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Central-Verein-Zeitung · 1925-03-20 · 12 (20.3.1925) · p. Seite 205

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
4 (1925)
Issue
12 (20.3.1925)
Date
1925-03-20
Page
Seite 205 (sequence 1)
Language
German
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ftfflQQZ $0000 i^c4irir 20. März 1025 IV. Jahrgang ❖ Nr. 12 Einzelnummer 10 Gslöpsennlg <&? A.'C-' </ V V MMK < * r? |!,v ■■""* K : T \ ** /Vr f,w\ >^ <j N -»fiC'0^-r> ff? k, >>^4 |i ^Ov>C^4-s £- 7.^ ^—~i £LK:zr:~~:r~- -~ . , allgemeine Zeirunö des Oudenrums EioR4Slfitoß3»as«l 4L ©olbpfermifl _^ UdßflunbGcbetftlfUunö: ©ctfin SW ÖS, Liudcustr. 13. .*. F-emsprecht-r: Kr:N Tvrrhofs 3534. 3-595. .-. DcnMortto: DrrZd-rre: Dan?. Wcchsclftr'.br G, 53erlin SW 63, Siute.nflc. «PHrfntq^ Ln-.ecgrnanrmbnre: Annoncen' E^pedllwn Bhtbolf Mosse, Berlin SW 19, und deren Filinlen. Nnreiaenpcei'e: 0.90 <3o!drnark fQu die 7 gespaltene Iei'.e rro. Mosiük Normalzttleinnrfs^r Stt. 4, Fannliena^rigrn und Stellengesuche für D!Uglieder deZ Ceiural-Beren-.s 0.4 > ©olöumcf, die 90 mm breite Lieklannzeile 430 ©oiDuur IMf ISlCtS^ / von ftrtur Schweriner. In einer mehr als einstündigen Unterredung, die ich während meines Besuches in London jüngst mit dem Chief- Stn&bi von England, Tr. H. Hertz, hatte, brachte dieser Gelehrte van Weltruf das Gespräch ans die politischen Parteien des Jnsetreiches: „Unsere Politiker, ob Arbeiter oder dldel, sind Staatsmänner. Ihr Vaterland auf eine möglichst glänzende wirtfchaftliche und kulturelle -Höhe zu bringen, ist ihr Ziel. Ter Kamps geht nur nur den Weg, ans welchem dieses Ziel 51t erreichen ist. Wir kennen keine „Patrioten" in deutschem Ginne, und das ist wohl auch der letzte Grund dafür, das; wir keinen Antisemitismus kennen." - Tie Präsidentenwahl in Teutschland sieht vor der Tür. Alle Parteien, rüsten zu in e r st e n W a h l g a 11 g , der allein An.'chein nach nur das Vorgefecht zu der großen endgültigen Schlacht im April sein soll. Weil es bei uns immer noch um den „besten Patrioten" geht und nicht t;m den Staatsmann, wird sich der Parteien Haß auch bei der Wahl des NeichsPräsiden--en anstoben. Tas ist bedauerlich. Aber wir deutschen Inden können und dürfen nicht weltfremd abseits stehen, wenn cs üch darum handelt, den ersten Beamten unseres deutschen Varertandes, mit dem wir aus Gedeih und Verderb untrennbar verbunden sind, ans den Schild ]u heben. Abgesehen davon, daß nufere Stimmen in die Wagschale fallen, wird staatsbürgerliches Pslichtbeivllßtsein uub politische Weltamchommg uns an die Kampffronten führen und an die Wahlurne treiben. Das Zentrum hat den Reichskanzler a. D., preußischen Ministerpräsidenten Tr. Marr als .Kandidaten für die ReichspräsideuLenwahl ausgestellt. Wir Nüssen, nicht erst ans seinem vor einigen Jahren an den Gentralverein gerichteten Schreiben, daß Dr. Marr allzeit bereit sein wird, anch für die berechtigten Interessen der deutschen Inden einzntreten.. Ter kentralverein hat die Katholikenhctze stets als unjndisch verurteilt. Vor genali zwölf Jahren hat Eugen Fuchs im gropen Saal der „Lese" in Köln in einer Veranstaltung des Gentralvereins ausgesprochen, daß er unbedingt für Aufhebung des zwecklosen und simrlostm Jesuilengesetzes sei. das noch immer mit Gründen verteidigt werde, von denen er gar nicht verstehe, daß sie überhaupt geltend gemacht werden können. N u x w c it 11 m a 11 s e l b st G e r e ch t i g k e i t ü b e, w e r de m a u © ere ch tigk e i t finde n. In Gestalt des badischen Staatspräsidenten Dr. H e l t p a ch warten die Demokraten mit einer außerordentlich Zlrgkräftigen Kandidatur auf. Hellpach, unseres Ludwig Haas intimer Freund, der sich der besonderen Verehrung des verstorbenen Reichspräsidenten Gbert erfreuen durfte und an dessen Bahre in Heidelberg sprach, hat durch keine überragende Persönlichkeit eine führende Rolle im demokratischen Teutschland erlangt und ist zu dem hohen Amt wie kaum ein zweiter geeignet. Ter ehemalige prenßüche Ministerpräsident O t t 0 B r a n n wird von der Sozialdemokratischen Partei präsentiert. Wenn auch in Preußen die Große Koalition seit den letzten Landtagswahlen gesprengt ist, -- die preußische Geschichte wird anerkennen müssen, daß es der Geschicklichkeit des sozialdemokratischen Führers, der in seiner staatsmännischen Begabung an Eberl enmunr, geluinzen ist. drei Jahre lang in Preußen Ruhe gegen rechts und links zu halten. Kommunisten und Hatcmkreuzlern gab er keinen Pardon. Nur dadurch war es möglich, das preußische Sraatsichisf besonnen und sicher zum Segen für das Vollsganze zu lenken. Kandidat der Terrnchcu Volkspartei, der Tentfchuatiouaten, der Wirrschaflsparrer. der Freiheitsparteiler um Wolle und der Kiinzelente ist der ehemalige Tnisburger Zberoürgerrnoiüor und Reichsminrsrer a. T. Tr. Iarres. Von Iulereffe für uns ist bewnders fein Verhalten in der Angelegenheit der Gedenkfeier vom 1. August 192;, deren Gestaltung seinerzeit in deutsch-südi scheu Kreisen starte Erlütterung bervorries. Auf unsere Vorstellung, daß ein Rabbiner zu diewr Tranerveraustalnmg für die Gefalleneu nicht hin.zngezogen wurde uub daß dadluech u>citc jüdische Kreise sich znrückgesetzr fühlten, schrieb Iarres in einem B r.i e f v 0 m 2 st. Juli 1 st 2 4 u. a. wörtlich folgendes-. „Es ist selvstocrüändlich. daß vei diestr Feier das religiöse Bekenntnis keine Rolle ipielr: weil jedoch die ernste Gedenkfeier den Eharakter eines che! dgoktesd ien st es mitrragen soll, war es natuigernaß. auch Perweier der Seelsorge .zu, dieser Veranstaltung als Redner zu bitten. 2sir guven öaoon aöge'esten. ehenralige Geistliche des Heeren hinznznziehen, weil bei einer solchen Hinzuziehung Ms ösm önhalt: 29. Von 2(riur ßil’n'jcu'ücr. 3ichard Waffennünn 23Umien{iuL .prof.gcrbinanb

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