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Der Orient · 1850-12-28 · 52 (28.12.1850) · p. Spalte 817-818

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Journal
Der Orient
Volume
1850
Issue
52 (28.12.1850)
Date
1850-12-28
Page
Spalte 817-818 (sequence 1)
Language
German
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Literatnrblalt -es Grients Berichte, Studien und Kritiken für Mische Geschichte und Literatur. JW 52* Leipzig, dm 28. Dcccmber 1§50. Inhalt. Studien. Ueb-er das Sefer Ha-Pardes von Jed. Penini. Mitgetheilt von S. D. Luzzatto. — Kritische Aphorismen von Dr. Carmoly. — Literatur- und kulturhistorische Miscellen von Dukes. Der Roman Amadis. Ueber Mose Notarel. Ueber einen Epitomator des Parchon, Jekutiel. Zur Alexandersage. Miscelle. — Titel und Inhalt. Ueber das Sefer Ha-Pardes (D-nsn isd) von Jedaja Ha-Penini (Kstpl., 1515, 4). Viele waren der Meinung, daß das Sitten-Buch Mibchar Ha-Pcninim dem Jedaja Ha-Penini angehöre, was bekanntlich bereits Buxtorf (Wolf, BH. I. 404) und in der neuern Zeit Dukes (Jsr. Annalen, 1839 S. 68) und Zunz (Geiger's Ztschr. IV. 390; Zur Geschichte S. 469)' abgcwiesen; aber keiner derselben ging der Quelle nach, woraus dieser Jrrthuin geschöpft worden sein möge. Am meisten wundert es mich von Zunz, der in seinem Werke (Z. Gesch. S. 467) doch ausdrücklich sagt, daß das Sefer Ha-Pardes handschriftlich bei H. I. Michael liegt und doch die Quelle des Jrrthums nicht bemerkt hat. In Wahrheit ist das Sefer Ha-Pardes dem Seser Mibchar ha- Peninim sehr ähnlich, da es weiter nichts ist als eine Sammlung von Sprüchen der Philosophen oder von philosophischen Sprüchen und der erste, welcher dem Jedaja das Mibchar Ha-Peninim zugeschriebm, hat ohne Zweifel das Sefer Ha-Pardes des Jedaja gesehen, und da er von einer Sammlung von Aussprüchen der Philosophen gehört mit Namen D\nDn nrDD, so konnte er sehr gilt denken, daß es dasselbe Buch ist, nach dem Beinamen Penini so benannt. Wie cs nun aber auch sein möge, das nur als Handschrift von unseren Gelehrten angeführte Buch Sefer ha-Pardes ist bereits vor länger als 300 Jahren zu Konstantinopel gedruckt, und bereits vor 30 Jahren in einem zu Leipzig erschienenen Buche bekannt worden. Das zu Leipzig erschienene Buch führt den Titel: „Notitia librorum manu lespisye dcscriptoruin qui donante ab Thoma Valperga-Calasio V. CI. illati sunt in reg. Taurinensis Allienaei bibiiolhecam Bibliographica et crilica descriptione illustravit anecdola passim inseruit Amadeus Peyron in eodem Alhenaeo Theol. colleg. Doct. el iinguarum Orient, professor. Lipsiae, iinpensis Joa. Aug. Gottl. Weigelii 1820." Auf S. 44 und 45 ist Hr. Peyron (der berühmte Turiuer Verfasser von Grammatik und Lexikon über die koptische Sprache) sehr ausführlich im Lobe über das Sefer ha-Pardes und übersetzt auch viele Sätze ins Lateinische und dieses Lob schließt er mit den Worten: Ejusmodi opusculum prodil adolescentem aequum humanarum rerum aeslimalorem alque sola medita- * lione asserentem3 quod celeri mullis experimenlis eruditi \ix conjectura augurantur; scriplorem pari ssimo, adstriclo, poelicisque pbrasibus, seu luminibus, dislinclo slilo insignem; prudentem inyisae yerilatis praeconem, qui parabolis utebalur; judicem inlegre pensanlem, quid quayis in scientia coustans sit, quid yera humaua composilio yeritali diseiplinaium assererit; yerbo dicem, adolescentem prodit luculen ter proludentem, ad insigniora opera Becliinalh Olam, et Mibchar Appeninim, quae ipsi cognomen oratorem landein fuerunt.“ Jetzt habe ich dieses Buch ha-Pardos bei meinem Freunde M. S. Ghirondi gesehen und ich beeile mich, über dm Inhalt Einiges für die Leser des Orient hier zu geben. Das Buch ist s, 1. e. a. im Drucke erschienen; aber es ist mit bpn npDN vvnMach ir verbunden und dieses enthält am Gchlnsse die Angabe, daß es zu Kstpl. gedruckt und den 15. Kislew (VjJTl) 52

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