, in der Nechtsanwalt Foerdcr (Breslau) in Trebnitz (Schlesien) über „Deutsä)tum und Iudentun:" sprach. Focrder widerlegte die Schlagworte der Rasseantiscmiten und wies auf die grotze kulturelle Bedeutung der Juden gerade für Deutschlands Entwicklung hin. Trotzdem die Deutschvöllifchcn einen Stoßtrupp in die Versammlung enrsaudt hatten, wagte nach der eindrucksvollen Rede fein einziger Gegner, sich zum Wort ZU Melden. — Vom 22. bis 27. November machte Frau Else Dormitzer (Nürnberg) eine Vorkragsrcise durch Lbcrschlesien Und sprach in unseren Ortsgruppen Benthe n, und Nakibor über „Die deutsche Jüdin im bleisze über „Schutzjude oder Staatsbürger" ltnb aus Bayern". Die Versammlungen waren fast auch viele Gäste von außerhalb erschienet:. Mau inhaltsreichen Ausführungen der bekannten Rednerin" mir großem Interesse, lernte aus ihnen Stolz auf unsere Vergangenheit und schöpfte Blut und Kraft zu weiterem Kamps gegen alle, die uns die Heimarrcch-Le irr unserem Vaterland ranbett wollen. Einen bcsottders erhebenden Verlaus nahm die Versammlung in Beutheu, in der Frau Sanilätsrat Käthe Bick aus V e u t h e r: als zweite Reditcriu mit dem Schema „Die politische Erziehung des jüdischen Kiirdes" Worte warmherzigen mütterlichen Empfindens fa::d. — In eitler öffentlichen Versammlung, die aus alter: Schichten der Bevölkerung besucht war, sprach Tr. Jsmar Freund (Berlin) in SkargarD (Vom.) am 30. November über „Judentum :u:d Vaterland". I:: scharfen Umrissen zeichnete der Redt'.cr ein anschauliches Bild von dem Werdegang der Inder: seit ihrer Einwanderung in Deutschland bis auf die Gegenwart. Seine klaren Ausführungen zeigten den Zuhörern, wie das, was man den Juden jjuni Vorwurf mache, nicht zu ihrer Eigenart gehöre, sondern ihnen durch falsche Staatsmarime gewaltsam crner.zoaen «er. Einen Gegensatz z w i s ch c n deu 1 s rijc i* u u d i ü b : \ ch c: V ettanschauung gebe c s u i eh t. Das Fundament des Judentums sec die Bibel mit ihren religiösen Idealen und sittlichen Forderungen. Diese Ideale und Forderungen seien durch die Bibel auch de::: deutschen Volte vcrmiirclt worden. Es bestehen daher große Gleiwitz, Hindenbrirg deutschen Volksleben, in in Lvveln über „Bilder alle ausgczcichnc! besucht, folgte den anregenden und Gemeinsamkeiten zwischen dem deutschen und dem jüdischen Geiste. Nur durch die Pflege dieser Gemeinsamkeiten können die Nöte der Gegenwart überwunden und die Grundlagen zu neuem Aufstieg geschaffen werden. Au den Vortrag schloß sich eine kurze Diskussion, in der besonders die Ostjudenfrags zur Sprache gebracht wurde. Die Versammlung, die von Herrn Rabbiner Dr. S i l b e r st e i n geleitet wurde, nahm einen ruhiger: und würdigen Verlaus. Sie bewies aufs neue, daß nur durch solche öffentlichen Veranstaltungen Aufklärung und allmähliche Entgiftung geschaffen werden kann. verban- Groß-öerliner Ortsgruppen. Ortsgrttvve Süd» Südwcft, Südost. Montag, 14. Dezember 1925, abends 8*4 Uhr, Vortragsabend im „Alexandriner", Alcrandrinenstraße 37a. (Nähe Oranienstraße), Oberstudrcndrrcktor