Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 12 (1851)
- Issue
- Heft 1 (4.1.1851)
- Date
- 1851-01-04
- Page
- Seite 1-2 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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L'*= Berichte, Studien und Kritiken rvAtter Das Abonnement auf ein Jahr ist 3 Lhlr. 20Ngr. Man abonnirt bei allen Postämtern und allen Buchhandlungen auf ein Jahr. für jüdische Geschichte und Literatur. Herausgegeben von Dr. Julius Fürst. C' Von dieser Zeitschrift erscheint wöchentlich ein Bogen, und zwar an jedem Sonnabend regelmäßig. 18SL Leipzig, den 4. Januar Inhalt. Ein Wort an die Leser. —- Masoretische Studien. Zwei Recerrsionen von S. Baer über das Kuntras ha-Masoret von Dukes, und Darke Hü-Nikkud von Frensdorfs. — Einige Mittheilungen über, die phönikische Sprache. Von Jljl. Fürst. — Konstruktion der kanonischen Bücher Esra-Nehernra. Von Rab. Treuenfels. — Schriften für die jüdische Schule. Von I. Morgenthal. — Mittheilungen aus der Gegenwart. Ein Wort an die Leser. Beim Beginn des zwölfte») Jahrganges meines Zeitblattes „Drient" treibt es mich, an die geehrten Leser und Freunde dieser Zeitung ein ernstes Wort zu richten. Nach elf Jahren ununterbrochener Thätigkeit und Mühen, für jüdisches. Schristthum und Wissen wie für die geschichtlichen Begegnisse der Jndenheit einen Sprechsaal, im „Orient" zu begründen und zu erhalten: nach so vieljährigen Opfern an Geld , Zeit und Kraftum-dem vorgesteckten Ziele nachzustreben: ist es mir doch nicht gelungen, einen großen jüdischen Leserkreis für den „Orient" zu finden, ungeachtet dieser als einziges Organ für das jüdische.Schristthum dasteht,.und weder in- Deutschland, noch in Frankreich, England und Italien einer Konkurrenz begegnet, und obgleich alle Parteien und Schattirüngen, jüdische und christliche Literatoren, insoweit sie der Inhalt jüdischer Studien berührt, der Führung des Blattes alle Achtung und Anerkennung zollen. Bei so thatsächlicher geringer Theilnahme war ich gesonnen, dieses Blatt aufzugeben; allein auf Anrathen einiger Freunde depjüdischen Literatur ließ ich mich bereitwillig finden, mit Daransetzung von Zeit und Kraft und ohne die geringste Schadloshaltungnoch ferner dem Anbau der jüdischen Literatur ein Opfer zu bringe», und das Blatt ferner mit Ausscheidung des minder wichtigen erscheinen zu lassen. Das Literaturblatt, welches immer der Schwerpunkt des Blattes war, füll, wie bis jetzt, womöglich in besserer Auswahl der Aufsätze, fortgehen; das Hauptblatt hingegen, dessen Inhalt durch den Umschwung der Zeit von geringer Bedeutung geworden, und der ohnehin auch von. den politischen Zeitblättern berücksichtigt wird, möge nun ganz wegbleiben. Der Hauptinhalt der Ereignisse in Sachen der Jndenheit sollen jedoch in kurzen resumircudcn. Notizen jedesmal dem Literaturblatte beigcgebcn werden. Im Namen der jüdischen Wisseuschast richte ich die Bitte au die Freunde des „Orient", ihm nicht nur Leser, sondern auch Gönner und Abnehmer verschaffen zu wollen, damit sein Bestand möglich wird. Die politisch -bürgerliche Freiheit Jsrael's sollte nicht mit der geistigen Knechtschaft cingetauscht werden, welche die Unkenntniß der eigenen Vergangenheit und des eigenen geistigen Lebens stets bringt! Leipzig,.im Deccmber 1850. __Die Re-Mon. Die Berlagshandlung knüpft an Obiges die Bitte, sich, damit keine Unterbrechung in der Zusendung entsteht, für das neue Jahr, recht zeitig bei der nächstgelegenen Buchhandlung oder Postaustalt zu abomnren. Der Preis ist von nun an nur 3 Thlr. 20 Ngx. jährlich. P. L. Fritzsche.