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Central-Verein-Zeitung · 1925-11-20 · 47 (20.11.1925) · p. Seite 747

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
4 (1925)
Issue
47 (20.11.1925)
Date
1925-11-20
Page
Seite 747 (sequence 13)
Language
German
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747 Hibel und Bodenreform. Eine Schrift von vr. ü. c. Adolf Damaschke. Adolf Damaschke, der Vorkämpfer der Bodenreform und Begründer des „Bundes deutscher Bodenreformer", vollendet nur 24. November seinen GO. Geburtstag. Damaschke bat in einem umfangreichen Werl „Die Bodenreform" midi der bodenrewrmerischen Bestrebungen im alten Israel gedacht. Bon diesem besonderen Kapitel ist ein Sonderdruck „Bibel und Bodenreform" vor einiger Zeit erschienen. Darüber schreibt uns Medizinalrat Dr. Otto Fried tBamberg) das Folgende: Div -umfassende Schrift *) „Bibel und- Bodenresvrm" ist die verkürzte Wiedergabe des Ziapitels: „Die Bodenreform in Israel" au4 Damaschkes Hauptwerk „Die Bodenreform, Grundsätzliches und Geschichtliches zur Erkenntnis und Ueberwindung der sozialen Not." Wer dieses kleine, unterhaltsame und leicht lesbare Heftchen in sich ausgenommen hat, hat damit zugleich den Schlüssel und die Grundlage zu allen Fragen der Bodenreform gewonnen. In knappster und durchaus sachlicher Weise, in begeisterter und anscl)aulicher Form bringen die wenigen Zeiten eine völlig erschöpfende Darstellung des Aodenrechts und der Bodengercchtigkeit rm altjüdischen Staat und in der alt jüdischen Gesetzgebung, zugleich mit geistvollen geschichtlichen Vergleichen uud^Schlaglichtern. Damaschke erzählt, wie im altjüdischen ^taat die Anhäufung von Großgrundbesitz verhindert, ^wie ein gesunder Bauernstand erhalten und wie Spekulation, Wucher und „Börsenspiel" mit Grund und Boden verhindert wurde. Er erläutert das Jobeljahr, und wie die Thora Boden, Leben und Freiheit in unlöslichen Zusammenhang stellt, das; „Zedaka" Gerechtigkeit bedeutet und nicht Almosen, ferner wie die Propheten und wie König Josia an diesen Grundsätzen der Bodengercchtigkeit festgehalten und wie gerade diese Hochziele der Bodengerechtigkeit den Sieg der Makkabäer erst ermöglicht hätten. Auf den letzten Seiten wird der Kampf um den Boden im heutigen Palästina geschildert, und wie Kirchenväter, Papst Leo ill., Kardumlerzbischof v. Bettinger (München), hervorragende protestantische Geistliche sich rückhaltlos zur Bodengercchtigkeit des Alten Te st a m e n t s bekannt gaben. In diesem Werkchen Damaschkes ist der letzte geschichtliche jüdische Zeuge für die Bodenreform oer Philosoph Philo von Alexandria. In seinem Hauptwerk-) hat Damaschke dem Abschnitt: „Die Bodenresorm in Israel" auch noch den Satz des Charlottenburger Rabbiners Dr. Kroner (1900) beigefügt, daß „die mosaischen Aeker- N Buchhandlung Bodenreform, Berlin XV/ 23, Lessingstraße 11. 5J Hiev finden sich auch bodenreformfreundlichL Laimud-Stellen. gesetze ewige Geltung hätten". Leider hat er ihn in der'verkürzten : Ausgabe von „Bibel und Bodenreform" weggelassen, i Damaschke, der ein streng sachlicher und gerechter Kenner der. jüdischen Geschichte ist, und der es verstanden hat, in seinem Bund deutscher Bodenreformen Männer und Frauen aller Bekenntnisse : von der äußersten Rechten bis zur äußersten Linken zu vereinen, kennt nur ein Ziel: „Ein Bodenrecht, das den Gebrauch des deutschen Bodens, dieser Grundlage allen nationalen Daseins, als > Werk- und Wohnstätte fördert und jeden Mißbrauch mit ihm auZschließt." Jubelfeier -er Berliner Handwerker jüdischen Glaubens. Am Sonntag, 8. November, feierte, wie in Nr. 45 der „C. D.