Theodor Bohner, M.d.L.r „Nation und to t a ä t." Pünktliches Erscheinen erberen. Gäste willkommen. <Sintritt frei. Orksgrltvve Nordost. Mittwoch, 16. Dezember 1925, abends 817 Uhr, Vortragsabend in der: Ilnions-Festsälen, Greifswalder Straße 222. Rechts, «nwalt Dr. Kurt Bronn und Margarete Tried sprechen über: „Die Not der E t u n b c'\ Anschließend At:s spräche. Einleitend Rezitationen der Schauspieleritt Helene Eifenüacdt, ehem. Mitglied des Staatsthcaters in Kassel. Trtögruvve Wcrßensee. Donnerstag, 17. Dezember 1925, in der Aula der Israelitischen Taubstummenanstalt, Weißensee, Parkftraße 22, Vortragsabend, dhs Uhr. Herr Iosevb Kauffmcrnn spricht über „Die Kultur des alten I s r a e l". Gäste willkommen. Eintritt frei! Warnung. Ein gewisser Abraham Eittler aus Ezeruowitz, in Berlin, kleine Alexanderstcaße, wohnhaft, sucht um linier stützung nach unter Vorlegung von Zeugnisabschriften, unter die er sich den Stempel des Rabbinerfeminars zu Verlin sowie Unterschriften von dessen Dozenten erschliche:: hat. Da er trotz Wiederholter Aufforderung zur Rückgabe nicht zu bewegen ist, wird gebeten, beim Austauchcn der Zeugnisse diese zurückzuhalten und dem Rabbinerscminar zn-ustcllen. Geschästtrchs Notizen. Wir werden ersucht, nufere geschätzten Leser daraus aufmerksam zu machen, daß sich zur Bckämvsung von durch Schitee, Regen, feuchte Lun unb Nässe der Straßen veruwachten Erkältungen die natürlichen Emscr Heilmittel» d. s. Einser Wasser rrtränchen), Pastillen und Ouetlsaz, vorzüglich bewähre::. Außerdem seiet: sie auch als wirksame Borbeugungsmittel gege:: Husten, Heiserkeit, Verschleimung, Asthma, Katarrhen aller Art (curf) chronischer Form), Grippe, Sodbrennen m'w. sehr zu empfehlen. Die natürlidicn Oueltenerzeugni'te sind in jeder Mincraiwasserhandlung, Apotheke und Drogerie zu habru und weiser: ihre Echtheit aus durch die bekannte Schutzmarke „Ems". Einen großen Ball i ix d e n G c f a m t r ä u u: e n des Zoologischen Gartens veranstaltet am Sonnabend, 19. Dezember, an« läßlich seines diesjährigen Stiftungsfestes der Jüdische Boxklub Maccabi, e. V., Berlin. Die geschätzte:: Leser Ut'.seres Blaues werden hierzu cingcladett. Deoeu Karten wende juau sich an das rilubfe!rc:ariat unter Hansa 5267« Verlag: Centralvercin deutsch. Staatsbürger jüd. Glaubens e. B„ Berlin SW 68, Lindenstr. 13. Tel.-Adru „Centracglaubei: Lerlin". Postfchcckk.: Berlin 30472. Für d. Schrü'tleit. veranlwcrt!.: Ludwig Holländer, Berlin 8 >V 68.— 1lttverl.Mannskr.wcrd. nur znrückges., wen:: Freiumschlcg beiliegt. — BeranLw.f.d. Anzciger.t.: Max Junge, Dln.-Fricdcnau. — Truck: Rudolf Möge, Berlin 2W19. nh DIE ZWÖLF HAUPTGRÜNDE DER LEISTUNGSFÄHIGKEIT DER l$[3[3M,S,<3£/l/o\ e ii'Öll3tauvU u tzJü vau u tr~ü ALTONA-BAHREN FELD REISHOLZ BEI DÜSSELDORF BUSSUM IN HOLLAND N.3 DIE AUSSCHALTUNG DER KOMMISSIONÄRE BEIM TABAK ERWERB IM ORIENT WIRTSCHAFTLICHEM UND IMs WIRTSCHAFTLICHER TABAKEINKAa? Btt CLitC HEM TABAKPntlS ftM Ott fAB Ri KAT »Ott eu augemein UduonR ÜKKAUFSfORM iE! 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