Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 12 (1851)
- Issue
- Heft 16 (19.4.1851)
- Date
- 1851-04-19
- Page
- Seite 255-256 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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255 Die kleine Genesis. — Sm' a ch tun dz wa n zt gste n'J ü bi l äu m begann' Noah seine Enkel zu flehren^I alle die Satzungen und Gebote, die er wußte, und das Recht; und legte Zeugnkß ab an seine Söhne, daß sie Gerechtigkeit üben und die Scham ihres Leibes bedecken, und den, der sie geschaffen, preisen, und den Vater und die Mutter ehren sollen, daß sie einer den andern lieben, und ihre-Seelen vor aller Hurerei und Unreinigkeit und vor aller Ungerechtigkeit bewahren sollen. Denn wegen dieser drei Dinge kam die Fluth auf die Erde; nämlich wegen der Hurerei, mit welcher die Wächter, den Vorschriften ihres Rechtes entgegen, den Töchtern der Menschen nachhurten, und sich Weiber nahmen von allen, welche ihnen wohlgefielen: sie machten den Anfang der Unreinigkeit. Und ihre. Söhne, die Nefilim und alle (andern) wurden uneins untereinander; und einer fraß den andern: der Riese tödtete den Nesil, und der Nesil tödtete den Eljo^, und der Eljo die Menschenkinder, und ein Mensch den andern. Und ein Jeder war [...«3 Unrecht zu thun und unschuldiges Blut zu vergießen; und die Erde ward voll von Ungerechtigkeit. Und ihnen nach folgten alle wilden Thiere, und die wilden Thiere, und die Vögel und was sich regt, und was geht auf Erden; und es wurde viel Blut vergoffen auf der Erde. Und alles Dichten und Trachten der Menschen war nichtig und böse immerdar. Und der Herr vertilgte Alles von der Oberfläche der Erde; wegen der Bosheit ihrer Werke und wegen des Blutes, das sie auf Erden vergossen, vertilgte er Alles. Und ich und ihr, meine Söhne, und alles, was mit uns in den Kasten ging, sind übrig geblieben. Und siehe, ich sehe zuerst eure Werke, wie ihr nicht in Gerechtigkeit wandelt, sondern auf dem Wege des Verderbens habt ihr angefangen zu wandeln, und euch von einander abzusondern, und eifersüchtig auf einander zu sein, einer auf den andern, und wie ihr nicht in Eintracht seid, o meine Söhne, einer mit seinem Bruder. Denn ich sehe, daß die Dämonen ihre Verführung angefangen haben gegen Euch und eure Söhne. Und nun fürchte ich euretwegen daß wenn ich gestorben sein werde, ihr Menfchenblut vergießen werdet auf der Erde, und auch ihr vernichtet werden werdet von der Oberfläche der Erde. Denn jeder, der Menschenblut vergießt, und jeder, der das Blut von irgend einem Körper ißt, der wird vertilgt werden, aus allem heraus, von der Erde weg, und es wird kein Mensch übrig bleiben, der Blut ißt und Blut vergießt auf Erden, noch wird ihm Same und Nachkommenschaft übrig bleiben unter dem Himmel; sondern in das Todtenreich werden sie wandern, und an den Ort der Verdammniß werden sie hinabsteigen, in die Finsterniß der Tiefe werden sie alle versinken durch einen grausamen Tod, jeder (von euch), der nicht von allem Blut zur Versöhnung darbringr für euch: das heißt: so oft ihr ein Thier oder Vieh oder was über der Erde fliegt, schlachtet, so thut ein gutes 38) ’EUovfi -im griechischen Text des Henöch bei G. Syncellus; im äthiopischen Text fehlt dieser Name. - 256 Werk^ mit dem Blute, wo nur immer es wergoffew wird auf der Erde.- Und Keiner ' unter euch - soll ( Fleisch) mit Blut essen; wehret ab,' daß man-nicht Blüt-esse -vor rüch. ' Vergrabet das Blut, denn so ist mir befohlen worden; ich bezeuge es sowohl euch als euern Söhnen, ssammt allem Fleisch. Und esset nicht die Seele mit dem Fleisch, sonst wird euer Blut,, das ist eure'Seele , nicht gefordert werden von allem Fleisch, das es vergießt auf der Erde. Denn die Erde wird nicht rein sein von d?m Blut, seit es auf ihr vergossen worden ist, sondern (nur) durch das Blut dessen, der es vergoffen hat, wird die Erde rem werden, durch alle ihre Geschlechter hindurch» Und nun, meine Söhne gehorchet , that Recht und Gerechtigkeit, daß ihr in Gerechtigkeit gepflanzt werdet auf der ganzen Oberfläche der Erde, und euer Ruhm erhaben sei vor meinem Gott, der mich errettet hat aus der Wasserflut!). Und siehe, ihr werdet hingehen, und euch Städte bauen, und darin alle Pflanzen bauen, die auf Erden sind. Und nun von allen fruchttragenden Bäumen sollssrei Jahre lang die Frucht von Niemand eingesammelt werdendste zu essen, und im vierten Jahressoll ihre Frucht geweiht werden, und die Erstlingsfrucht, die s....ss, soll dargebracht werden vor dem Herrn, dem Höchsten, der Himmel und Erde und alles geschaffen hat, damit man mit dem besten die Erstlingsfrucht des Weins und Oels darbringe auf dem Altar des Herrn, den er annimmt; und was übrig ist, sollen die Diener des Hauses des Herrn essen vor dem Altar, den er annimmt. 39) gbaru mßvüm. (Fortsetzung folgt.) Ankündigungen. Bei C. L. Fritzsche in Leipzig ist erschienen: CJ1AMMATI€A ABAB1CA IN USUM SCIIOLARUM ACADEMICARUM. SCR1PS1T CAMOJLVS vjumvs caspami. ACCEDJT BREYIS CHRESTOMATHIA EX CODD. MSCR. CONCINNATA. S maj. Preis 2 Thlr. Verlag von C. L. Fritzsche. ' -; Dn«k von I. H. Nagel.