Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 4 (1925)
- Issue
- 32 (7.8.1925)
- Date
- 1925-08-07
- Page
- Seite 543 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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tüitb. Am Nachmittags wurde die Jahrtausendausstellung in Köln besichtigt und am Abend fand der K. C.-Tag mit einem akademischen Bierabend in Köln, zu dem die Bereinigung Alter Kölner K. E.er geladen hatte, seinen Abschluß. In einer Neihe von Ansprachen der Vertreter befreundeter jüdischer Organisationen und der Vertreter des K. C. wurde die Verbundenheit des deutschen Judentums mit dem Nheinlande betont und die Bedeutung des K. C. innerhalb des deutschen Judentums hervorgehoben. Mit ganzem Kerzen. W o ch e n b e L r a ch t u n g. Voraussetzung des irdischen Glücks ist der Heiligen Schrift vollkommener, bedingungsloser Gehörsinn gegen Gott. Tie jüdische Religion begnügt sich nicht damit, die Leele auszufüllen. Sie ist nicht geschaffen, schwärmende und himmelnde Nomantiker zu erziehen. Gott zu dienen in i t ganzem Herzen, lautet ihre zweite Forderung. Das Gefühl ist die Seele und die Tat der Körper unseres Erdendaseins. All unser Tun, al! unsere Handlungen der Gottesidee unterzuordnen, ist die jüdische Aufgabe. Aber auch der mechanisch gewisseilhaft die Gottesgeboie erfüllende Frömmler ist nicht ihr Ideal. Es wäre ein Körper ohne Seele. Beides vereint, gibt sie uns auf, Gott zu lieben und ihm zu dienen, ür beides aber verlangt sie das ganze Herz. E s i ft d a s G r und - d e l unserer Zeit, das; sie eine Zeit der Halbheiten ist, eine Zeit des Einerseits, Anderseits, des Sowohl als auch, eine Zeit der Kompromisse. Blau kann nicht mehr tüchtig Lieben und hassen. Hat man einmal einen energischen Schritt getan, so erschrickt man von seiner eigenen Courage. Blau scheut sich, große Anforderungen an die Menschen zu stellen, schönere Opfer von ihnen zu verlangen. Man will sich gern etwas abhandeln lassen. Ans denn Sabbat ist der Freitagabend gevoordcn, aus denn Meere des Talmud ein seichter Weiher von etwas jüdischer Geschichte. Aus dein Gottesdienst, der die 365 Tage des Jahres weiht und verklärt, wurden wenige Stunden audächriger Schaustellung an drei Tagen. N e l i g i o n ist z u r Pietät he r a b g e s n n k e n. M cilcnweit geschiedene Lebensanschauungen erblassen - zu Pachtungen. Man kann nicht mehr mit ganzem Herzen lieben und dienen. Teswegen sind wir bei aller Größe der äußeren Verhältnisse nur Epigonen. Was war cs aber, daß jene biblischen Hcrrcngestalten, jene Wesen und Meister der Mischua und des Talmud uns trotz des engen Rahmens, in dem sie lebten, so groß und überragend erscheinen läßt? Sie w a r e n ganze M e n s ch e n , sie liebten und dienten mit ganzem Herzen. Auch uns kann ans der Not der Zeit ans allen Gebieten des Lebens nur Nettung werden, wenn wir nach dem Gebot der Schrift von ihnen lernen, an die Tinge des Lebens heranzutreten mit ganzem Herzen. Hofs m a n n. Zum 50. Geburtstage von Rabbiner Dr. Graunschweiger. Am 6. August beging Herr Gemeinderabbiner Tr. Braunschweiger (Oppeln), der langjährige Borsitzende unseres oberschlesischen Landesverbandes, im engsten Familienkreise seinen 50. Geburtstag. Auf Wunsch des Jubilars nahm der Landesverband von einer äußeren Feier Abstand. Tie Menge von Glückwünschen und Telegrammen aber, die an dem Tage einliefen, wird dem Jubiliar am besten gezeigt haben, mit welcher Liebe und Verehrung allseitig seiner gedacht wird. Ter Centralverein richtete an seinen bewährtem Mitstreiter, dessen Bedeutung erst neuerdings durch seine Wahl in das Präsidium des Preußischen Landesverbandes anerkannt worden ist, eine künstlerische Adresse. Möge ein gütiges Schicksal uns Tavid Draunschwoiger noch viele Jahrzehnte in Gesundheit und Frische erhalten. Iflösr SorcharSt 60 Jahre alt. Ta? langjährige und verdiente Hauptvorstandsinitglied des C. B., der bekannte Lehrer und Konrektor der Knaben'chule der Jüdischen Gemeinde in Berlin, Herr Isidor Borchardt, feierte am 3. August seinen 60. Geburtstag. Er bat nicht nur in seinein Wirken als Lehrer, sondern auch als Lchrinsteller, große Erfolge zu verzeichnen: einige seiner Werke wurden mit Preisen ausgezeichnet. Im Kampf für Tent'chtuni und Judentum sielst Lehrer Borchardt stets in erster Neihe. Wir wünschen^ dem verehrten Jubilar noch viele Jahre glücklichen, segensreichen Schaffens. Zum Coüe von Sernharö Casparms. Unser lieber Freund und Mitstreiter, das langjährige Mitglied des Hauptvorstandes des Eentrclloeceins, Herr Bernhard C a s p 2 r i n s, ist in die Einigkeit abberußm morden. Er war ein edler, treuer, warmderzig gcnmner Allann., dopen Verlust uut dem Hauptvorstand des Eeuiralvereins alle jüdischen Temschon schmerzlich empfinden werden. Heinrich Mack Macht.* Ulm a. l). DIE ALTBEKANNTEN WEIMB&ANDMÄRKEN < Edelsfüd 1 jxj F; f 0 TüepM Berlin W 30, Habcrlandslr. 4. Karle Kuinelvsky. iresiay Clara Epstein sir.,se7. IsraeiitisdiJäiidüiBpsssionat Beste Referenzen. — Prospekt auf Wunsch. OinnTmnorHrnß/ 6 Wiffmschastliche, fimiStyirt. Singlmgerflraße 6. Sdfpljon 303 33. schastliche u. gesellschastliehe äöcitcilultung.- Seirf)fünfte Anzahl von Schülerinnen. WlrrWslMlsKLZEZN» —TI ^eubnltzcr Straße 8. Villa Zrohfinu vbCvt.'«.!» /»« (Schweizcrvierlel), Eigenheim. Degrünöet 15 54. vuf Wunsch Ausbildung in der Hanswir!schaff. Frciöurg l. Vreisgau ®Äts* Töchierpenfionat Cohn-Bernstein. Höhere 2öchtcr- und Zcrtl'ildnng^schule. Vorbereitung für Ghinnasiuin und Alntur. Cigcne Billa mit Karten. — Beste Verpflegung. Erste Reiercnzen._ Pensionat und höhere &iut>cubu tgfltafit 8,D,10 «^öthtetsthNle « gegründet 1872 dom. Frau Dr. Lcverson u.?rf Consiance Levtz Inhaberin Llara Marcus staatlich geprüfte Schulvorstcherin. Heidelberg HkrlenfolonteAohrdalb Töchterhelm illarta Sellamann fr«Z'*Z ’VJT * * zj Wissenschastl. n. Hau-Avirtich. ^uiEolonle'Rohrbgch Ausbild. 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