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Central-Verein-Zeitung · 1925-04-24 · 17 (24.4.1925) · p. Seite 303

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
4 (1925)
Issue
17 (24.4.1925)
Date
1925-04-24
Page
Seite 303 (sequence 13)
Language
German
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303 von einer echten auch innerlich befreiten Demo» k r a t i e g e l ö st w e r d e n k a n n. Die europäischen Staaten. meint unser amerikanischer Landsmann, mögen für Nasjenseindschaft und Naiionalilätenl^der eine, wenn auch ungültige Entschuldigung aufbringen, weil sie ihre Existenz aus ein angeblich einheitliches Volkstum zürückführcn. Amerika ist von allen Völkern der Erde gegründ-et worden und kein Einwanderer, kein Sohn oder Enkel von Eingewänderten soll sich auch nur einen Schatten seines Rechtes im „Lande der Freiheit" abdingen lassen. Was soll gerade Amerika sein, wenn es nicht wirkliche geistige Freiheit zulcstt, statt der einen wirtschaftlichen, von der in Wahrheit nur wenige (Gebrauch machen tonnen, nwnn die Demokratie nicht jede Minderheit., nicht jedes Individuum aus der Sklaverei der einen öffentlichen Meinung-des Durchschnitts entläßt! Gegen den ^-trom" ist ein erschütternd wahres aber auch ein stolzes Buch. Sein Verfasser verlangt nicht Duldung von den vollblütigen Amerikanern, sondern er schreibt ihnen das Gesetz der wahren Demokratie vor. weil er selbst der bessere Amerikaner ist. Der beste ist der freieste. Amerika gehört jedem, der Frieden verlangt und -Frieden gewährt, und so sollte es wohl überall in der Welt sein. Auch wir noerden gut tun. uns dos auf jeder Seite interesiante. ungemein glänzend geschriebene Buch des amerikanischen Dichters und Bekenners zu eigen zu macl)en. der aus Deutschtum und Judentum wie aus einer gemeinsamen Wurzel hervorgegangen ist. Das Buch gehört zu den -wenigen notwendige!^ die Einmal geschrieben werden mußten und die auch gelesen werden müssen. Die SüMssn-Schuls m WolfenöiMsl. Eine Zuschrift: In Nr. 13 Ihrer Zeitung vom 27. März b. I. bringen Sie einen Artikel: „Aus der Samson-Schule zu Wolfenbüttel" mit dem Unter* titcl „Geschichtliche SkizzenD Als ehemaliger S-amson-Schülstr haben die Skizzen meine Aufmerksamkeit erregt, ohne daß die Ausführungen volle Befriedigung bei mir ausgelöst hätten.' Sollte auf die segensreichen Wirkungen hingewiefen werden, die von dem Institut seit seiner Gründung 1786 ausgegangen sind und bis zum heutigen Tage auf eine große Zahl Schüler ausgeübt werden, so hatte das meines Erachtens im weniger episodenhafter Weise geschehen dürfen^ Kamit Eltern, die mit den vorbildlichen Einrichtungen des Internats der Samson-Schule nicht vertraut, sind, darauf aufmerksam werden, welche vorzügliche geistige Ausbildung un-d körPerlicheErziehung die Schüler in der Anstalt unter ständiger Aufsicht der Lehrer genießen. Durch das gemeinschaftliche Zusammenleben bildet sich unter den Schülern ein Familienzusammengehörigkeits- und ein Kameradschaftsgesühl heraus, das die Schulzeit weit überdauert und das in öffentlichen Schulen nicht gezeitigt werden kann. Ohne die mannigfachen Vorteile im einzelnen zu schildern, die eine Erziehung der Knaben sowohl in religiöser Beziehung als auch in den Profanen Lehrfächern in der Samson-Schule bietet, seien l-ier nur einige Bemerkungen und Ergänzungen Zu den „Skizzen" augefügt. Ter im ersten Abschnitt erwähnte Herz Samson war Landrabbiner und Kammeragent in Lraunschweig. woselbst er eine Talnmdschule mit Privatsynagoge stiftete. Dieselbe wurde später mit der von seinem Bruder Philipp Samson in Wolfenbüttel errichteten Lehranstalt für arme Knaben (Vethhamidrasch) vereinigt. Bis zum Jahre 1807 bestanden in Wolfenbüttel zwei Samsonsche Stiftungen nebeneinander. Diese wurden nach dem Tode des sel. Philipp Samson in eine Erziehung-- und Lehranstalt unter dem lärmen „Samsonsche Freischule" umgewandelt, au welcher der aus dem Philipp Samsonschen Lehrhause stammende berühmte Schüler Leopold Z u n Z von 1810 bis 1815 als Lehrer wirkte. Der Verfasser behandelt in seinen Skizzen erst einen Zeitabschnitt von zwanzig Jahren, 1766 bis 1806; es muß befremden, daß er eine Zeitspanne von nahezu 100 Jahren, .unerwähnt läßt, und dann wieder dem Zeitraum von 1903 bis 1924 skizziert. Gerade in dem übergangenen Zeitabschnitt hat die SamsomSchule unter der Leitung des unvergeßlichen Tr. Philipp Ehrenberg, der nach dem Tode seines Vaters, des Inspektors F. M. Ehrenberg, zum Direktor berufen wurde und der das Amt von 1846 bis 1671 in geradezu