Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 11 (1850)
- Issue
- Heft 49 (7.12.1850)
- Date
- 1850-12-07
- Page
- Seite 196 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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- 196 messe rouge genannt, Leizuwohnen,' um die Erleuchtung durch den heil. /Geistzu erflehen. -- Wenn ich Ihnen; Etwas über England oder eigentlich über L o n d o n Melden sollso kann ich doch wenigstens die leidige Politik zur Seite -lassen: denn die Politik war nie das Element der Judenheit, wie dies zur Genüge aus alten wahren heil. Schriften zu ersehen; natürlich denn, ein nbuo cy muß bei jeder fremden Politik den kurzem ziehen. Wenn wir daher den Eintritt des Leonei Rothschild iuS Parlament auf eine spätere Zeit hinanöschiebcn, wie der dortige. Premiemunister es gethan, so können wir uns aus einen Augenblick auf Literarischen Boden bewegen. . Mit dem sind Sie durch Dukes bekannt geworden, es scheint nicht, daß es mit dieser Sammlung weiter kommen soll. Nach dem im Orient wiederholt cmgezeigteu . von Herrmann oder Horcwitz habe ich mich bei mehren dortigen Freunden erkundigt, aber Niemand weiß etwas von einer solchen Schrift Der Lalent- ,volle Bresstau arbeitet nicht mehr aff dem Jewish * Clironicle, weiche Wochenschriftseit ds'-in ,l"l ihr Format vergrößert hat; es darf aber von ihr heißen nuvi nnwirffcun n^> uyn -, denn der innere-Werth hat abgenommen, sie ist jetzt in ihrem 7. Jahr Tlüctwi rvw . . . .; es scheint ihr weder an Mitarbeiter noch an Abonnenten zu fehlen, wohl aber an einer Konkurrenz; denn so lange die Volve ot ^aevb bestanden, hatte die Liberale aufgeklärte Partei in der Chronicle im jror . später hat sich dies Institut etwas zu, sehr nnci gesetzt, will zwar hoch fliegen, bekommt aber fetten die Sonnenstrahlen zu sehen. Der Mathematiker Filopowski hat neulich ein tüchtiges Werk Ln diesem Fach heraue'gegcben und ist bei einem Zandern beschrift tigt (Tir^N C'D',23 miö). Dr. Somerhausen. ■ Z t a l Len. Turin/ im NvLr. Die Gleichstellung der Israeliten oder der Akatholiken mit den Katholiken ist endlich in der Gesetzgebung durchgegangen, und es hat die Durchsetzung dieses Prinzips einen großen Kampf gekostetweil damit auch zugleich die Annahme einer katholischen Staatsretigivn aufgegeben werden mußte. Die Verwickelungen Piemonts mit dem Pabst, das Einzichen vieler Klöster, das Sieeardischc Gesetz, die geringere Katholicität schon in früheren Jahren, das Festhalten an-der Verfassung, kurz alle diese Momente mußten zusammen kommen, um dieses Resultat zu erwirken. Nun dürfen auch Juden und Akatholiken akademische Grade erhalten , was bisher nicht der Fall war, und selbst in dem freien England bei den hochkirchlichen. Universitäten noch nicht möglich geworden. Türken Damaskus. Der Sultan bietet alles Mögliche auf, um das gegen die Familie R o m a u o begangene Verbrechen wieder gut zu machen ltnb somit den Reklamationen Preußens nachzukommm. Der dortige hohe Beamte mit seinem ganzen Personal , insoweit sie dabei betheiligt waren, werden abgesetzt und bestraft, der Pascha, der gegenwärtig auf einer Wallfahrt nach Mekka begriffen ist, wird vorgeladen, der Kommissar der Pforte hat persönlich dem Konsul sein Bedauern darüber ausgedrückt und es soll nun die Entschädigung für die unglückliche Familie Romano bestimmt werden. Der in Syrien herrschende Fanatismus gegen die Franken, denen man die Einführungen von Reformen Schuld giebt. der alte Haß gegen die Juden, die man in neuesterZeit nicht so wie früher auöpreffen darf, ist dem Sultan und seiner Regierung sehr unlieb und sie wird Alles auwenden , um diesem Uebolworaus ihr tausenderlei Verwickelungen mit den europäischen Mächten entstehen können, abzuhclfen. Personalchronik «nd Miscellen. Aus Galizien. Von Seiten der Regierung ist an sämmtliche Gemeinden Galiziens die Aufforderung ergangen, Elementarschulen für die Jugend einzurichten. In den Städten Czeruowitz, Stauislan, Brody, Krakau, Przamysl u. a. sind freilich schon die besten Elemente zu einer solchen Schule vorhanden, allein Lm Ganzen ist nur eine geringe Willfährigkeit vorhanden, so daß die Regierung, wenn sie es mit der Herausbildung ernstlich meint, viel energischer die Sache wird aufasftn müssen.- * «e * Wien. Ueber das Benehmen des hiesigen Gemeinderathes herrscht nur eine Stimme der Entrüstung» Gegen oben fast in hündischer Werse kriechend, maßt er sich an, gegen die Juden nicht nur das ehemalige Indenamt zu sein, sonLern dies noch zu überbieten» Aus der Gelueinde-Angehörigkeit macht es ein Wuchergeschäft und nach Billigkeit wird nicht-gefragt. * 4t r . . Berlin. Dr» Mos. Veit wurde Redakteur der eonstitutivnellen Zeitung , nachdem der frühere Redakteur ^usgewiesen worden ist. * * * Fraunkirchen. Den 20. Okrbr. starb der hiesige Rabbiner Zs. Landsberger an der,Cholera. Verlag von C. L. .Fritzsche. Druck von I. H. Nagel.