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Der Orient · 1851-03-22 · Heft 12 (22.3.1851) · p. Seite 177-178

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 12 (22.3.1851)
Date
1851-03-22
Page
Seite 177-178 (sequence 1)
Language
German
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Zwölfter für Das Abonnement auf ein Jahr ist 3 Thlr. 20Ngr. Man abonmrt der allen Postämtern unballen Buchhandungen auf ein Jahr. Herausgegeberr von r.m Von dieser Zeitschrift erscheint wöchentlich ein Bogen, und zwar an jedem Sonnabend regelmäßig. Leipzig, den 22. März 1831. Inhalt. Studien. Zur Kulturu. Literaturgeschichte der Juden in Asien. Vom Red. — Natan Ghazzati's Reiseberichte von Dr. Harsche tz ky. (Fortsetzung.) — Das Buch der Jubiläen. (Forts.) — Mittheilungm aus der Gegenwart. Zur Kultur- und Literaturgeschichte der Juden in Asten. Die ersten drei Jahrhunderte nach Abschluß des Talmud. Eine Skizze von Julius Fürst. 1. Von 498 bis 760 ist die undurchforschteste, dunkelste und unentwirrteste Periode der jüdischen Studien in Babylonien; die lebendige Tradition war mit Abina^ versiegt, die Autoritäten der lebendigen Lehre (Baale Horaa) waren nicht mehr, und ein neues Schriftthum hatte sich noch nicht vollständig entwickelt Bis 498 wurden Halacha's und tra^ittonale Vorschriften noch aus der Ueberlieferung abgeleitet, man benutzte in den Hochschulen die allgemein gültigen hermeneutischen Regeln, um die angenommenen Tc-aditionen aus der Schrift zu begründen; aber von dieser erwähnten Zeit an, als der Besuch der Hochschulen durch die Ungunst der Zeit stark abgenommen, hörte auch die Einführung neuer traditionaler 1) @d)eviva (lgg. p. 38) sagt zwar/ daß er 8il der sel. Aera gestorben sei, was freilich 499 machen würde; allein da speziell der 13. Kislcw angegeben ist, so war es noch 488. Die talmudische Periode hat mithin gerade volle 310 Jahre (von 188—498") gedauert, und wenn wir diese mit Mar Asche (sr. 426) schließen, sogar nur 238 Jahre, was für eine so durchgreifende Gestattung des Judenthums, wie durch den Talmud, nicht viel ist. Lehren (Horaa) auf, die jetzt fungirenden -Rektoren, im ersten Jahrhundert dieser Periode (von 498 bis 588, als Mar Ghana n aus Jschka Rektor zu Pum-Badita wurde) Saboräer genannt^, hatten nicht mehr die Kraft, zu den talmudischen 2) Den Namen Saboraa oder vollständiger Rab banan Saboraah erklärt schon Scherira (1. I. S. 32) sehr richtig, indem er sagt: — deshalb vermehrte sich die Lehre Geschlecht nachGeschlecht bis R.Abina, mit welchem die Lehre (Horaah) aufhörte,wie schon Sa mu elJarchinaa h im Buche Adam's gesehen, Asche und R. Abina bilden dm Schluß der' Lehre (Horaah). Nachher war nun keine bestimmte Lehre mehr, aber doch Auslegungen und Meinungen (Sabora), welche der Lehre noch nahestanden, darum hießen jene Meister (nach R. Abina) Nabbanan Saboraah, weil sie das noch Unentschiedene erläuterten und ihre Meinung darüber aussprachen." Dieser Erklärung, welche schon vor Scherira der Verfasser des Geber Tannaim (Kerem Chemed IV. S. 189) gehabt zu haben scheint, folgten dann sämmtliche Literaturchroniken (Sefer Ha-Kabbala, Juchasi'n, Schalschelet u. s. w.); aber eine andere sprach Luzzatto (Ker. Chem. IV. S. 187) aus, indem er Sabora durch Schüler übersetzt, sich auf j. Sabbat 14a berufend, wo Sabora das zu bedeuten scheint. Als Schüler der Amoraim, meint L., hätten die Nachfolger Abina's sich so genannt, wie die Amoraim selbst sich nur die Dolmetscher der Mschna-Lehrer (Amoraim) genannt, oder daß die politischen Verfolgungen sie zu diesen Benennungen zwangen. Jndeß kommt sehr wenig darauf an, da ohnehin der Name Saboräer nie durchgegriffen, und der Name Gaon oft auch denjenigen Schulhäuptern gegeben wurde, die unmittelbar auf die Abschließung des Talmuds folgten. Maimuni (Vorr. zu Sed. Sera^'m; dessen Einl. in Jad) erwähnt gar nicht der Saboräer unter diesem Namen, und an einer Stelle (Vorr. zu Naschim) sagt er ausdrücklich, daß auf 12

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