-Zntung" berichtet, der Verein selbständiger Handwerker jüdischen Glaubens zu Berlin sein .'-Ojährig.s Bestehen. Die Feier wurde durch eine Festsitzung in dem schön geschmückten Lvgentcmpel des Brie Briß Ordens eingeleitet. Nach Harmvniumspiel und Ehorgesang schilderte der erste Vorsitzende. Herr Louis W o l s f in seiner Festrede die Anfänge der Bewegung der jüdischen Handwerker und wies darauf hin, daß eine große Anzahl jüdischer Handwerksmeister in den Handwerkskammern, Innungen und sonstigen Behörden ehrenamtliche Arbeiten im Interesse der Allgemeinheit aussühren. Er schloß mit den Worten: „Mit dem Geist, der in dem Raume, in dem wir uns versammelt haben, und in dem der mcnschheitsbeglückcnde Frieds wohnt. weilt, streben wir dem gemeinsamen großen Ziele zu, ein kräftig blühender Handloerkerstand, ein glückliches Vaterland und in ihm ein geeintes Judentum." Zahlreiche Vertreter der Behörden und Korporationen überbrachtcn ihre Glückwünsche. Tr. Paul Ieschke übermittelte die Grüße und Glückwünsche der Handwerkskammer zu Berlin, Herr Hans ch die des Innuugsausschusses Groß-Berlin. Beide Herren erklärten, daß sie mit besonderer Befriedigung feststellen können, daß eine große Anzahl jüdischer Handwerksmeister in ihren Korporationen in vorbildlicher Weise für dis Allgemeinheit ehrenamtlich tätig sind. Namens des Hauvtvorstandes des Gentralvercins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens sprach Herr Kraft den Wunsch aus, daß die gemeinsame Arbeit sich zum Wohle des Handwerkerstandes und zum Segen des gesamten Judentums auswirken möge. Frau Fried überbrachtc die Glückwünsche der Croß-Berliner Ortsgruppen des G. V. ■ Der zweite Vorsitzende des Vereins. Herr Robert C u t - h c i m, gedachte besonders der Arbeit des ersten Vorsitzenden des Vereins, Herrn Louis Wolfs, der in nun schon löjähriger Amtsdauer keine Mühe und Arbeit scheute, um dem jüdischen Handwerker und somit auch dem Judentum zu dienen, und überreichte eine Urkunde über die Gründung einer „Louis-Wolsf-StifLung" zur Unterstützung notleidender jüdisä-er Handwerksmeister", indem er Herrn Wolfs bat, diese Stiftung unter seine Obhut zu nehmen. Chorgesang und Harmoniumspiel beschlossen diese würdige Feier. Die Zentralwohlfabrtssiekle der deutschen Juden hat ein Zeitschrittenarchiv eingerichtet, das jüdische Zeitungen, Gemeindebläiwr so. wie die wichtigsten Zeitschriften aus der allgemeinen Wohlfahrtspflege, Gesund, heitspflege und Iugendwohlfahrt umfaßt. Das Archiv (Berlin C 2, Rosenstraße 2—4) kann täglich, außer Sonnabends, von 9 bis 5 Uhr nachmittags und Gonntags von S bis 1 Uhr benutzt werden. Die Zentralwohlfahrtsf-elle ist u Literaturnachweisen über alle Gebiete der Wohlfahrtspflege wie zum Zuammenstcllen von Material über besondere Fragen gern bereit. MODELL 192S 4- PS - Getriebe - Maschine mit Ballonbereifung Kupplung, Kickstarter, Vorder- und Hinterrad - Innenbackenbremse, Stossdämpfer Geräuschlos / Infolge der grossen Leistung und Stabilität auch als Sozius- und Beiwagen-Maschine bestens geeignet. Kurz: Die ideale Gebrauchsmaschine für alle Zwecket — Dank unserer grossen Produktion Winterpreis nur Mark ab Werk! Elektr, Licht extra Mark 60,— Jetzt schon lieferbar l „Früher oder später Fährt ein jederl“ v^rf/A Verlangen Sie ausserdem unsere Ratenbedingungen bei "Ratenzahlung von Mark 12,50 pro Woche. Prospekt gegen Rückporto. ^ÖOOÖ DRW laufen in aller Welt! lieber IC 00 Siegs Im in- und Ausland! Unzählige Anerkennungen! SSSHOPQMES M@T®BIinnBI3CIB S. Sq ßÄSMISSSBCJ &Ei¥0[in°©[i8imsgMni?? is€H@püp 19 sß.

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