Mannheim
Compact Memory

Central-Verein-Zeitung · 1925-02-13 · 7 (13.2.1925) · p. Seite 132

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
4 (1925)
Issue
7 (13.2.1925)
Date
1925-02-13
Page
Seite 132 (sequence 15)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2277379-2277569-2277576--01901-3536809
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

132 ist zuweilen nur g c i st i g e Umdentung, innerliche Erneu e r u n st d e r biblischen Legende — etwa in der Simson- Dichtung, d'e Franck zu einer sexuellen (auch für Delila innerlich vernichtenden) Tragödie cnisbant — und bei dem Gegenstück „•Jhitf)": Hier schasst franck ein Hches Lied der Erotik und vollendet dainit die moderne Entwicklung, die die unsterblich starken Rhythmen des alten Sippengedichts in ein völlig neues Leelenbereich übertrurAen hat. Bei den andern Stücken, wie dem von Ntoses und dem von Lau! und David, ist die Komposition, die Art der dichterischen Zusammenrassnng und Veranschaulichung des weitverzweigten LLvsss. die Hauptsache. Und nur in einem Fall ist auch Franck Nachdichter, freilich von höchster Freiheit und Kraft, geblieben: das gilt vom Buch Hiob. Hier hat inan es ja schon im Original nicht -mit einem langsam gewachsenen Boltsgedicht, sondern mit'der vollkommen klaren Schöpsnng eines großen Künstlers zu tun. Hier hat Franck nur in wuchtiger Weise gekürzt; aber Ausbau lind Anordnung hat er in allen Teilen stehen gelassen, und hat sich nun mit der ganzen Wucht und freien Herrlichkeit seines sprachkünstlorischeu Gefühls in diese arotzartigen Schicksalsvilder geworfen. Lei-ne außerordentliche Sprachkraft, die wohl in einzelnen Wendungen Bedenken znläßt, in ihrem ganzen tebengesüllten. vorlvärtstrcil^uden Ablauf aber stets hinreißt — diese Lprachkrast feiert gerade hier in der Nachschöpfung des Hio-b^Buchcs den größten Triumph. Alle Freunde und Verehrer des erhabenen altbiblischen Gedichts soll ton sich .den Genuß verschaffen, das Werk in dieser neuen, ganz vergegenwärtigten und mrgends verkleinerten Sprache wieder aufleben und i-m musikalischen Sturm dieses Lyrikers zu einer bisher kaum gekannten Höhe der Wirkung getragen zu sehen. — Ein großes und stolzes Werk ist diesem deutschen Dichter im Ringen mib diesen mächtigen Forlnen des algebraischen Geistes gelungen. Es wird nicht das letzte Werk sein, das ans der Befruchtung durch biblische Poesie erwächst. Es gilt für diese Schöpfungen im besonderen und für immer das Goethesche^Wort: „Und'alle deine hohen Werke sind herrlich wie am ersten Tag." - kleine Chronik. Das verdienstvolle Vorstandsmitglied der Ortsgruppe Königsberg i. Pr. Herr Lehrer Hermann Wolkowfki und seine Gattin feierten am 7. d. M. das Fes: der silbernen Hochzeit. Dein .Silberpaare, das sich in weitesten jüdischen und nichtsüdischen Kreisen Königsbergs allgemeiner Beliebtheit erfreut, wurden durch die Eyuagogeugernciudc- Königsberg, die Zweiggeiueinde Adaß Zifrocl sowie eine große Anzahl von Privatpersonen zahlreiche Ehrungen dargebracht. Vom Eentralocrein überbrachtsu Rechtsanwalt De. Grumach und Syndikus Sabatzky Glückwünsche. — Am Am. 8. Februar fand in der Synagoge zu Ederswalde die Einführung des neuen Predigers der Gemeinde. Herrn Joseph 23 o I f f, bisher in Lüneburg, stakt. Provinzialrabbiuer Dr. 6 cil o . monffi (Frankfurt a. O.) hielt die Festpredigt und gedachte auch der Verdienste des emeritierten Predigers Hamburger, Her nun in hohem Alter nach gesegnetem Wirken sich des Ruhestandes erfreuen darf. — In Sulz, bürg (Baden) starb das älteste Mitglied der Synagc-gengemeinde, zugleich der älteste Bürger der Stadt, Herr Julius Weil, im Älter von 94 Jahren, der sich rim Gemeinde, und Stad: sehr verdient gemacht hat. veremsnachrrchten. Verband Berliner Ortsgruppen. Ortsgruvve Osten. Dienstag, den 17. Februar, abends 8 Uhr, Andreas, festfäle, O 27, Andreas st roste 21, tlcir.rc Saal. Gründung der Frauengruppe Osten. Vortrag Frau Margarete Fried: ,,F rauen recht — grauen. Pflicht!" (Aus der Arbeit dcc Fraucngrnppcn des C. V.) Ortsgruvve SW, SO. Montag, den 23. Februar, abends 8 Uhr, Citp. Festsäle, 14, Dresdener Straste 52 Ü3, A u s s p r a ch e a b e n d. (Jugend, ncbcit, Frauenarbeit, Aufklärnn'.gearbcit, Abwchrarbeit.) Vereinigte ,I-raULN«irnVVcn. Voranzeige: Donnerstag, den 28. Februar, I. Srnderoeran.staltung. Oderstudicurat Direktor Dr. Hans Henning wird über moderne Grziehuugsfrageu sprechen. Ortsgruvve