vorbildlicher Weise ausübte, eine besonderen Aufschwung genommen, und dankbar erinnern sich die Schüler seines Vortrages und seiner Worte, die aus seinem Munde gewiß nicht leer gegangen, sondern befruchtend gewirkt haben. Es sei mir gestattet, hierbei die engen freundschaftlichen V e z i e h u n g e n zu e rwä hnen, die Dr. P h i K. t p p Ehrenberg mit Leopold Z u n z verbunden haben. Ich erinnere mich noch sehr lebhaft, daß der greise Gelehrte, der mit seiner Gattin während seines Urlaubs bei Dr. Ehrenberg zu Gast weilte, am Sabbat mit den Schülern im Speisesaal das Mittagsmahl gerneinschaftlich einnahm. Das war für uns Schüler ein unvergeßlicher Gedenktag. Nach der Feier des 25jährigen Amtsjubiläums legte Dw. Phstipp Ehrenberg sein Amt nieder und übersiedelte nach B r a u n s ch w e i g. Sein Nachfolger war Tr. Moritz Rosenstock, ein Mann von bedeutender Tatkraft und großem Wißen, der es sich zur Ausgabe gestellt hatte, die Anstalt zu einer Realschule mit der Berechtigung zum Einjährigen zu gestalten. Ich hatte das Glück, noch ein Jahr unter seinem Direktorate die Schule zu besuchen, und erinnere mich mit großer Taulb-arkeit der unendlichen- Vtühowaltung. mit der er sein Ziel verfolgte und wie cr wett über d'e ihm obliegenden Lehrstunden Unterricht erteilte. Er verstand cs, seine Schüler für die Arbeit und für die Ideale des Judentums zu begeistern. Der unermüdlichen Tätigkeit dieses M a n - n e s i st e s z u danken, daß die Samson* Sch ule, obwohl sie damals noch nicht die vorgeschriebene Klaüenzahl besaß, vom herzoglichen M i n i st e r i u m die Berechtigung z u m Einjährigen erhielt. Tie Fürsorge des Direktors Tr. Roseustock um die Ausbildung seiner Zöglinge und um de^en spätere Wohlfahrt erstreckte sich auch noch auf die Zeit nach Abgang von der Schule. Gerade ans diese Epoche findet das Prophetouwort in vollem Maße Anwendung, daß, wie Regen und Schnee mcht zum Himnwl zurückkehren, ohne die Erde gesättigt und befruchtet zu haben, so die in jener Zeit in die empfänglichen Kinder herzen gepflanzten Lehren zu schöner Saat sprießen. Max G o l d s ch m i d t. Indische Teilnehmer am dritten Küstensegelflrrg. Nach einer Meldung des ,.S ch i l b‘, Zeitschrift des R. I. F., vom 15. April, beteiligen sich an dem dritten Küstenstgelllngwckibcwerb in Rositten mehrere jüdische Deutsche als Flicger, nämlich die Herren L e d e r m. a n n , Dr. Radau, Tr. u 11 a :i und Dr. Bi! eski. Außerdem wird diese Erpedilwn des R. I. F. von vier Flugschülern begleitet. Tie Mittel der Expedition, meldet der „^chiwst feien vorläufig noch recht beschränkt, doch hoffe man, den Flug mit den beiden vorpandemn Maschinen glücklich durchführen zu können. Wir wünschen den schon bewährten tapferen Piloten gutes Gelingen'. st &är kranke Säu^il^se oft SeS-zfe ^ahrimg, , Dose NM,50 in Apotheken und Drooerien. / Ausführliche Schriften vöilig unverbindlich ,/ und frei direkt curch Deutsche tsrchverke *.-G.tZw!ngs:sBerg(Kessen). MrDM^s rxäftMXg mrd Ar^ffsifchung der f ch a f f t das vorzügliche, billige, w v h I s ch m e ck e n d e V i o m a l z. Es gibt wohl kein einfacheres, bequemere- Mittel; keineerfreut sich riner gleich großen und uneingeschränkt-;: Beliebtheit wie Biomalz. Neben der Hebung des Krastgejüpls tritt saü iurmer eine rin. auffallende Besserung des Aussehens M an k ü h 11 sich geradezu w i e Der j ü n g t. Mit keinem anderen K rü sti gun mittel kann man bessere ürfoißc erzielen als W a 8 nehmen die A e r z t e? Crsahpröparme und CiscumiUel rrziclen nicht die Irrung, was Apprtrl.anretzung nrrd Krästigung crnkangt. d" Tiou-alz. In meiner »igenen FcnnUie bin ich mit der »nLcndrrrra ganz bLwttdrrs zufrtcdeu. I)r. Sl. tu Ckt. i > Do.Z von mir schon oft und mit guhx r ' - k; pVMgis verordnete täiLumkz wird nun dio.. /. : :,i *:riv-rr:i zugute koa.rneu. Dr.:7. u. miß Dionralz hat sich M meiner Frau und beiden Söhnen vorzüglich bewährt.' I)c. Frhr. v. B.? €V-y-P f rÜ.r f3'nbo n •?, 5cp;C5 £;nbcnmg3miUel v-n f.n nv\0 4vci;.'uV;r, v; 7-. 2-lchrr C eich mack, je IC'CdUl SO und Sigma l; -1 - ' je 300»Granit;:« 60 Pf. Er'chl-lich in Apotheken, Drv^cnhandlungen und rinschlLgigrr: Erb", Preis einer Low Biorncr'z N90 M-, xkiil Lecithin 5 DW mtt Eisen (für Blutarme und Bleich'üchtch?) 2,20 mit Kall extra (für Lungenlkidendc) 2,50 M. DruÄ« fchv'chtrn aaf Llunsch umsonst und poftsrek. Gebe. Palermann, Teltow-Derlin 14. ■'Te^^ fl - f y€\ rrttüt-. ■ li ri r „ A- - 1 : n K <-■ 1 n s ' Tnn-pTnTTrTr" X ) s M : k; k!1 f

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