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Central-Verein-Zeitung · 1925-02-20 · 8 (20.2.1925) · p. Seite 146

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
4 (1925)
Issue
8 (20.2.1925)
Date
1925-02-20
Page
Seite 146 (sequence 11)
Language
German
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140 Der Reiche unö öer Mme. W o ch e n b e i x a dj t u ii g. Wirtschaftliche Beweggründe bilden den starken -Hintergrund der Geschichte der Menschheit. Tie innere Entwicklung der Böller wird vorwiegend beeinflußt durch den Gegensatz der blassen, auf eine einfache Formel gebracht, von arm und reich. Lille sozialen Reformen und' Revolutionen l^aben es bisher nicht vermocht, diesen Gegensatz für die Tauer ans der Welt zu schassen. Bietleicht müssen nur da mit gewissen natürlichen Trieben des inen schlicken Seelenlebens rechnen', die wohl gezügelt und geregelt, aber nicht beseitigt werden können. So wie es innn"r starke und schwache, schwnc und häßliche, gute und schlechte Menschen geben wird, so auch arme und reiche. Tie Wissenschaft spricht von einem Erwerbssinn. Es läßt sich nicht leugnen, daß dieser bei beit verschiedenen Menschen verschieden entwickelt ist. Ter mit starkem Erwerbssinn begabte Hai unter gleichen Voraussetzungen mehr Aussicht reich zu werden. Diese Möglichkeit wirkt wieder als starker Antrieb sür den Erwerbssinn. Tie Menschheit braucht nun einmal eine gewisse ci’.mme von (vütcni zu ihrer Erhaltung und höheren Entwicklung. Es ist das Berdienst der mit dem starten Erwerbssinn Begabten, ihr die Beschaffung dieser Güter zu erleichtern. Sie verstehen cs, alle materiellen und geistigen Zr raste in den T i e n st der notwendigen Gütere r A e n g n n g z u stelle n. Turch ihr praktisches Geschick können erst die Erfindungen und Entdeckungen des Geistes zum Wöhle der Gesamtheit verwertet werden. Als Lohn ihrer Arbeit wird ihnen das Zufällen, was wir Reichtum nennen. Wenn wir ihnen diesen Lohn entziehen, so hört sür sie der Anreiz für ihre Tätigkeit auf. Die Gesamtheit würde ans der Einziehung des Reichtums einen vorübergesienden Vorteil ziehen, würde aber aut die Tauer nur um so ärmer werden. Immerhin ist znzugcben, daß der Gegensatz^von arm und reich verbitternd wirkt, zumal trenn ans der einen Seite die ökonomische Einsicht sür den Wert des Reichtums fehlt und er aus der anderen Seite mißbräuchlich verwendet wird. In der G e s ch i ch-t e Israels findet sich die Erwähnung des Gegensatzes bezeichnenderweise zum ersten Male bei dem Gesetze von der' Tempel s p e n d e. Hierin liegt s h m bolis ch angedentet die einzig mögliche Lösung der Schwierigkeit. Turch eine Fülle von Maßnahmen suchte das jüdische Gesetz die Bildung des Gegensatzes zu verhindere so das; es einmal triumphierend ausrusti Fürwahr in Deiner Mitte wird es keinen Dürftigen geben. Aber resignierend sagt es an anderer stelle: Nicht wird aushören -der Arme in der Mitte des Landes. Tiefen Widerspruch lösen die Weisen mit der Bemerkung: Das eine spricht von einer Zeit, w-o Israel den Willen Gottes erfüllt, das andere von einer Zeit, wo es diesen Willen nicht erfüllt. Es soll damit gesagt werden: W e n n I s r a c l d c u W i l l c n Gottes er. füllt, s o wird der Gegensatz zwischen arm und reich a n s h ö r e n. Gottes Wille aber i st e s, daß wir ihm ein H e i l i g t u m erri ch ten und nachdem der T e nt p e l ans Holz und Stein z e r - st ö r t i st. ein g e i st i g c s H e i l i g t u m in ein e tu durch das Gesetz geheiligten Leben. Dieses Gesetz aber hebt den Unterschied zwischen arm und reich ans. Es hindert den Neichen, durch seine Vorschriften der Enthaltsamkeit. Mäßigkeit und Züchtigkeit. durch ein prasset ijches nnd ausschweifendes Leben'mir feinem Gute Mißbrauch zu treibet;. Es zwingt ihn vielmehr, seine Schätze sür die erhabenen Zwecke der Menschenliebe und Förderung des Geisteslebens zu verwendet;. Es lehrt ihn, das als einziges Entgelt seiner wirtschaftlichen Tätigkeit, das als einzigen Vorzug