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Der Orient · 1851-01-04 · Heft 1 (4.1.1851) · p. Seite 15-16

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 1 (4.1.1851)
Date
1851-01-04
Page
Seite 15-16 (sequence 15)
Language
German
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15 16 Schriften für die jüdische Schule. - Schriften für die jüdische Schule. ,1) Auszug aus dem hebräischen Gebetbuche. Ein Hilfsbuch für den erstm Unterricht im Hebräischen, mit einem Wortregister von Dr. M. A. Levy. Breslau, 1850, 8. Lenckart.' Vorliegendes Merkchen soll der Schuljugend die Gebet- Ueberfttzung erleichtern und dürfte, da dep Mangel eines solchen Hilfbüchleins fühlbar ist, in den meisten israel. Schulen empfohlen werden. Das Wortregister ist sehr zweckmäßig. — Soll dieses Büchlein die wichtigsten Gebete enthalten, so waren meines Erachtens: , uhrkr yzuSP n^DD , Dr,N und n'SV rp)ü) nnw 'n noch hinzuzufügen Soll es, was auch die Ueberschrift und das Vorwort sagt, zunächst für die frühere Jugend bestimmt sein, so mußte vor Allem der Uebergang vom Leichtern zum Schwerere berücksichtigt werden. Ich erlaube mir darüber folgende Bemerkungen: Für den Anfänger wären allerdings die gewählten Stücke: piN □biy und DDN zlr schwer; die Gebete pN1? TNOrr, “fOnn und hüb unverständlich, und auch ln n"> könnten die Formeln: 10, M, 12, 13, 14 und 15 wegbleiben. Ich erlaube mir, meine Idee zu einem solchen Hilfsbüchlein hier auszuführen: Leseftück i sei f2\ mm '3 nÖJW Vlb« unb 'SrlKrn '3? 3*- die erste Parascha von ycw, allenfalls auch die zweite. 4) Die erste.3233 des Tischgebets; 5) die erste ^1333 des Nacht gebets; 6) d. h. von vorne bis an M!7n'“p3ö, -- die folgenden werden weggetassen und man beginne wieder mit )b)p JJDCS' und übersetze fort bis zum Schluß. 1) nmy 'ns die rotyV 'jn# nten, nämlich nn:bi nnnty , rrihjM 8)' das erste 4 für die drei Wallfahrtsstste. 9) rinn» 'fl $ iO) ,333 H3DN 5 11) ni^N und 12) . Dann kann man überall ohne Schwierigkeit übersetzen. Ich unterrichte längere Zeit nach dieser Idee und habe einen guten Erfolg dabei gefunden. Im Einzelnen wäre zu bemerken, daß im Wortregister manche Formen weggelaffen sind, wie z. B. zum Leseftück 2: die Worte piD und n-33, dem Anfänger im Uebersetzea kann man doch nicht so viel Gewandtheit in der hebräischen Sprache zummhen, sie aus den Stammformen pf. und ^33 abzuleiten. Ferner fehlen: im Leseftück 3 die Form rhü/5 in 4, das Wort; in 7 fehlen nD3n und iü 10, 33m, in 18, 2j-jhT0. von 33' und OMZ ln 20 fehlen die Formen: pp , nw.3, von nnw und non > in 30, ^run von ^n:. Daß Dnns mit „Mitternacht^ üdcrsetzt ist, ist vermutlich ein Druckfehler. — Ungeachtet dieser hier nachgewiefenen Mängel Stellung aufzuweisen und noch mehr E.A. — Eichhorn'sAnsicht darüber l^Bd. 1, §. 106) ist im damaligen Zeitgeschmack. Vgl. übrigens noch Pseudo - Raschi zum Schlüsse der CKr., der diese Stelle aus Esra entlehnt sein Läßt. Ewa-d's Ansicht über alles dies s weiter unten. Verlag von C. 8. Fritzschc. - Mittheilungen aus der Gegenwart. ist das Büchlein dennoch für die Schule von Nutzen, und dürften diese Nachweise bei einer späteren Umarbeitung benützt werden. Dem Herausgeber gebührt jedenfalls das Lob, den Anfang zu einem bessern -Verfahren beim Gebetübersetzen gemacht zu haben. Schupbach (in Nassau). I. M 0 r g e n t h a l. Mittheilungen uns der Gegenwart. Breslau. Der hier verstorbene Partikulier Jsr. Sal. Fürst hat ein Legat von 2600 Thlr. u. d. N. Fürst'sche Stiftung vermacht, um die Zinsen regelmäßig alljährig unter jüd. Hilfsbedürftige zu vertheilen. — In Prima des hiesigen Gymnasiums St. Mathias ist ein Israelit als Lehrer der Stenographie angestellt. -—Am 30. soll hier der neugewählte Gemeinderath feierlich nngeführt werden. Unter den aus den Israeliten gewählten sind: Bankier Heim an n, Kaufm. Schreiber, Kaufm. Lasker, Stadtr. Dr. Frieden thal, Partikulier Epste i n, Dr. Grätzer (seit 3 Jahren Vorsteher der Stadtverordneten), Dr. Günzburg, Kaufm. Fla tau und Kaufm. Samo sch. Frankfurt a. d. £>, Rabb. Lüpschütz hat die Stelle in Fordon nicht angenommen. Die dortige Gemeinde will keinen neumodischen Rabbiner nehmen. —■ Vor einigen Tagen fanden hier drei Trauungen an einem Tage statt. Dr, Lewysohn hielt bei dieser Gelegenheit eine glänzende Traurrve. Aus Baierm Obgleich alle Zeitungen von einer bevorstehenden Verbesserung der Lage der Juden sprechen, so ist doch nur geringe Aussicht dazu vorhanden. Die Minister haben die Sache bereits ausgegeben. Kriegshaber. Ban dem Rabbinats-Kandidaten Dr. Gugenheimer, ist soeben erschienen: „Religionsphilosophie des Abraham b. David (nach seinem handschriftlichen HI33)." Unter den Thefts, die er bei seiner Doktor-Promotion vertheidigte, befand sich auch die: Talmud nihil.muribus peruidosi continet. Pr a g. Bei dem Wiederbeginn der Sitzungen der böhmischen Notabeln- Versammlung, am 16. d. M., wurde nach einer ausgezeichneten Rede des Präsidenten auf Vorschlag Lanvau's ein Ausschuß von 7 Mitgliedern gewähltum Statuten für die Berathung vorzubereiten. Diese 7 sind: L an bau, Kämpf, Rapaport, P i ck, Bo ndi/E lbogen, Bischizkl. Diese Versammlung ist jetzt das Tagesgespräch. Pesth. Ein neuer Synagogenbau beschäftigt das Publikum. Eine Mmsterial - Verordnung gestartet den Juden den Ankauf städtischer Realitäten. Szcgedin. Dr. Löw hat sein Rabbinat hier den 10. December angetrcten. . _ . ■ Druck von I. H. Nagel.

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