Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 12 (1851)
- Issue
- Heft 25
- Date
- 1851-01-01
- Page
- Seite 607-608 (sequence 63)
- Language
- German
- Belongs to
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Literarische Miscellen. — Nekrolog. 607 603 nD’p aa n’D’ m!?i N'^>L' ttb p'Dbi in« pjy n\d nw . rno UJa ma maj nvnb )b □ny ntn ntt'yDm Diese Begründung ist viel richtiger als die von Maimuni (s. Chinuch zum Abschnitt nfiN) versuchten Erklärungen. —- Ebenso wird' in Beziehung auf die Osifer bemerkt (MelraL^Enajim zu )wyw pyl? rwu n5>dhdi np?n nw by (nnw osn) nb)yb psni ü*h) rnm ybw iworfr to'ü nmipn nruN in niM bw -ü ip np , ii'tyn d^jjhd tewn ntnm pVn u nnn pna ihdw nta diü rnv rom yyü idh natf? nbyobü ]yhyn un nnn1? iw iwyrw ♦ pby pnnnn nrn tswn Solche Deutungen auf der Grundlage einer Naturanschauung fanden natürlich mehr Allklang als der Rationalismus Maimmn's, der das gläubige Gemi'tth, das in göttlichen Verordnungen keine dm Zeitbestrebungen gemachte Concessionen gelten lassen will, unbefriedigt lassen mußte. A. I. Literarische Miscellen. Von Ad. Zellinek. 1) Eine Lesart im Talmud. Zn der Leichenrede, die Bar Kipuk beim Lode RAbina's hielt (Moed katan, 25 b), heißt es am Schluffe: . 0'a.1 '!2 Dy Nv l12N!1^3 f)J3W ^>1133 Dieser Satz gibt keinen rechten Sinn. Denn welchen Einfluß hat es auf kleine Bächlein, wenn die Angel in einen reißenden Strom fällt? Ist das Fallen an und für sich nicht etwas Zufälliges? Angelt man gewöhnlich in reißenden Gewässern? Mose Almosnino in seinem t!3 yDNTD 206a gibt eine plausiblere Lesart. Er hat nämlich in einem correcten handschriftlichen Talmud des Don Mei'r Benvemste folgende Lesart gefunden: wjn .io nmn.n^M *pw bmn . Dies gibt einen logischen Zusammenhang, da ein kleines Bächlein der Gefahr ausgesetzt ist, wenn ein reißender Strom austrocknet. 2) Ein Urtheil über Salomo Jbn G^ebiro l. Isaak °Arama bemerkt in seinem Commentar zu den Sprichwörtern (s. 1. S. 3. tu ohne Paginirung), letzte Seite, nachdem^ er der Sitte der Pajtanim gedenkt, ihren und ihres Vaters Namen als Akrostichon in die Gedichte zu verweben: ,-£nnn in r&snn njo toshs rra ipn "oyt? v wi ^n mptff idd row bai rva bn nnn nurow naptffn1? isr ntinp pboo -nwon b"r bn’3j p nu^ Yn 0113 13v nrutff Q’DIIN 00/ 113 D D'1)D3n Dl’ bol rnarrnbit 00/ rnuna roarn n^yn Ni?t£> ay nna iw i^nd n’oys noa auoi P3N dem m nia'aw.a ni’niNn csaa ^ni ia rvtaa dwi moaty tniDDn de* man nnia D’öys 'a dn 'a nsp nyi ’sVnpDa aa?3 n^ Enipon moipoa it>N □'di’S 'N'na aaai , aaDfr pnobian rfena moy yid |pw ’D1? dni n .aanö m 'ci"Nv — . yan id hj'n) asn» 3) Eine Lesart der Septuaginta. Ex. 22, 4: 'Dl D*D IN.iTiitf o übersetzt die Septuaginta in dem Sinne: weidet er nur einen Theil ab, so bezahlt er soviel wie a'bgeweidet wurde; wenn er aber den ganzen Acker abweidet, so muß er das Beste bezahlen. Ebenso der samarit. Pentateuch. Vergl. Frankens neuestes Werk: über den Einfluß der palästinischen Exegese auf die alexandrünsche Hermeneutik^ S. lO8 (Leipzig!851, 8.). Ich glaube^ daß ein Vertent der Scpt. folgenden Text vor sich hatte: in der) rrrp HN (für nbw üro Bedeutung das Abgcweidete, wie ^2 im Verbum (für -ihn) im rn^3 npi . Später ist noch die Uebecsetzung nach der Lesart des masoretischen Textes dazu gekommen. 4- * ■* ND^H. Im Talmud wird unter diesem Namen eine zu Askalon verehrte Göttin erwähnt, die dort ihren Tempel hatte. Was war dies für eine Göttin? Es ist die Göttin des Schicksals, Fortuna, denn arabisch heißt Glückwechsel, Katastrophe. Zu Jecheskel's Zeit mag dieses Wort noch seine Appellative Bedeutung gehabt haben und das dort 7, 7 genannte rfPDy mag nur aus cranspormt sein, und der Prophet hat es vielleicht durch nriN njn b näher umschrieben. Am 4. Januar 1852 starb M. S. Ghirondi, Oberrabbiner zu Padua. Geboren in dieser Stadt im Oktober 1799, ward er 1824 Religionslehrer und hat 1831 die Würde eines Oberrabbiners erlangt. Er wird von seiner Gemeinde sowie von allen italienischen Israeliten tief betrauert und hinterlaßt das Andenken eines frommen, milden, gelehrten und eifrigen Rabbiners. Er schrieb Folgendes: 1) rron rra über artesische Brunnen und deren Nachweis im Talmud. Abgedruckt in -)V> nn,1N I. Wien, 1834. 8. 2) »TW *p$n M, über Moral und Askese. Pisa, 1818, 8. 3) Briefe im Kerem Chemed: 11, 52 über Mos. Chaj. Luzzatto; 111, 88 Biographieen italienischer Rabbiner; SV, 13 über das Jahrbuch Kerem Chemed. Wahrscheinlich werden die Arbeiten, die in seinem Nachlasse sich vorsinden, dem Drucke übergeben werden. — »TTO^ pHSf *1DT! — Druck von I. H. Nagel. Verlag von C. L, Fritzsche.