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Central-Verein-Zeitung · 1925-10-30 · 44 (30.10.1925) · p. Seite 712

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
4 (1925)
Issue
44 (30.10.1925)
Date
1925-10-30
Page
Seite 712 (sequence 15)
Language
German
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712 In den Streif der Fachgelehrten U>itl sich \ww uns niemand mischen. Ader die Schuhe des Sinai müssen geborgen, was bisher nnr in Abklatschen und Photographien zugänglich war, mich im Original herbeigeschasst werden. Festgestettt, ob andere ähnliche Dinge -noch zu sinden sind. Die deutsche Expedition nach denn ^inai musz in die Lat mngesetzt werden. Und Grimmes großes und dauerndes Verdienst bleibt es dann, die Aufmerksamkeit ans diese Dinge mit elementarer Wucht gelenkt zu haben. Erklärung. In der Inli-Angust-Nnmmer seiner Zeitung bringt Herr Dr. Naumann mehrere auf Herabsetzung meiner Person berechnete Angriffe im Anschluß an die Berichterstattung über die Prozesse, die er gegen mich angestrengt hat. Ich habe in tatsächlicher Hinsicht folgendes sestzn stellen: 1. Es ist richtig, daß Dr- Naumann mir im Lnnfc der Verhandlung wiederholt Ausdrücke wie „Lüge" und ,,Lügen Sie nnr weiter" zngerusen bat. Ties geschah vor allem bei meiner Darlegung seiner Versuche, den bentralverein zu nnterwühlen, und seiner Anbiederungen an die Antisemiten. Meine sämtliche diesbezüglichen Behauptungen find indessen durch Urkunden vollgültig erwiesen worden. Trotzdem brachte Tr. Naumann es fertig, mich wiederholt cmznzapsen, warum ich mir iinmersort „Lüge" vorwersea ließe, ohne deshalb Widerklage zu erheben. Es ist bekannt, daß der Vorwurf der Lüge bereits eine Formalbeleidignng darsiellt, die ohne weiteres eine Verurteilung nach sich zieht. Ich verzichtete jedoch daraus, so billige Erfolge gegen den Kläger zu erzielen. 2. Ich habe nicht erklärt, daß ich ,,einen Inden nicht vor Gericht ziehen könne". Vielmehr sagte ich, daß ich mich diesem Prozeß nur zwanglänsig ansgesetzt habe, da ich eben verklagt worden sei. Tenn ich hielte ein Gericht nicht für das geeignete Forum, um Verschiedenheiten von Bscltanschanungssragen anszntragen und innerjüdische Angelegenheiten zu erörtern. Torems erwiderte der Vertreter des Klägers, Instizrat Siegmann. darin zeige sich gerade die indische Solidarität, die Tr. Naumann bekämpfe, außerdem scheine ich Mißtrauen gegen die Unparteilichkeit der deut'chen Richter zu hegen'.!! Tic (nhcbnng einer Widerklage steht mit meinem eben dargelegten Standpunkt nicht in Widerspruch. Tenn sie ist kein Angriffs-, sondern nnr ein V e r t e i d i g u n q § m i 11 c I. Ihr Gegenstand war auch nicht von irgendwie grundsätzlicher Bedeutung, sondern eine einfache Tatsache, nämlich die unwahre Behauptung Naumanns, ein im Wahlkamps gegen die Leitung des Gentralverems und gegen Herrn Justizrat Brodnitz Persönlich gerichteter scharfer Artikel stamme von mir oder sei mindestens von mir inspiriert (woran natürlich kein wahres Wort ist). Rechtsanwalt Focrdcr (Breslau). Geheimer Kommerzienrat Siegfried Oppenheim (München), der, wie nur bereite nütgeteitt haben, am 19. September d. I. in München plötzlich am Herzschlag in eben vollendetem Alter von 50 Jahren starb, war ein edler Menschenfreund und sozialer Helfer. Stets hatte er für alle Zwecke der Wohltätigteit eine offene Hand. So hatte er an seinem 50. Ge: Vnrtstage 50 Waisenkinder mit reichen Gaben beschenkt. Auch unserer Bewegung war Kommerzienrat O P P e n h c t m ein Vorkämpfer und getreuer Mitarbeiter und stets zu jedem Opfer bereit. Wie wir jetzt erfahren haben, hält der Verblichene uns diese Trene noch über den Tod hinaus: er hat dem Gentralverein ein Vermächtnis von 5000 Mark ausgesetzt. das getreu den Bestrebungen des Verstorbenen, die auch die nnsrigen stich, seine Verwendung sinden wird. Das Andenken des Tahingeschiedenen, des aufrechten deutschen Inden, wird bei uns nicht gcrgessen werden. „Grost-Bcrliner C. V.-Bost". Der Verband GreHDerlincr Drls. gruppen (Landesverband Groß-Berlin) gibt neuerdings unter dem Titel „G r o tz - B c x I i n e r C. B. - P o ein Mitteilungsblatt für seine Äst. glicder heraus. Die Nummer 1 ist am Vorabend der Berliner Stadt, verordneten mahlen erschienen und bringt an erster Stelle einen Leit, aufsatz des Vorsitzenden des Verbandes Grosi-Verliner Ortsgruppen, Dr. inr-d. Bruno Glaserfcld: Die „C. V.-Post" soll dchilslich 'sein, den Central, vcreinsgedanken in Berlin zu beleben. Nacheinander marschieren Führer poii. Indier Parteien auf. Stadtverordneter Obcrrcgierungsrat Merten, M. d. L., für die Demokraten; Dberstudiendirektorin Aerta Gerhardt in: Namen der Lehrerinnen für Freude, Freiheit und Frieden in den Schulen; Reichs, bildungsleiter der S. P. D. Dr. Stein; Rektor Dr. Schultz mit einem Mahnruf an die Eltern; Chefredakteur der „Germania" Orth gegen den Judenhaß in den Gcmeiudeparlamenten und der deutsche Voltsparteiler Dr. Ro solleck, zweiter Vorsitzender der Deutschen Volkspartei in Veißeitzee, mit der Feststellung, daß feine politische Denkungsweisc mit einer Gegner, schuft gegen irgendeine Klaffe oder Religion nicht verbunden ist. In einer Rubrik „G rosi-Berliner Echo" wird ein übersichtliches TätiglcitsbiU) I'a\ > < 1 Heinrich Mack Macht., Ulm a. 0> Alleinige Anzcigen-Annalme Rudolf Mossc, Anzeigen-Annaliine für sämtl. Zeitungen Deutschlands und des Auslands Sellin SW 1P, 5cnno!c;:ici- 2traBc 46-49 - Breslau Chemnitz / Dresden ' Tnsicldorf Ern:r! - Franknirt n.M. ' ^allc-Saale) ' < amb.-.rg Hannover ' Karlsruhe ftotit a. 3K). Lcrpzrg / Magdeburg; Mannheim | München / Nürnberg j Stettin / SNitrgart J Amsterdam / Larce'.ona; Sa fei; Budapest; Bnkareü ■ Prag / War'tzhan / VZicn / Zürich.! - - Ätz 1 "3. ■ fZ**!? M/M Si Depot: SliyiOM’S APOTHEKE Berlin 02, Spandauer Strasse 17. dv-A n r 3W)-?(XH. sfr«* rar, von nenen sash «mu Thomas 3Innn, Der Zauberberg. 2 Bünde.. 21,— Marli Heinrich 5iann, Der Kopf. 8,70 Mark V/as.seriiiami, Laudia und die Seinen. 8,50 Mark Stefan Zweig-, Der Kampf mit dem Dämon 7,50 Mark Arnold Zweig-, Frülie Fährten. 5.50 Mark JLudwig, Napoleon. 14,— Mark I.udwig, Genie und Charakter.10,— Mark liUdwlg, 'Wilhelm II.. 14,— Mark lilrvbuml, Der Kreidekreis. 4,50 Mark Versand portou?sd spesenfrei« Philo Verlag und Buchhandlung G. m. b. H. D ö n h o ff S594. BGKL1N’ SW V>t> I/mdonsirasse 13. Wchsn Monal? Dann versuchen 3ie es mit der Bettung". Sehr viele indische Arbeitgeber haben mit Hille Luese» Dla.tes besigeeigncte Tratte gefunden.. wm schenken tsrtr unseren Freunden zu 6efeurtstegen u. Festtagen? Min esssf cf#© _ r\ / v/ vVT\ n r"71 ^d©r/\y]®LM Lj HERAUSGEBER: PROF. DR. JULIUS GOLDSTEIN, DARMSTADT. b Hefte Ina «Jet,!**» 12 BSstt»!«:. 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