Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1850
- Issue
- 50 (14.12.1850)
- Date
- 1850-12-14
- Page
- Spalte 785-786 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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MLeratsrebtatt des Orients. Berichte, Studie« und Kritiken für Wische Geschichte und Literatur. JtPSO., eiP zi g, den 14. Dcccmbcr 1850. Snöalt. Studien. Nachricht über Abull-Walib Merwan Jbr G^anäch rc. von S. Munk, übers, von Aul. Fürst. — Die Familie Farchi rc. von F. Le brecht. -— Kritiken. Kurze Uebersi'chten. Vokabularium zum Pentateuch, von Dr. Wiener, beurth. von Dr. PH. Ehrenberg. — Literarische Miscellen. Berichtigung von Rabb. Rapaport. — Literatur- und kulturhistorische Miscellen von Dukes. Epigramme. — Ankündigungen. Nachricht über Abu'l-Walid Merwan Jbn danach und über einige hebräische grammatische Schriftsteller des zehnten und ei ft en Jahrhunderts. Nebst der Einleitung des Kit üb el-Luma von Jbn G^anüch, arabisch w. von S. MunV. Airs dem Französtschen in dem Journal Asiaticjue (Juli 1850) in's Deutsche übersetzt von Znl. Fürst. (Fortsetzung.) Jbn 'Esra, indem er die Reihe der alten Grammatiker giebr, zählt acht derselben auf, welche Jbn danach vorangingen und die er in folgender Reihe aufführt: 1) Saadja; 2) ein ungenannter Grammatiker aus Jerusalem; 3) Adonim ben Temim; 4) Je hu da Jbn Koreifch; 5) Menachem Jbn Sarük; 6) Adonim Jbn Labrat; ä) Jehuda ben David Jbn Chajjug"; 8) Hüja Gaori.^ Wahrscheinlich ist Jbn Esra der , chronologischen Ordnung gefolgt, jedoch sind die sechs ersten ungefähre Zeitgenossen.^ Da Hr. Dukes mehr oder weniger vollständige Bemerkungen über alle von Jbn 'Esra angeführten Grammatiker gegeben hat, so verweisen wir auf die Sammlung, 1) Siehe die Einleitung des Bnches Mosnajim. Die ganze Stelle wurde von Hrn. Dukes wiedergegeben! Beiträge II. S. 2 und 3. Vergl. .Wolf BH. 1. p. 337; 11. p. 598. 2) Wir müssen hier auch bemerklich machen^ daß I ehuda ben Jasüs, .von Jbn ^Esra nach Jehuda ben Bafam gestellt, von Letzterem in seinem Traktat von den denommativrn Zeitwörrern beim Artikel ,1^1 angeführt wird. Wahrscheinlich waren beide Schriftsteller 'Zeitgenossen. welche dieser Gelehrte in Gemeinschaft mit Hrn. Ewald veröffentlicht hat, und wir begnügen uns hier einige ergänzende Einzelheiten zu geben. Was nun Saadja Gaon anlangt, so ist seine Bedeutung als Exegct wie .als Grammatiker in den letzten Zeiten von mehreren Schriftstellern gewürdigt werden, insoweit als die uns erhaltenen Denkmale es erlaubend Wir können da- 3) Siehe mein Notice sur R. Saadia Gaon et sa Version arabe d’lsaVe (im 9. Bande der Cohen'schen Bibel); die Auszüge aus seiner Uebersetzung der Psalmen und desBuches Job, sind gegeben von Hrn. Ewald in: Beiträge rc. 1° und der sehr ausführliche Artikel, den Hr. Dukes demSaabja gewidmet: ib. 11.; endlich einen ausgezeichneten kritischen Artikel von Hrn. Geiger in seiner „Wiffensch. Ztschr. f. jüd. Theologie V. S. 262 u. flg. (— der Artikel ist aber unvollendet —). Die erste kritische Arbeit über das Leben und die Schriften des Saadja, und die durch die eben citirtkn Arbeiten vervollständigt wurde, lieferte der jetzige Rabbiner in Prag, Hr. Rapaport, die in der hebr. Zeitschrift Dikkure Ha-Jttim vom Jahre 1829 eingerückt war. V Bei dieser Gelegenheit will ich noch bemerken, daß das m’TDNn (ein kleines Gedicht über die Zahl eines jeden Buchstaben des Alfabets in dem biblischen Texte), das Dukes für apokryphisch hält (Beiträge 11. p. 101) und sie zuerst von dem Grammatiker Elia Levita im 16. Jahrh. erwähnt glaubt, bereits schon zu Anfang des 14. Jahrh.'s als Arbeit des Saadja in dem kabb. Buche [hNH NA (Buch 6 c, 1) von *) Zu ergänzen sind noch die Hrn. Munk entgangenen Aufsätze: 1) Fürst, die exegetischen Arbeiten Saadja's. LB. d. Or.' 1841 Nr. 23. 24. 28. 32. 33.— 2) Dass., die grammatischen und lexikalischen Schriften Saadja's. Zum ersten Mal für die Literaturgeschichte kritisch ermittelt. 'LB. 1849. Nr. 33. 34. 35. 36. 43 u. m. a. die vorzüglich in das Bereich dieser Forschung gehören. Uebecsi 50