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Der Orient · 1851-05-03 · Heft 18 (3.5.1851) · p. Seite 273-274

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 18 (3.5.1851)
Date
1851-05-03
Page
Seite 273-274 (sequence 1)
Language
German
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Berichte, Studien und Kritiken Zwölfter kür Jahrgang. — jüdische Geschichte und Literatur. — Das Abonnement auf ein Jahr ist 3 Thlr. Herausgegeben Don dieser Zeitschrift erscheint wöchentlich 20Ngr. Manabonnirt bei allen Postämtern ein Bogen- und zwar an jedem Sonnabend und allen Buchhandvon regelmäßig. lungen auf ein Jahr. Dr. Julius Fürst. 18. Leipzig, den 3. Mar. 1851. Inhalt. Kritiken. Zur jüdischen Religionsphilosophie. Munk. Vom Red. — Studien. Zur Kultur - und Literaturgeschichte der Juden in Asien. Vom Red. (Forts.) — Die Aufnahme der profanen Wissenschaften unter den Juden. Von M> letu delso hn. ( Forts.) — Ueber den gegenwärtigen Zustand der jüdischen Literatur in Deutschland. Von A. Treuenfels. (.Forts.) Literarische Analekten. Sabbat Ha-Gadol. Von Jellinek. Kurze Uebersichten. Zur jüdischen Religionsphilosophie. La philosophie chez les juifs, par 8. Munk. Article extrait du Diclicnaire des Sciences Piiilosophiques et augtncnle de Notes historiques et bibiiograph. par L’Auteur. Paris 184S, 8. (Fortsetzung.) Bei Gelegenheit der Erwähnung des Rellgionsphilosophen David el-Mukamines, geichviel ob er Kara'er oder Rabbanit war, ist der Wunsch ganz natürlich,'"daß die karäische Relkgionsphilosophie, wie sie sich seit *Anan und Bin jamin Nehavendi geltend gemacht, selbst in einem so kurzgesaßten Ueberblick nicht ganz hätte übergangen werden sollen, und daß Hr. M. uns über das pbtf DNro oder »Emp Nls), welches Bachja zwischen Sa^adja's Emunot und Mukammes Werk aufführt, Einiges gesagt hätte, da es doch, wie man aus Bachja sieht, nicht ohne Einfluß war. Doch ich will weiter kurz berichten, u. um so eher hier nur in einer flüchtigen Anzeige darauf eingehen, als von dem im eigentlich Dogmatischphilosophischen stark belesenen Hrn. Dr. Beer in Dresden soeben eine deutsche Uebersetzung derM.'schen Abhandlung mit Anmerkungen erscheint und es ist mir eine Freude, die Leser im Voraus darauf aufmerksam machen zu können. Die erstandene jüdische Religionsphilosophie datirt Hr. M. seit Sa'adja, der 953 sein Emunot verfaßt: die vorzüglichen Momente des Werkes, namentlich in literär-geschichtlicher Beziehung sind zusammengestellt. Dann folgt über die Ausbreitung der arabischen Philosophie in Spanien, wo sie bei den Juden zuerst eine Stätte gefunden, das Entstehen jüdischer Bildung und das Aufblühen jüdischer Kultur in Kordova und die Emancipation>on Babylonien; dann über Abu-Jusuf Chasdai b. Jschak Jbn Schafrut nach Jbn G^ol^ol und Jbn Abi Oseibia. Wenn aber Hr. M. von der Erwähnung des Chasdai bei einem christlichen Schriftsteller spricht, so hätte die Quelle, das LB. d. Or. angeführt sein sollen, da ich durch eine Konjektur zuerst dies aus einem Bericht des Johann von Görz herausgelesen. Auch Hr. Carmoly hat dies in seiner Geschichte der Chasaren ohne Quellenangabe erwähnt. Die Entwickelung der jüdischen Philosophie in Spanien ist nicht durch arabischen Einfluß daselbst entstanden, da die Juden schon lauge die Philosophie angebaut,, bevor noch die Mauern einen Repräsentanten auf diesem Gebiete gehabt (1138), sondern durch die nationalen Vorarbeiten und durch Anregung der arabischen Kultur überhaupt. Ja der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts tritt ein merkwürdiger jüdischer Philosoph auf, dessen Werk, später ins Lateinische übersetzt, unter scholastischen christlichen Philosophen des 13. Jahrh.'s, bei Albertus Magnus, Thomas d'Aquino u. A. stark benutzt und citirL wurde. Der Verfasser wird von den Scholastikern Avicebron genannt und sein Werk citiren sie unter dem Namen Pons vitae und Hr. M. war der erste, welcher nachgewiesen, daß dies Salomo Jbn Gebirot aus Malaga ist, daß sein Werk D”fl *Hpö geheißen, und von welchem sich noch starke Fragmente erhalten, die Hr. M. eben zur Herausgabe vorbereitet und auch in dieser Abhandlung ist er daher ausführlicher über das tppl nptD. Aus Guggenheimer's Schriftchen sahen wir aber, daß Abraham ben David's nDl nilON eine vorzügliche Quelle ist, um Ansichten des mpO zu erfahren, da Abraham ausdrücklich sagt, daß es nächst rflMN ihm vorge- 18

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