Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 4 (1925)
- Issue
- 3 (16.1.1925)
- Date
- 1925-01-16
- Page
- Seite 46 (sequence 19)
- Language
- German
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46 der jugendliche Mose. Wochenbetrachtung. Die Mutter trabte es nicht über das Herz gebracht ihr Krn-d den Schergen auszulleferu, welche den Blut best hl des Tyrannen vollziehensollten. Wohl war es nicht ihr erstes Kind. Doch die Gatten Untren sich getrennt, um nicht in Gefahr zu kouunen, ein Pfand ihrer <r»n' f an Vwtrliivncm, 9f fu^r fuvt?*1 V tpfw' Itrrh (S^nffn'S hol IVIthrT P Zärtlichkeit "zu verliefen. Aber leiste Liebe und Gottes besondere Fügung hatton> sie wieder zusammengeführt. Und so mußte es wnunen. Den Erlöser seines Volkes, der große WahrheitsküoDer der DtonsthhAt konnte nur einem Bmi'de entsprießen, den innige Liebe und des höchsten Gebot gesegnet hatte. Strahlender Glanz erfüllte das Hans, als er geboren wurde. Ein leises Raunen lies durch das ganze Aegypterland. Eine Ahnung erstlli.'e die stumpfe Masse, daß etwas Großes geschehen!, das; dieser 4log der Vorbote gewaltiger. Umwälzungen sei. Man flüsterte es sich, zu, die Zeichendeuter hätteir es gcwahrsagt. es sei heute ein Heiser, ein Retter geboren worden, der ein unterdrücktes Volk befreien werde. Sckpn gingen des Geumlt Herrn Boten herum von Haus zu -Haus, den Säugllu-g zu suchen^ die Gefahr im Keime zu ersticken. Doch einer Mustter Klugheit und Opfer sinn rettete den Netter. Aengstlich hütete sie den Kleinen!. Es war ein gutes, stilles Kind. Kein Wes Lied konnte ihm airs Mutter munde ertönen, kein helles Jauchzen der Mutter Herz erfreuen. mm konnte sie es nicht länger verbergen. Gott sollte entscheiden der die Bestimmung trifft über Leben- und Tod. Doch als rechte Tochter Israels verlaßt sich Jochebed nicht auf ein Wunder. Sie tut, was ein Mensch nur tun kann>. Sie vertraut den Kleinen in einem bergender^ Kästchen, wohl geschuht und bewahrt, den Wogen dos Stronces an. Sollte dieser, der ein ganzes Land nährte und versehen. Und nun führte die göttliche Fügung die Königstochter herber und senkte Erbarmen, in. ihr Herz. Sie ist zuerst M e n s ch und dann erst Acgypterin und Königin Die kalte Staatsräson hat das wa r " ' Frauen All die < t, , _ ___ erhalten. Nein soll sich die Art erhalten-. Erst wenndie Seele in chm ihre Flügel entfaltet, soll sie das Gepräge des fremden Geistes empfangen. Und die Mutter bringt ihn zu des Pharao Tochter. Sie küßt ihn mw umarmt ihn, als wäre es ihr eigenes Kind. Und immer hielt sie ihn im Pcckaste des Königs. So sckstm war dos Kind. Alle wollten es sehen-. Und lver es sah. kounl-e seinen Blick ntd)t von ihm wenden. Sogar der harte und grausame Herrscl^r fühlte ein. niensclz- LcheS Rühren. Er küßte und umarmte den anmutigen. Kleinen. Ta. o Schrecken was geschieht? Der Knabe greift nach des Königs Kw-ne und setzt sie sich an, das Haupt. Einfurchtbarer Aufruhr erhebt sich in den lveiten Hallen des Palastes. Von allen Seiten eilen die Diener, die Große:; herbei. Die Wahrsager erinnern an die alte Pn^ezeiung. Sollre man ihn nicht sofort töten, den Unhold, der das Land ins Verderbe» stürzen würde? War es nicht ein Fingerzeig der Götter, der den Knaben im Spiele feine böse Ars verraten ließ? Rach der Pharaonen Krone darf auch ein Kind im Scherze nicht greisen. W-Ä erfüllenwerde. „Tötet nicht ein unschuldiges Kirld wegen seines gedankenlosen Spieles", so ruft er. „Man stelle es auf die Probe. Hier nach der Sclchpel soll es greifen. Hier ruht gleißendes Gold und feurige Kohle. Wollen sehen, was er wählen wird." Jlraeh an der Wiege deines Volkstums, rvard dein größter