Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1850
- Issue
- 43 (26.10.1850)
- Date
- 1850-10-26
- Page
- Spalte 687-688 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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687 Literarische Miseellen. Horowitz. Der als literarische Notabilität in Rußland bekannte Hirsch Bär Horowitz aus Umaa, ist noch mehr durch seine seltsamen Schicksale als wie durch seine literarischen Produkte in den Slaveriländern bekannt geworden. Ein Falliment von einer halben Million Silberrubel, worunter auch Kapitalien der Krone, nöthigte Hrn. H. 1821 geheim auszuwandcrn, so daß beinahe zwanzig Jahre sein Aufenthalt selbst seiner Familie verheimlicht war. Als bedeutender Sprachkenner, wußte er sich eine lange Zeit durch Belgien, Holland und Frankreich Bahn zu brechen, ohne daß das Geringste von ihm verlautete. Erst in letzter Zeit wurde sein Aufenthalt bekannt. Erlebt nämlich gegenwärtig in London, als Lehrer der orientalischen Sprachen an einem — wie es heißt — öffentlichen 688 Kollegium. — Von seinen literarischen Arbeiten kamen mir folgende Werke Zu Gesichte. 1) ^DJDn, eine Art Chresthomatie in hebr. Sprache, aber aus lauter selbst verfaßten oder aus fremden Sprachen übersetzten Stücken. 2) Eine englische Version be$ y-ion -)DD von Maimuni, mit schätzbaren Einleitungen und Noten. In der Vorrede zu diesem Werke (nicht im belobt er die Zeitschrift rrvssn. Horowitz giebr aber seine Schriften unter dem Namen H errman heraus, um nicht mißliebige Reminisemzen, die an seinem Namen haften, wach zu rufen." L. *) Wir ersuchen den Hrn. Einsender, indem wir für das Mitgetheilte danken, uns gef Druckjahr und — Ort dieser Schriften anzugeben. Red. Ankündigung err. Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen lj- Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. [1111 Folgende Schriften des in der jüdischen Literatur bekannten Hrn. Hirsch CHajes, Kreisrabbiner zu Zolkiew, sind zu beigrsetzten Preisen durch dem Unterzeichneten zu beziehen : 1) ■robnn. Nino. Einleitung in den Talmud, vom wissenschaftlichen Standpunkte behandelt, mit Ausschluß der methodologischen Regeln. In 33 Kapiteln. Zolkiew, 1845, 4. Preis 20 Ngr. 2) nmin rm *1DD. Die Grundregeln bei den Entscheidungen nach dem Talmud und über die Benutzung des Talmud's für die Praris. 2 Abteilungen. Dazu auch Supplemente zu des Vers.'s früherem Werke min 1DD iit 26 Paragraphen und sechs Gutachten. Zolkiew, 1842, 4. Preis 15 Ngr. 3) H1Q ’HEN. Zweiter Theil der p'ViD nW d. h. der Gutachten-Sammlung über wissenschaftliche oder rabbinische Themata, sechs Abschnitte umfassend. Ueber die Haggada's, Talmud Jeruschalmi, verlorene 2lgada-Sammlungen, die Targumim, Bat- Kol, Raschi zu Ta^anit u. s. w. behandelnd. Zolkiew, 1849, 4. Preis 20 Ngr. 4) niNJp nnJD Abhandlung über die Reform des Judenthums im Allgemeinen und Urtheile über die Erscheinungen der neuen Zeit, nach dem Standpunkte des Rabbinismuö. Zolkiew, 1849, 4.' Preis 15 Ngr. 5) owdj min “idd. Abhandlungen über mündliches Gesetz, über Halacha und Haggada, in 20 Abschnitten, die Systematisnnug des talmudischen Kanon's besprechend. Zolkiew, 1836, 4. Preis 20 Ngr. ‘ C. L. Frrtzsche in Leipzig. [I 12] Bei C. L. Fritzsche in Leipzig ist zu haben: Grund- und Glaubenslehren der Mosaischen Religion von R. Josef Albo. Nach den ältesten und korrektesten Ausgg. in's Deiltsehe übertragen von Pr. W. Schlesinger, Rabbiner zu Snlzbach ultd Pr. L. Schlesinger, Lehrer der neuem Sprachen. Hierzu: Historische Einleitung zu R. Josef Aibo's Duche Ikkarim, nebst kritischst, vergleichenden, historischen und philosophischen Anmerkungen von Pr. F. Schlesinger^ Lehrer der neuern Sprachen. Brosch. Preis für das Ganze: T Thlr. Wir übergeben hier den Freunden der jüdischen Religionsphilosophie die Übersetzung eines der wichtigsten Werke in diesem Fache, deren 1. Heft irn „Orient" und in Josts „A n n a l e n" günstig beurtheilt wurde. Verlag von C. L. Fritzsche. Redakteur: Dr. Jul. Fürst. Druck von I. H. Nagel.