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Central-Verein-Zeitung · 1925-07-03 · 27 (3.7.1925) · p. Seite 479

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
4 (1925)
Issue
27 (3.7.1925)
Date
1925-07-03
Page
Seite 479 (sequence 21)
Language
German
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479 die nationaldeutschen Juden ihr echtes hundertprozentiges Deutschtum betonen, die nervöse Hast, mit der die anderen deutschen Juden als Zwischenschichtler" der Welt denunziert werden, erregt bei gesund Denkenden und Fühlenden im Kreise der Andersgläubigen Verachtung und Abscheu, die freilich nach dem bekannten Gesetz der Verallgemeinerung auf die Beurteilung des gesamten Judentums ungünstig einwirken. Alle diese Tinge belegt Marx in bündiger Form! Sein Buch könnte gewiß noch vertieft und ergänzt werden, aber schon in seiner jetzigen Gestalt ist es erstaunlich vielseitig, und das gesunde Urteil des Verfassers wirkt überzeugend: „Wir sehen in dem Gebaren des Verbandes n a t i o n a l d e u t j d) c r I u d e n die gewohnheitsmäßige Verleumdung des deutschen Judentums, die Verdächtigung seiner deutschen Gesinnung und die Herabsetzung seiner Ehre." Tiefes Endnrteil klingt gewiß hart, aber cs ist gerecht! Tadurck soll nun nicht behauptet werden, daß sich die Träger der Verleumdungen des verleumderischen Charakters ihrer Behauptungen bewußt seien. Es ist aber doch die einzige mögliche Charakterisierung von Menschen, die dem Centralverein in dürren, teils verleumderischen. teils denuuziatorischeu Worten — ohne daß hierbei Gutgläubigkeit ausgeschlossen zu sein braucht — nachsagcn, er spreche u u r Don der unbcirrtcn Pflege deutscher G e - sinnung, m a ch e aber in der Praxis nicht nt i t i h r Ernst. Und wie ein Jude Leute kuuteileu soll, die — ihrer eigenen Aussage nach — bei P ogro in e u dasselbe M i t l e i d empfinden w i e bei A r m enier- Metzeleien der Türken oder N e g e r l y n ch m o r d e n in Amerika (!), ist nicht schwer zu sagen. Marx hat durchaus recht, wenn er die Aanmannschen Ideen „eine der zahllosen F o x nt t » der Ueberwindung des I u d e u t u nt § —* durch Juden" nennt. Die Schrift von Marx, die in ihrer Frische und Bündigkeit außerordentlich fesselt, wird wahrscheinlich gewaltige Wutausbrüche bei der Leitung des nationaldeutschen Verbandes hervorruseu. Es wird das der beste Beweis für ihre Richtigkeit und Vortrefflichkeir sein. Jeder deutsche Jude muß sie lesen! Er wird dann bestimmt zu der letzten Schlußfolgerung des Verfassers konunen. die kurz und knapp sich so formulieren läßt: Wenn die Juden so wären, wie N a u m a n n e s will, dann wäre es für uns an der Zeit, dieses Judentum wegen seiner Wertlosigkeit selber zu v e r n i ch t e u! Tr. Felix Gold mann (Leipzig). Geschäftliche Notizen. Die Bürgerliche Versicherunas-Aktien-Geserlsckaft in Berlin, welche im Jahre 1902 gegründet wurde, leistet zurzeit das Vollkommenste auf dem Gebiete der Krankenversicherung. Uebernimmt doch die Bürgerliche im Krankheitsfälle oder bei einem Unfälle den Ersatz sämtlicher Arzt- und Apothekerkosten sowie Krankcnhausbehandlung- und -Verpflegung. Außerdem wird im Todesfälle ein Dogräbniskostenzuschuß von 150 Goldmark gewahrt. Auch für Vcrsicheruugspslichtige bietet die Bürgerliche mit ihrer Zusatzvcrsichcrung dem Erkrankten ein bares wöchentliches Krankengeld und führt neben diese:: Tabellen auch eine Kindcrversichcrung. Lerlag: Eentralverein deutsch. Staatsburocr jüd Glaubens e. V., Berlin SW 63. Lindcnsir. 13. Tel.-Adr.: „Eenrra lg landen Berlin". Postscheck?.: Berlin 30472, Für d. Schriftlcit. verantwort!.: Tr. 2 u d w i g H o l l ä n d c r, Berlin SW 68. — Unvcrl.Manuskr.wcrd.nur zur ückges., wenn Freiumschlag beilicgt. — Verantw.f.d. Anzeigent.: Max Junge, Bln.-Fricdeuau. — Truck: Rudolf Möge, Berlin SW43. SchWchenHeLchensversiHMM-i ^ltelretebensversicherungsgesellschast derächweii, gcgrünt>ek1S5? SegenstlüMssnstsl! ohneMchschuWsilfhl DetpHüßüeöei’ AlleÜberschW denlöersicherlen öesamloermögen 192^: 220 Millionen franken Iahresüberschujr 192^: 7,86 Millionen franken kluskunst durch diedireklion mMnchen,teopoldstraszej0s und dir Lr-irbsdlrrlltionrn Reiseschecks der ßanca Commsrciale IfaSiana sind das sicherste, einfachste und angenehmste Zahlungsmittel. Febernlf zahlbar, hei Banken. Hotels usw. jeden Landes. — Informationen und Schecks durch: Bayerische Hypotheken- und Weclisolbnnk, München; Bayerische Vmlnsbank, Süinchen; BerHiier Handels. Resellschaft, Berli n; S. Bleich rüder, Berlin; Disconto-txesellHchaft, Berlin; Deutsche Bank, Berlin; Daruntiidter und JVntiomilbmik, Berlin; Internationale Selilafwagengesellschaft, Berlin; Kuie Nnzionalo Industrie Turist iche, Berlin und München; Deutsche Illlecten- und Wechsel-Bank, Frankfurt n. M.5 Allgemeine Deutsche Kredit-Anstalt tu Leipzlp KANT •FABRIK WITTENBERG 8£2. MA’JLl '—1 /*™X r—V 3 1 l i | I 0 ]; : LizJ DIE DEUTSCHE UJERT-ZIGRRETTE

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