Friede,lau-Llcglitz. Voranzcige: 10. März, Purim-Val!, Ratskeller Friedenau. _ Staatsbürger oder Sckutzjnde. Am 24., 2o. und 26. Januar sprcu.) Frau Else D o r ni i tz e r (Nürnberg) in drei württemberg.sihcu Ortsgruppen, nämlich iu Crailsheim, G ö p p i n g c u und H c i l b r o n n , unter dem Thema „Staatsbürger oder E ch u tz i u d e", über die Bedeutung des Eeuiralvereins für die deutschen Juden. Die Redncrin entwickelte in rnehr als cinstündigein Vorrrag in glänzender, wirlungsvoütr Rede ein Bild von den Gefahren, die der Ehre und den bürgerlichen Rechten der deutschen Juden infolge der wahnwitzigen Hetze der Völkischen droht, und von der Tätigtet: und Ausgabe des Gcurralvcreins gegenüber dieser Gejahr der Entrechtung. Die Versammlungen waren außerordentlich gut besucht und lca- I>aj’tcr Beifall dankte Frau Docmitzer für ihre aus reiches Material gestützten Ausführunacu. Svortlicbes. Am 1. Februar fand in Berlin ein Ge hell sch aftst pick der I. Cchülerrnauschast des S. G. Hakcah und der l. Schülermauuschaft der Tennis. Borussia statt. Trotz des technisch feinen Spieles der Tennis-Borussia mussten sic sich den: Kampfgeist der kleinen Hakoah.ner beugen. Das Resultat war 1 : 1 zugunsten des Hakeah. Hakoah!l—Tennis-Borussia IV 1 : 1. Die General- Versammlung des Hakoah wählte zum ersten Vorsitzenden Herrn Leon Koppel und zum zweiten Vorsitzenden Ismar Freund clustimmig. — Anr Io. Februar findet das fällige Verbandsspiel zwilchen den B. F. B., Berlin I und den: S. G. Hakoah I auf dem Platz der Turugemeinde (Tib), Baumsch'.rlenweg, Köpcnicker Landstrastc, um 3 Uhr statt. Da cs sich uni die Vorentscheidung zur Meifterfch-ost handelt, verspricht das Spiel sehr interessant zu werden. Jüdische VolksüiblioLbekcn nur dem Lande. Die Franksurk-Loge stellt für füdische Landgemeinden in HesscmMar;au und Hcsscn-Darm'stadt, d'.e zur Veschaisung eigener BibUothrken austerstaude sind, leihweise eine Anzahl jüdischer Volksbiollotsieken zur Verfügung^ Lehrer oder Vorsteher solcher Gemeinden wollen sich an l)r. plli!. David H a r t m a n n, Frankfurt a. M., Schessclstrostg 28. wenden.. WC ©rpulesis eine Qefelir 1 \ \ \ fiir Ihre Geiundheit. Gebrauchen Sie l \ \\ Dr. Hsrzbergs FÜCOPOPLÄT Name gesollt) geschützt. Natürlich r:nd unschädlich 1virlen.de vegetadUiiche E n t ) c t t lt « 5 -3 i a b 1111 c;t. SenercttvsvLrieb: Vvltevus-ÄpoLheke- Bev!in W9. vlL 4,30. Man verlange ausführliche Literatur. pülkUNg 4,30. wenn Sie Ihre Gesundheit und ein gutes, blühendes Aussehen erhallen wollen. Ihre Nerven erholen sich, Ihre LlrbeiLstcaft hebt sich. Sie leisten G MssÄMZ mehr in ihrem Beruf, Biomalz kräftigt und erfrischt den ganzen Körper ungemein. Schlaffe, welke Züge verschwinden, die Gssichksfarbs wird frischer und rosiger, der Teint reiner. Bei mageren, in der Ernährung heruntergekommenen Personen macht sich eine Lebung des Tlppetirs, des Gewichts und insolgedepen eine mäßige Nundung der Formen bemerkbar^ ohne daß überflüssiger und lästiger Fettansatz die Schönheit der Formen beeinträchtigt. ' Bi 0 malz ist allen durch Ae b e ra r b e i t u n g. Krankbeit, Nervosität geschwächt e n P e T~f 0 n e n zu empfehlen. Bon Professoren und Aerzten glänzend begutachtet. Erhältlich in allen Lrpotheken und Drogerien. 'Preis einer Dose 1,90 Mark, mit Lecithin 5 9)£arf, mit Eisen (für Blutarme und Bleichsüchtige) 2,20 Mack. ,nik s^alk extra (für Lungenleidende) 2,50 Mark. Man verlange nur das .\v:c Biomalz, nichts anderes, angeblich „Ebensogutcs^ Achte genau'aus dar Etikett. Druckschriften, versenden wir auf Wunsch umsonst und posttstc;. Neu: B i 0 m a l % - 0 d) c 101 a t» e, hergestellt von der bekarn.tcir Äoffmaun.S-chokolaVe-^ommandir-Ges. a. Akt. Eine ganz besonders von Kennern geschätzte Tafelschokolade. In allen einschlägigen, bessern! Geschäften zu haben. Preis 60 Pf. je.lOO-Gramm-Tafel. Ge b r. P ate r m a n n, Teltow-Berlin 1-l. PIANOS ) 'Alleinverfrieb für KuxfLiiftendamm^ö U 8 Zosllee, Wolfsrs, Drosge k! 8 Berlin, FlenSburarr Straße 7 - Moabit 7204,5. j! 8 vsi5sien'.n-2er;cVür6ers:rk7reLLl:enrn-:en). 8 8 tnraackierLnaLN. Teen'" 'rn. Ho-rysiaster» «r ‘ | Leerdwdllll'k, üs-ärilneum. st kB.nft Markenhandln i’»« Sp«2lalcr2cü|;nlf/e für all« Le^Iernricn, Nur in ^dj.uh^iöiaücn xu haben. ikauft Manxonhandlansf _ j Ball, Wllhelmstrassa 46. Nauruer Straße II /I2 - D. Meve T elep hon 2043

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.