Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 12 (1851)
- Issue
- Heft 28
- Date
- 1851-01-01
- Page
- Seite 799-800 (sequence 63)
- Language
- German
- Belongs to
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798 Letteris, Emek Ha-Bacha von JosefHa-Kchen. Munk, More Nebuchim. 796 Und so lang ich selbst noch lebe, t Maßt du Höllenqual erdulden, - Röcht vermag ich es zu wenden Als Fürsprecher oder Anwalt. Kommt der Morgen, der in^s Jenseits Einstens mich hinüberführet, Dann ist der Erlösung Stunde Auch für dich herangekommen. Denn nicht wird der Herr es dulden, Daß der Jünger weilt im Eden, Und der Meister, der ihn lehrte, In der Holle Qualen leidet. Und wie Solches er gesprochen, Hat Elischa Fried und Ruhe, Und aushöct des Rauches Wirbeln, Das die GrabesstätL' umhüllte. Die Lade Josephs. (Von Veit.) Aus eitle Dinge, auf Genuß und Macht War alles Volk in Israel bedacht; Nur Moseh hat, mit edlem Thun beschäftigt,^ Im Stillen sich zum nahen Zug gekräftigt. Erneut ist das Gedachtniß in den Frommen An jenen Schwur, den Joseph abgenommen: Wenn Gott der Herr euch aus dem Bann wird thun, Laßt mein Gebein nicht hier im Lande ruhn! Wo aber war dir Stätte, wo der Sarg, .. Der Josephs Leiche seinem Volke barg? Wie Sand der Wüste frische Spur verweht, So hatte dumpfe Knechtschaft abgemäht Jedwedes Halmchen der Erinnerung; Nur für die Stunde lebte Alt und Jung. So suchte Mosch lamg auf irrem Pfad, Bis er vor Serach/Aschers Tochter, trat: Wo ist die Stätte, Serach, wo der Sarg, Der Josephe Leiche seinem Volke barg? Da sprach die Seherin, die trostesreiche, Die jugendsprühende, die altergleiche, Die einst vor Jacob ihre Harfe schlug, •< Als er um Joseph herbe Trauer trug, , Und viele Menschen alter überdauert, Die sie Ln Schmerz um Israel vertrauert, Sie gab ihm Kunde: . . . In metallnem Schrein Verschlossen die Aegypter sein Gebein, Und senkten ihn in Nilus Fluth hinein, Daß seine Wasser segenbringend sei'n. Und Moseh ging und kam zum Nil und sprach: Erscheine, Josephs Joseph, werde wach! Die Zeit ist kommen, die der Herr versprochen, Er hat die Fesseln seinem Volk zerbrochen. Willst du hervorgehn aus der Fluchen Schöoß? Wo nicht, so sind wir unsers Schwures los. Und sieh, sogleich schwamm die metallne Lade, Wie Kork behend, zu Moseh an's Gestade.' Und Josephs Lade zog vor allem Heer Mit Gottes Lade vor dem Volk einher. Wohl Mancher sprach: Was soll uns dies bedeuten, Daß diese beiden mit einander schreiten? . Soll dies die Lade des Lebendigen sein, Was hat er mit dem Todten denn gemein? Doch Moseh sprach crnstmahnend: Dieser tyat, Was Gott in jener euch'geboten hat. ' nny im ms^nm nmpn "idd . Kran püy NDnn. fn'Dn '*)oi* '-i. nty:n iiznpn "©lon dnqbtrusn "vyo . kritischen Noten begleitet, herausgegeben von Dr. M. Äetteris, u. s. w. Wien 1852. kl. 8. S. 177 und XV. Nach drei-Handschriften der Herren L uz za tt o, Alma n z i und Ghirondi und einem Codex der Wiener k. k. Hofbibliothek hat Hr. Dr. Letteris — als Meister des hebräischen Styles längst anerkannt — die Leidenschronik der Juden von 70 bis 1575 in einer sehr schönen und correcten Edition herausgegeben. Der bekannte Chronist R. Josef ha- Cohen schrieb nämlich zwei Recensi'onen seines Emek Ha- Bacha. Die eine beendigte er 1563, die andere 1575. Später führte ein Unbekannter die Chronik fort bis 1605. Die darin vorkommcnden geographischen Namen haben die Herren Luzzatto und Letteris zumeist durch lateinische Buchstaben in Parenthese verdeutlicht, und beide haben sich um diese Edition große Verdiensteerworben. ' Denn außer der Aufzählung und Detaillirung der Judenverfolgungen hat R. Josef ha-Cohen noch viele Beiträge Zur Geschichte der Juden im Allgemeinen geliefert«. Wir müssen aber noch ,hervorheben, daß das fronn auf Kosten der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien gedruckt wurde, was derselben zum größten Ruhme gereicht. 'Sie hat die jüdische Wissenschaft vollständig anerkannt, und kann hierin ihren Schwestern in andern Staaten als Muster voranleuchten. — Vielleicht entschließt sich Hr. Dr. Letteris, seine ausgezeichnete Fertigkeit im hebräischen Styl dahin, zu verwerten, daß er den alten Josefus in ein hebräisches Gewand kleidet, und ihn so seinen Glaubensgenossen als den ihrigen zuführt. Hr. Dr. Letteris würde durch einen hebräischen Josefus ein Nationalwerk für alle Zeiten liefern. ' p’Nnbtt rfPN'W.p übx . Premiere parlie du Guide des Egares. Exlrait de l’edilionarabefrancaise du Guide, publiee par S. Munk, Paris 1853. gr, 8. I Hr. M u nk, der seit einer Reihe von Jahren sich mit dem l arabischen Original beschäftigte, liefert hier in einigen