Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 4 (1925)
- Issue
- 30 (24.7.1925)
- Date
- 1925-07-24
- Page
- Seite 519 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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519 Vom unnötigen 2Utern, von Tr. Paul Gi**)«1). GcsundheitSbüchcrci für nervöse un>> geistige Arbeiter. Der Burg- Verlag, Nürnberg. Das Problem, das „unnötige", das heißt das vorzeitige Altern zu verhüten, die Menschen bis zur physiologisch möglichen Höchstgrenze seelisch und körperlich rüstig zu erhalten, hat von jeher die Gemüter beschäftigt. Mythos (Jawusage) und Märchen (Jungbrunnen, Altweibermühle). Philosophen (Cicero! „Cato major de senecUite") und Aerzte (Hufeland! „Makrobiotik") haben cs, jedes in seiner Weise, zu lösen verflicht. In aller Erinnerung ist noch das Aufsehen, das vor wenigen Jahren die Versuche des Wiener Physiologen Steinach erregten. Viele Leser dieser Blätter dürfte daher ein Büchlein interessieren, da? sich die Aufgabe gestellt hat, durch Anleitung zu zweckmäßiger Pflege der Seele und des Leibes den vorzeitigen Eintritt des Greisentums zu verhüten. Interessieren dürste auch, daß der Verfasser ein eifriges Mitglied des Centralvereins (Ortsgruppe Gaben) ist. „Jugend heißt Erwartung; jung sein heißt hoffen. Alt sein heißt nichts mehr erwarten; alt ist, wer nicht mehr hofft." Wer seine Seele jung erhält, wer seinen Körper durch das richtige Mas; von Arbeit und Ruhe, durch zweckmäßige Ernährung stählt, der bleibt jung. Mit Recht weist der Verfasser ans die Gemütserregungen, die Gefühle der Unlust, als Ursachen des vorzeitigen Alterns hin. „Diel schädlicher als das einzelne große Leid ist oft das viele kleine tägliche Leid des Lebens." In schwungvoller, klarer Sprache, von tiefem Ernst getragen, gibt der Verfasser eine turzgefaßte, allgemeinverständliche Diätetik der Seele und des Leibes, um die Seele jung und den Leib rüstig zu erhalten. i) Wir besprechen grundsätzlich nur Dächer, die in unser Arbeitsgebiet fallen. Wenn wir in diesem Fall eine Ausnahme machen, so geschieht das um der Persönlichkeit des Verfassers willen, der für die Erneuerung und Verjüngung der jüdischen Seele schon viel geleistet hat. Einmal aber kommt für jeden Menschen der Zeitpunkt, da seine Spannkraft nachläßt und das physiologische Greisentum cinlrut. Dann heißt es. die richtige Stellung zum eigenen Altern und Vergehen zu finden. Die aber weist uns der Verfasser mit den prachtwollen Worten: „Wenn du schon altern mußt, altre als -Herr. Veit M u t altern: Damit wird noch dein Alter zu einer letzten Widerstandsprobe deines Lebens." Tr. Alfred Kausfmann (Verlin-Weißenscc). Kleine Chronik. Der Inhaber des bekannten Würzburger Antiquariats, I. Frankfche Buch. Handlung, Herr Ludwig Lazarus, feierte kürzlich feinen 50. Geourtstag. Lazarus ist ein treuer Mitkämpfer im L. V.; sein warmes, gütiges Herz, macht ihn zum Helfer der Menschheit; er förderte stets das Fortkommen der jungen Lehrer uud gründete in Würzburg den Liberalen Verein. Wir wünschen dem verehrte'.! Freunde ein langes glückliches Leben und hoffen, daß er das warme Interej'.c, das er bisher den. Bestrebungen des C. B. entgegcugebracht hat, weiter in so reichem Maße betätigen möge wie bisher. Herr Map Oppenheim in Brandenburg a. H. feierte am 4. Juli seinen 75. Geburtstag. Die Ortsgruppe Brandenburg hat dem Jubilar, der ein sehr eifriger und über, zeugtcr Anhänger des Centralvcreins ist, ihre Glückwünsche übcrbracht. Warnung. Zwei junge Leute, die sich als Studierende der Staatswisfenschäften H i r s ch und B l u m e n t h a l aus Berlin (Grolmannstraße 53 und Linienstratze 143) aus geben und behaupten, wegen Vergehens, gegen das Nepublikfchutzgefeh eine Gefängnisstrafe verbüßt zu haben, weil sie die Regierung wegen nicht genügender Abwehr des Hochschulairtifemitismus beleidigt hätten, haben in Königsberg i. Pr. an verschiedenen Stellen Vorgesprächen, um eine Unterstützung zu erhalten. Beide behaupten, Mitglieder des Lentralvcreins zu sein und im Aufträge der Deutschen Liga für Menschenrechte Vorträge gegen die völkische Bewegung gehalten zu haben. Sie treten sehr sicher auf und weisen ein offenbar gefälschtes Empfehlungsschreiben der Israelitischen Union in Berlin vor. Beide sind weder Mitglieder des Ecntralvrrcins, noch haben sie im Aufträge der Liga für Menschenrechte jemals Borträge gchallen. Es ist anzunchtnen, daß sie ihre Schwindeleien auch in anderen Städten verüben werden. Es wird gebeten, ihnen ihre Pariere abzunehmen, und sie 1 unter Mitteilung an uns der nächsten Polizeibehörde zu übergeben. .Alleinige Aaz eigen-Annahme Rudolf Mosse, Anzeigen-Annahme für sa.mll. Zeitungen Deutschlands und des Auslands Berlin 8^V 19, Jerusalemer Straße 46-49 / BmZlan / Chemnitz / Dresden / Lüsscldorl / Crnirt; Frankfurt a.M. 1 Halle,Saale)! Hamburg j Hannrrer j Karlsruhe; Köln o. Nw Leipzig Magdeburg / Mannheim / Mim chm / Nürnberg / Stettin ' Stuttgart / Amsierlain / Barcelona / Bafel / Budapest j Bukarest / Prag / Marschau / Wien /' Zürich. Preuss 'A.//SV*’‘' 1/ 5. Klaue Haupt-u. Schluuziehung vom lt. bis 31. August 131000 Gewinne and 2 Prämien, zusammen über Höchstgewinne, Prämien und Hauptgewinne die Hautnahrung V Ol (n mm u. durch Broschüren praktische AutKSärimgsart: -- Los-Preise: ————— Achtel Lose.15 M. j Halbe Lose.60 M. Viertel Lose.....30 M. J Ganze Lo^c .,.,120 M. Ganze Doppellose ....240 M. Originallose empfiehlt und versendet gegen vorherige Anschaffung oder Nachnahme Staatlicher Lotterie-Einnehmer Berlin C19 Är Telegramm-Adresse: Glöchsrnflller Postscheck-Konto: Berlin 31153 Philo Verlag und Buchhandlung, G. nt. b. l!., Berlin SW 68 L1 n de n s t r a s s e 13. Dönhoff 3594.