Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 4 (1925)
- Issue
- 34 (21.8.1925)
- Date
- 1925-08-21
- Page
- Seite 565 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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% \ Aljd, Srrttn, 2l./?ugust1925 IV.Jahrgang * Hc.34 „ Eknzeknummer 10 gnondisafconnemenl 40 Golbpfeimig zrizUglich Bestellgeld t5SS555S3?5y Allgemeine ieiiun^ des Judentums WEWNLN Mones Lllcim üormalzeUenmesser Familienanzeigen M! von Dr. SiegN'.urrö §eisi, vr. Zur-, et nre6. v. Sehr-Pinr.ors, Rabbiner Dr. Efchelbacher, §rieörrch wuckermann, 5. J., Ptofeffov Sr. §neörrch Risberaa!!. . Wir vcröffcntlichcn in dem grötztcn Teil VcS Naumcö Vieser unv der folgcnvcn Nnmmcrn eine 8tcrhc von Aussätzen namtzastcr Gelehrter zur „Rassenfrage", aus der Erkenntnis heraus, Satz die „Rasscnsrage" Sie .GrunSlage der völkischen Bewegung Varstcllt. Die Schristlcitnng. Zur Einführung» Die mit dem Problem der „jüdischen Rasse" verknüpften Fragen werden an dieser Stelle in einer Reihe von Aufsätzen klargelegt werden. Um die Leser nun instand zu setzen, sich ein selbständiges Urteil über die äußerst verwickelten Verhältnisse der Rasientheorie zu bilden, soll in den folgenden Zeilen ein kurzer Ueberbtick über die bisherigen Forschungsergebnisse aus dem Gebiet der Rassenlehre, soweit sie in dem vorliegenden Fall in Betracht kommen, geboten werden. 1. Die mit der jüdischen „Rasse", wenn ich diesen Ausdruck einmal gebrauchen soll, verknüpften Fragen können nur gelöst werden, wenn man sie im Zusammenhang mit den sich bei den europäisch-vorderasiatischen Nassen überhaupt ergebenden Fragen betrachtet. Europa ist ja im Verhältnis zu Asien nur kulturell als besonderer Erdteil zu bewerten. In geographisch-naturhistorischer Betrachtung ist es ein A n h ä n g - sel des unendlich größeren Asiens, von dem es ja auch durch keine scharfen Grenzen getrennt ist. Gehen nur von Rordwestnach Cüdosteuropa, so stoßen wir aus folgende verschiedene Unterabteilungen der sogenannten weißen (kaukasischen) Rasse, die Europa, Vorderasien und Nordasrika seit uralter Zeit als ihre Domäne besitzt. Nordeuropa ist von mehreren Hellen Varietäten der weißen Nasse eingenommen, die von den Anthropologen nach der j Schädelsorm unterschieden werden. Eine Gruppe'besitzt hohen j Wuchs, einen Langschädel, dessen Breite im Verhältnis zu! seiner Ausdehnung von der Stirn zum Hinterhaupt hin ge-! Ringer ist, und ein langes Gesicht, dazu meist blonde oder rotblonde Haare und blaue oder graue Augen. Eine zweite großfuchsige Gruppe hat einen Nnndschädcl und rundes Gesicht, dazu flachsblonde Haare und graue Augen. Tie erstere Gruppe Entspricht dem Idealbild des Germanen; die letztere ist mehr beiden Slawen oder Finnen verbreitet. Daneben finden sich Mischungen beider Typen, und auch dunkelhaarige Elemente inch braunen Augen sind in mehr oder minder großer Zahl Zwischen die hellfarbigen eingesprengt. Bietet also nicht einmal .der Norden Europas, der vom Weltverkehr doch etwas abseits liegt, das Bild einer reinrassigen Bevölkerung, so ist das noch weniger in Mitteleuropa der Fall. Hier stießen die von Norden vorgedrungenen hellfarbigen Langköpse und bie von Osten kommenden hellen Rundköpfe mit einer bodenständigen dunkelfarbigen Bevölkerung von geringerer Körperhöhe zwammen, die durch starke Kurzköpsigkeit und dunkles Haar gekennzeichnet wird. Rach ihrem heutigen Hauptverbreitungsgebiet wird sie als „alpine Rasse" bezeichnet; doch erstreckt sie sich auch nach Südfrankreich einerseits und über die Balkanhalbinsel anderseits bis nach Kleinasien hin, wo sie als „armenische" oder „hethitische" Rasse bekannt ist. Dieselben Merkmale wie die alpine Rasse besitzt die im Nordwesten der Balkanhalbinsel und den angrenzenden Gebieten ansässige „di n arische Raye, doch unterscheidet sie sich von jeder durch hohen Wuchs. Die Bosniaken sind ihre bekanntesten Vertreter. Ter Süden Europas endlich ist von einer langschädligen brünetten Rasse von niedrigein Wuchs (im Vergleich zur nordischen Rasse) bewohnt, die sich auch über Nordafrika erstreckt und als die „mittelländische" Nasse bezeichnet wird. Sie grenzt im Süden an die Hamiten in Afrika, die den Uebergang zu der Negerrasse bilden und selbst vielfach mit Negerblut durchsetzt sind. In Zentralasien und Sibirien stößt die weiße Nasse zusammen mit Völkern mongolischer Nasse, und auch hier sind die Uebergänge oft fließend, da Mischungen an den Lötstellen der beiden Nassen unvermeidlich sind. In die weiße Nasse nun mit ihren oben ausgezählten Varietäten sind die Juden hineingestellt, und zwar ursprünglich an ihrer Süd oft feite, da, wo die mittelländische und hethitische Varietät sich berührten. Unzweifelhaft sind die „Hebräer", als sie in das Kulturland „Kanaan" einzudringen mNs tzsrrr SNbsltr Aufsätze über Mssensragen. Seite 565 bis 569. Wien in Erregung. Seite 570. ÄiisraHi, Ofliu&cnfüin, deutsches Judentum. Von Dr. 3. Vabin (Breslau) und Moritz 3t. rocb (Berlin). Seite 571.