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Der Orient · 1851-01-01 · Heft 25 · p. Seite 545-546

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 25
Date
1851-01-01
Page
Seite 545-546 (sequence 1)
Language
German
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Die Kabbalisten - Familie. 54i> 545 Die Kabbalisten-Familie R. Scherira Gaon, R. Elifa Ha-Saken, R. Häja Gaou, R. Zekutisl und deren Anhänger Salomo Jbn G'ebirol.* (10—11. Jahrhundert.) Wie in der Familie des Mose ben Na chm an die jüdische Gelehrsamkeit heimisch blieb* l 2, so treffen wir in der Familie des Gaou H aj a Spuren von der Kenntniß und dem Studium der KabbalaScherira der Water, dessen Schwiegersohn N. Elija h a - S a k e n 3, des Letztem Bruder R. Jekutiel und der Sohn Scherira^s Haja haben uns Spuren ihrer Thätigkeit auf dem Gebiete der Kabbala hinterlassen, die uns von den spanischen Gelehrten Abraham ' Jbn ''Esra, Mose ben Nachman, Bachja ben Ascher, Schem-Tob — den: Verfasser des niJiDNH 'd, Mose Botarel und Meir ben Gubbai aufbewahrt wurden. Bei dem literarischen Zusammenhang, der bereits in den ältesten Zeiten zwischen Babylonien und Spanien stattfand, ist es auch natürlich, daß gerade Spanien die ältesten Ueberreste der jüdischen Gnosis uns erhalten hat3 5. Die historische Kritik hat gegen die Echtheit der Fragmente, die Mose Botarel in seinem Jezira-Commcntar an führt, Zweifel erheben6 7; allein wir werden weiter unten, wo von dem Gaon Haja die Rede sein wird, die erhobenen Bedenken zu entfernen versuchen und wenden uns jetzt zu jedem einzelnen Gliede dieser berühmten Gelehrtenfamilie. R. Scherira Gaon. Mose ben Nachman berichtet in seinem Pentatcuch-Commentar Gns. 5, 1, sowie in seiner zu Saragossa gehaltenen Derascha (Prag, 1595), Bl. 9c: ihn D'Dnn nom pwn tone? 'n am: piDD moa pi»N jnspp pra-ijy nnoi mb nmn nanb idt vnriN bv piDS) moa fnsppt din nn^n idd m pni min nno poio pw DNna napj; 7"pb pJO’D ia . Die Basis der mystischen Phi- ") LB. 1849 e. 80 ist auf den kulturgeschichtl. Moment dieser Familie,S.Jlm Chofni mitgerechnet,aufmerksam gemacht worden. 1) Vergl. 1,72 z Sachs, die relig. Poesie, S. 325. 2) 'R. Haja Gaon ist auch der Erste, der den Ausdruck ■nbapn nODH gebraucht z s. Botarel Jezira-Com- .mentar «d. Mant. 5O h. Won ihm entlehnte ihn Salomo Jbn G'ebirol in ^n NNO )1pn, äl> ed. Riva di Tr. 3) u. 4) Siehe Luzzacto's Schlußbemcrkung zu dem Trauertiede Jbn G^ebirol's auf den Tod des R. Jekutiel in 12W npjfl, Leipz. 1846. 5) Vergl. auch die Bemerkung Jakob Cbabib's in 'En Jakob, Chagiga, 2. Abschnitt, wo er nach einer angeführten rnwn 'dks R. HLja sagt: ’>npnv*“it^ HD DD1Ü DT jno idi Mn*> Dan n*aa nsd:d 120a hdd — . Nr,m!?NBNp mD^DD 6) Rapaport, Leben Hklja's, Anmerkung 33. 7) In der Derascha fügt Mose ben Nachman hinzu siognomik und Ccheironomie ist jene überschwengliche Anschauung, welche das Höchste und Niedrigste in die intimste Verbindung setzt und der Alles in der Natur einen geheimen inner»: Sinn hat. Die Lineamente des Gesichts und die Linien der Hände sind ihr das äußere Gepräge des innen: Geisteslebens! Würde rmn Scherira auch nicht hinzugefügt haben, daß die Bildung des Gesichts und der Hand als Kntonnm diene, um zu unterscheiden, ob Jemand windig sei, in die geheime Gnosis des Gesetzes eirigcführt zu werden; so konnten »vir doch schon schließen, daß die Mystik zu seiner Zeit und in seiner Umgebung »vcit ausgebildet ge»vescn sein müsse. Die Anlehnung an Schriftverse zeigt uns ferner, daß die mystisch-allegorische Auffassung der Schrift das Hauptelement der Kabbala zu seiner Zeit ansmachte. N. Elija Ha-Saken, der Schjviegersohn des Gaon Scherira, hat seine kabbalistische Thätigkeit ans die Erklärung des Sefer Jezira gerichtet, das überhaupt im 10. und 11. Jahrhundert den Mittelpunkt kabbalistischer Forschung bildet. Moses Botarel hat uns in seinem Jezira-Commentar 28 a», 53 a, 851), 86 a folgende Bruchstü cke aus R. Elija Ha-Saken's Schrift 'nb njJütfn.rfl erhalten Jezira I, 1: ana!?aipon ]ptn irp*?N mm v nDN rn'2' nso fya :>i^n nn rrw.'D by nwaa ymnb rm^'o nana •wonsov-iöD on ntaann nia^u "iDni -in wo nnp dinpi . anal “pN Nin nDD , niD’Dl nDDl nDD DH) DWjy D D-)13W n^h nDDi , mwi mnijo ia rm ninan o namn ono nnNaw nsora dn n^yn &b nmim pjon ba poyn -jipd* pi mnNTO *>sa \nvn do'-d ia. mnv nn« dh -o nöN hnin noann ^an iDv, , nnnnn m DN-iä napji mr piDDa bni pN.in anaa^ noi ppoyniö^ ona pis^pn^D iwjy poiüa^m fjan nfaar* nußn niDDn ana Nsra.D'nann i^n bi din ^a na naw inaNBOi nmnn Papa ma mbipo? jn rmnd« D’Diofran wai d^d ma DmnvVM Day niaann m\Dna >^ap 'iv ]Naa mn naai ai^nani ^yb D^Nbj D^&n nnwa naiN mm i? näan '^NDby »najy 'n mm nvan. Eines bipon;n gedenkt Mose Borarel, 43», als Berf. eines Werkes pmsn rnmn, und da zur Zeit Mose b. Nachman's die Physiognomik in Blüthe stand, so kann es uns nicht überraschen, daß der Sohar (Abschnitt nrvO rhr auch seine Aufmerksamkeit schenkte. 8) Daß diese Fragmente echt smd, geht daraus hervor, daß Elija Ha-Saken blos feinen Zeitgenossen Dun a sch ben Temim als Grammatiker und keinen Spätern citirt, der nach Abraham Jbn Esra gar nicht mehr gekannt und erwähnt wird, unt> der seine Schriften arabisch schrieb. Da Dunasch oder Ado n im ein Wa by l on i er war (Jbn "Esra in vergl. auch Murik, jo«mal asiatique, Juli- Heft 1850, S. 14, Anmerk. 2), fo waren dessen Werke dem Elija am besten bekannt. 35

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