Sohn ans die Probe gestellt und sollte wühlen zwischen» dem G ü le r n. d e-r Welt und der feurigen Flamme deis ewigen Geistes. Soirre Ätcusch-enuatuo hieß ihn das Gold ergreifen. Doch Gott stieß ihn durch seinen Engel zurück, und er faßte die jeurige Kohle und steckte sie in den Mund. Tarn löst sich die Spannung. Alles wurde heute2 und lachte. Neun, wer das Gold verwirft und das st! e r ch des Geistes wählt, der kann den Mächl-ig-en der Erde nicht gefährlich werden. Er wird ihneir stets als einharmloser Narr erscheinen., Israel, erkennst on das Gleichnis? Immer wieder strebt deine merrschlicho Art, sich die Krone des Goldes aufs Haupt zu setzen. Aber der Allgütige hat dir seinen Engel gesandt, eben jenen Moje, der dir dein wahres Reich das Reich des Geistes eillhüllte. Hoffmann, Das ^lte Testament im Hilöe". Von Professor Dr. iiig. Alfred Grotte (Breslau). Wie eilw stumme und dennoch oielsagende Aluvehr, wie ein ragendes, hohes Monmn-ent ist in dieser wilden Zeit, in der die Leidenschaft politischen Kampfes selbst vor Altehrwürdigein, durch die Jahrtausende Gclstiliglem nicht halt macht, ein Bserk erschienen, das sich an alle Gebildeten iiKiibet. und^ihncn die EroigkeiLcaverte besten vor Augen führen soll, was der Schild in der Abwehr der Inden war und ist: die Bibel. Während fast alle Völker des Altertums uns Monumente von unsagbarer Pracht, Größe und selbst in heutiger Zeit imponierender technischer Kühnheit hinterlassen haben, und alte Wett erschüttert steht vor -der unsagbaren Pracht und kunstgewerblichen Vollendung des Inhalts eines jüngst geößne'en ägyptischen Königsgrabes —suchen wir vergeblich nach künstle rochen Aonßerungen eines Volles, das im Altertum eine so große Rolle spielte und als einziges seine Kultur durch Iahrmusende herübergerettet hat. ^ein Erbe aus großer Zeit ist die Bibel, das schlich!e, aus Pergament geschriebene Gesetz. Aber dieselben Völler, die das Judentum in diese'n vielen Jahrhunderten bekämpften, sie haben dessen Erbe in unzir igen Kunstwerken verherrlicht, verewigt. „DH. schönste Rache lvard dir nie. Bon deinem Dickster borgen sie der P s a l m e n heil'ge Dcelodie, die Lieder, wenn sie beten wollen. . . Dieses poetische Wort^L. A. Frankls hat auch seine Bestätigung inder bildeirden 'Sakralkunst aller Zeiten erha-teu. Als dev Verfasser obigen Werkes. Herr Theodor Ehren stein in Wien, staunend aus seinen Reisen in Venedig, Florenz und endlich in Rom iu allen Kirchen eine Wiedergabe biblisther Motive in Gestalt der sattsam bekannten unsterblichen Kunstwerke sah, als er die gigantischen M?armorgestalten von Moses und David, die Wnnderwelt der Sirtiirischen Kapelle u. a. erblickte, da faßte er den Entschluß. die'es Material'zu stammeln und zu einem Bildwerke zu vereinigen. Was sich ihm nun iu überwältigender Fülle darbet, war zu sichten. Aber er ging noch weiter. Ans allen Teilen der Welt suchte er einschlägigen Stoff. Aeltcne illustrierte Handschriften, Prachtbibeln der mittelalterlichen Könige, das Kunstlallen der ersten Christenheit in ihren Darstellungen aus Sarg platten der Katakomben in Rom und Neapel, all dies wurde heraugezogen. Tie schwerfälligen schwindet bei Gebrauch von Dr. Herzbergs SKimc rjefe: IHi aeschühs. Natürlich und unschädlich wiründs vegetabilische EntsetrungZiabretten. GenernloarLriab: Bsltevn2-lblpoLheks> Berlin W9. Man verlange ausführliche Literatur. Die glänzende Bekömmlichkeit ist’s, weiche jede Mutter veranlassen wird, ihren Kindern immer wieder Ramoger.-Speisen zu verabreichen. Vorschriften frei und unverbindlich durch Deutsche!^ lieh werke A—G.,ZwIngenberg(H.)« OOüu jlou l fäo- -enZf -&B- (RESp - Sßtcucfa.,