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Der Orient · 1851-02-01 · Heft 5 (1.2.1851) · p. Seite 65-66

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 5 (1.2.1851)
Date
1851-02-01
Page
Seite 65-66 (sequence 1)
Language
German
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etx Zwölfter Das Abonnement auf ein Jahr ist 3 Thlr. 20 Ngr. Man abonnier bei allen Postämtern und allen Buchhandzungen auf ein Jahrr t, Studien und Kritiken für Mische Geschichte und Literatur. Herausgegeben von ‘ ' vr. Julius Fürst. Von dieser Zeitschrift erscheint, wöchentlich ein Bogen, und zwar an jedem Sonnabend regelmäßig. M s LeiPz lg, den 1. Februar. 1S5L Inhalt. Kurze Ueb erficht eri. Jüdisches Athenäum oder Gallerie berühmter Männer. Vom Red. — Die heiligen Lehrer der Vorzeit, von Löwbespr. vom Red. ^— Studien«. Konstruktion der kanonischen Bücher Esra-Nehe-mra. Von Rab. Treuem fels. — Nachricht über Abu'!-Walid Merwän Ibn G^anüch rc. von S. Munk, übers, von Jul. Fürst. — Die Vertreibung' der Juden aus Preßburg. Von Einhorn. — Ankündigungen. Kurze Ueberfichten« Jüd isches Athenäum. Gattene berühmter Männer jüdischer Abstammung und jüdischen Glaubens, von der letzten Hälfte des achtzehnten bis zum Schluß .der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts. Mit 6 Portraits. Grimma u. Leipzig, '1851/8. Verlags-Comptoir. ' Ein sonderbares Mißgeschick waltet über die buchhandlerischen oder schriftstellerischen Unternehmungen, Lebensbilder jüd. Berühmtheiten zu geben z ungeachtet des dringenden Bedürfnisses nach, einem solchen Werke ist bis jetzt noch kein einziger Versuch auf diesem Fel.de auch nur erträglich cursgeführt worden. Jtn Jahre 1834 unternahm der bekannte. Schriftsteller Spazier in Gemeinschaft des Hrn. von Breza eine ähnliche Arbeit unter dmr Titel: „Galterie der ausgezeichneten Israeliten aller Jahrhunderte, ihre Porrraits und Biographien", aber obgleich gute Schriftsteller, wie B e r th oldA uerb ach, N. Fr a nk für t er u.>a. m. mitgearbeilet und deren Arbeiten -und die \7 lithographirten Portraics wie die Lebensgefchichten in der That nicht schlecht waren, so sind von diesem Werk dennoch durch die Misere der Handlung und durch die theilweise Unwissenheit der Mitarbeiter nur . 4 Hefte erschienen. Noch mißlicher fiel ein ähnliches Unternehmen aus, wo die Verlagshandlung zwar unschuldig, die Redaktoren aber, welche sich nicht genannt, eine solche Unwissenheit auf diesem Felde, eine solche Unkenntniß und, Geschmacklosigkeit m Handhabung der deutschen Sprache zeigten, daß kaum die Dreistigkeit der Unternehmer zu begreifen war. Ich meine den „Jüdischen Plutarch; oder biographisches Lexikon der markantesten Männer und Frauen jüdischer Abkunft, (aller Stande, Zeiten und Länder) mit besonderer Rücksicht auf das österreichische Kaiserthum", von welchem zwei Alfabete oder Bände : Wien, 4847—8 erschienen sind. Ich brauche wohl kaum zn erwähnen, daß dieser sogenannte „Plutarch" in jeder Beziehung schlecht ausgefallen und schon der Titel giebt ein hinlängliches Zeugniß von der, Geschmacklosigkeit der Redaktoren. Doch de mortuis nil nisi. bene. Nun kommt das neueste Unternehmen, das in einer pompösen Ankündigung sich so sehr empfohlen, daß man mit Recht auf die Ausführung begierig war, . so sehr auch die Verlagshandlung kaum ein gelungenes Werk erwarten ließ. Da das Werk nun erschienen ist und mir soeben vorliegt, so darf ich hier nach genauer Prüfung dieses Athenäums mein Bedauern nicht unterdrücken, daß auch dieses Unternehmen völlig mißglückt ist und in jeder Beziehung unbrauchbar erscheint. Wenn es eine bekannte Wahrheit ist, daß zur Herstellung eines guten Werkes nicht blys ein guter, berufener u. seinen Gegenstand beherrschender Schriftsteller gehört, sondern auch eine angesehene, gewissenhäfte und die bestmöglichsten Kräfte suchende Verlagshandlung gehört, so hatte das vorliegende Werk freilich schon im Voraus Alles gegen sich; aber leider findet der unparteiischeste Leser hier die Voraussetzung vollkommen bestätigt. Das Athenäum überragt in Bezug auf gewissenlose Zusammenschmiererei seine Vorgänger, weder dem Datumwann Jemand geboren, noch der Angabe des Ortes wo, noch überhaupt dem Inhalt der Biographie ist zu trauen und die Arr wie diese Lebensskizzen fabricirl würden-ist so leichtsinniger und unerquicklicher Natur, daß mau 5

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