anzusehen, daß er das Recht hat. die erworbenen Güter sür diese Ideale zu verwerten. Er wird sich nicht als Besitzer, sondern als Verwalter seiner Güter suhlen. So erklärt es sich, daß in bat Kreisen der jüdischen Gemeinden die Gegensätze von arm und reich niemals so scharf und ttasfev.d hervor träte a wie anderwärts. Wenn das in neuerer Zeit anders geworden ist, so liegt es eben nur daran, daß uns die idealen G r n n d l a g e n des jüdischen Lebens verloren gegangen sind. Wollen wir deshalb einen Ausgleich schassen, so ist es nicht nötig, daß nur die ökonomischen Grundlagen unseres Lebens ändern. Kehren wir zu der erhabenen sittlichen Forderung unseres überlieferten Judentums zurück, erfüllen wir den Wille;; unseres Gottes voll trnd ganz, dann wird es in Wahrheit keinen Armen mehr in unserer Mitte geben. Zum Bau des jüdischen Heilig tu ms gibt der Reiche nicht mcl)r und der Arme nietet weniger. Keiner kann es allein vollenden, jeder wird nur ein Stückwerk leisten, einen halben Schekel, aber einen heiligen Schekel, eine Hebe dem Ewigen. H o s f m a n n. m I Es ist ein Gebot der Neinlichkeit, auf ♦ Sanberhaltung der Tapeten und Wände zu achten. Die Lausfrau hakt cs sür selbstverständlich, den Boden, dreMöbcl, kurz alles, was im Zimmer ist, von Zeit zu Zeit gründlich zu reinigen. Sorgsam achtet sie darauf, täglich jeden Staub zu entfernen, aber an die Tapeten und Wände denkt sie nur in den seltensten Fällen. And wie leicht kann der darauf sitzende Staub mit .Tapeton" entfernt und der häßliche Fleck über der Leitung defertigt werden. ,/Tapeton" ist eine in gebrauchsfertiger Form erhältliche Paste; seine Anwendung verursacht weder besondere Mühe noch nennenswerte Kosten. Die Zimmer brauchen dabei nicht ausgeraumt zu werden. Die reinigencke Wirkung ist tatsächlich verblNssenci und es ist eine Freude, die Tapete wieder in ihren früheren, frischen Farben zu sehen. Denn ,Tapetotck greift selbst die zartesten Farben nicht an. 2 Die einfachsten Grundsätze der Lygicne * gebieten. Die Tapeten und Wände stets rein zu halten, weil sie die Ablagerungsstatte für jeglichen Staub und dadurch den Schlupfwinkel sür alle Bakterien bilden. Letztere bedeuten aber eine stete Gefahr sür die Gesundheit. Die Krankheitserreger mit Brot oder Tuchent wegzuwischen, ist erfahrungsgemäß nicht möglich, sie werden vielmehr dadurch aufgewirbelt und gelangen leicht in äie Luftwege. Mit „Tapcton" dagegen wird eine gründlrcheVeseitigung erzielt, denn dieses desinfizierende Reinigungsmittel bindet den Staub und tötet die in ihm nistenden Kleinlebewesen ab. Namentlich in den Schlasraumen sollten die Tapeten und Wände mindestens 1 bis 2 mal jährlich tapetomert werden. Beim Beziehen einer anderen Wohnung ist vorheriges Tapeto- Nieren eine direkte Notwendigkeit. Neinlichkcit verhütet manche Krankheit. 1 für ein großes Zimmer) in den Drogerien erhältlich. Alleiniger Hersteller: Berthold Elbert, Chemische Fabrik, Kaiserslautern Es ist aber auch ein Gebot der Wirk- O* schastUchkeit und Sparsamkeit, die Tapeten und Wände von Zeit zu Zeit mit .Tapeton" zu reinigen. Vielfach sind die Tapeten nur au einzelnen Stellen schmutzig, und da wäre cs gewiß Verschwendung, sic zu erneuern, denn clas Äswtapoziorsn fcofcct viel Solck. Wern würde es wohl z. B. einfallen, Vorhänge oder sonstige Wäschestücke wegzuwerfen, weil sie schmutzig oder trüb geworden sind. Die kluge.Laussrau macht sich alle Fortschritte der Neuzeit zu Nutz, wozu unbedingt auch das „Tapelon" gehört. Seine Anwendung ist so einfach und seine Reinigungskraft so hervorragend, daß Lausfeauen, die dieses Reinigungsmittel einmal erprobt haben,es nichtmehrentbehren möchten. Eine Tapete, die ab und zu gereinigt wird, hält übrigens viel länger, als wenn man sie dem Verderb durch Staub und Schmutz überläßt. ist demnach für den Hausbesitzer wie für den Mister ein wertvolles und unentbehrliches Reinigungsmittel. Es ist irr Dosen zu M. 2,— (ausreichend

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