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Central-Verein-Zeitung · 1925-11-27 · 48 (27.11.1925) · p. Seite 759

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
4 (1925)
Issue
48 (27.11.1925)
Date
1925-11-27
Page
Seite 759 (sequence 13)
Language
German
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750 - Und wieder „Die jüdische Witwe". Die ZuschrifLcn hören nicht auf. Tätlich bringt uns die Post zahlreiche neue Zuschriften über unfein Stellungnahme gegen Georg Kaisers „I ndische W i t w e". Der Dramaturg der Saltenburg. Bühnen, Otto Zarek. iveist in längeren Ausführungen die künstlerische Bedeutung des Kaiserschcn Werkes nach und jede Einstellung aus religiösen Gründen dagegen als U e b e r e m p ii n d! i ch k c i t zurück. Die Gedankengange gleichen denen Dr. Manfred Georgs in der letzten Nummer der „(5. B.-Zeitung". Aus sie sind wir bereits eingegangen. Eine Zuschrift aus Süddeutschland weist darauf hin, das; man es bei Judith und H o l v f e r n c ö nicht mit biblische n Perso n e n zu tun habe, also eine ..Prosanierung" dar Bibel im Stücke nicht erblickt werdet; kann. Der Verfasser übersieht, das; es sich für uns nicht um die ans den Apokrvpheu bekannte Judith und gewrs; nicht um Holofernes handelt, nicht um die dichterische Gestaltung dieser Persönlichkeiten, sondern um den religiös-geschichtlielren Hintergrund dieser Zeit, der ni i 1 d e m Z n - d e n - B o r d e r g r n n d - St e l l e n des Tempels, des Hohenpriesters, der Bewohner Jerusalems für uns biblisch und jüdisch-religiös bleibt. Weit zahlreicher fiitb die Zuschriften, in denen sich Ablehnung und Entrüstung über die Vorstellung entlädt. Mit Recht schreibt ein bekannter Berliner Arzt: „Es toun.nl darauf an, nue eine solche Darstellung auf das Publikum wirkt, nicht was der Autor für die Darstellung beabsichtigt hat." Zum Schlüsse noch einmal'. Ob cs angebracht war, dieses frühe — milde gesagt — keinerlei künstlerischen Fortschritt Georg Kaisers offenbarende Spiel jetzt auf einmal dem Publikum vorzusetzen, mögen Dramaturg, Bühnenleiter und wohl auch der Dichter inst sich ausmachen. Das; der Dichter nur Eingebung seiner Muse gefolgt ist, wird niemand bestreiten wollen. Fest steht für jeden, der Augen hat zu sehen, das; die Umsetzung des dichterischen Gedankens in das materielle Bild der Bühne nach jüdischer Saite hin schwer verletzend und anstösiig wirkt. Das war festzuuageln, m i t b c in Ziel, zu erreichen, das; deutsche Bühnen in Zukunft von derartigen unerjrenlicheu Erperimenten die Finger Lassen und unsere Freunde den Anblick solcher Schauspiele ruhig Leuten überlassen mögen, denen das in uns sich gegen das Spiel auf der Bühne nusbäumende Gesühl nicht eignet. ¥ Mit unseren scharfen Angriffen gegen die das Judentum herabsetzenden und entwürdigenden Vorträge von Witzen und Liedern an den Kabaretts, teilweise durch Juden und für Juden, haben wir — und dessen waren wir uns bewußt — den Finger auf eine sehr üble Wunde gelegt. Zuschriften über Zuschriften, die die Verhältnisse in den versckiedcncn größeren Städten beleuchten, gelangen an uns und sind einhellig mit unserem Vorgehen, das sie dankbar begrüßen, einverstanden. Wir haben nnser-e Ausführungen über diesen Gegenstand durch die Zentrale und die Landesverbände des E. V. f ä m 11 i d} e ii Kabaretts zugänglich gemacht, um denjenigen, die gemeint sind, die e r ft e deutliche Warnung zukommen zu lassen. Wie die Dinge sich weiter entwickeln, wird sich bald übersehen lassen, sollten die Wege die alten bleiben, so werden wir andere Saiten sehr kräftig anschlagen. Düsseldorf. Herr Veithöncr, in Firma Wcithöner u. Sistenich, Düsseldorf, Schadowftrassc -i9, legt Wert auf die Feststellung, dag er kein Antisemit sei. Auf Grund unserer Nachforschungen können wir bestätigen, dag unkonI eollicrbare Gerüchte mit Unrecht dazu benutzt wurden, Herrn Wcithöner als Vlnttfcinilcn zu bezeichnen und ihn dadurch geschäftlich zu schädigen. "LN Pierausgeber und Schriftleitung: Professor Dr. Julius Goldstern, Darmstadt, Beckstrasse 87. Verlag: Philo-Verlag, Berlin SW 68, Llndenslrasse 13, III / Postscheckkonto : Philo-Verlag, Berlin 83512. / Druck: Roetherdruck G. m. b. H., Darmstadt, Bleichstiasse 24. Heft 5 erscheint am 1. Dezember Inhalt des fünften Heftes: William James: Unsterblichkeit. Univ.-Prof. Engelbert Krebs: UrkircKe und Judentum. Univ.-Prof. Karl Voss ler: Reine Sprache — reine Rasse. Privatdozent Dr. Fritz Heinernenn: Gestalten der Spätantike HL Tertullian. Studier.rat Prof. Dr. Werner: Staat und Erziehung. Prof. Dr. Julius Goldstein: Bemerkungen zu zwei Büchern. Prof. Dr. Erik Noelting: Das Problem der Volksgemeinschall und die Einordnung des Judentums. Dr. Ernst Simon: Zum Verständnis Bialikg. P. Abraham: Felix Liebermann» Besprechungen. Einzelheit 2,25 M« Jahresabonnement 12 M. tj Zu beziehen durch jede Buchhandlung und durch den 6 Philo-Verlag, Berlin SW 68. DIE ZWÖLF HAUPTGRÜNDE DER LEISTUNGSFÄHIGKEIT DER AITONA-BAHRENFELD*REISHOLZ BEI DÜSSELDORF BUSSUM IN HOLLAND SU TO EM DER EABR tKA TtOIJS V/E G NICHT MEHR KREUZ UNO QUER SONDERN CIE/ CH NtÄSS IO KLAR UND GIATT VERLAUFT KÖNNEN WIR DIE CIGARETTEN irsa fti^y n errs ETZ £T\ Ery ZU 5$ HERAUSBRINGEN

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