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Der Orient · 1850-10-12 · 41 (12.10.1850) · p. Spalte 653-654

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Journal
Der Orient
Volume
1850
Issue
41 (12.10.1850)
Date
1850-10-12
Page
Spalte 653-654 (sequence 7)
Language
German
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653 Studien, liebet* das apokryphische Buch Esra. «854 hake ich die Gerätschaften, welche König Nabuchodonofor aus dem Tempel geraubt hat, dem Schatzmeister MthradateS und dem Judenfürsten Zorobabel überliefern lassen, damit sie dieselben nach Jerusalem bringen, und im Tempel Gottes wicderaufstellen. 2) Die Zahl derselben, beträgt.:, goldne Kühlgefäße ('ipvwvYjQsg) 50, silberne500 [alias: 400]; TherikleischeTnnkgeschirre,^ goldne 40, silberne 500 [al. 400]; Urnen (xadoi) goldne 50, silberne 500; Trankopfergeräthe (oTzovöela) goldne 30, silberne 300; Schalen (yialai) goldne 30, silberne 2400.; andere große Geräthe 1000. — 3) Ich gewähre ihnen auch die von den Vorfahren her üblich gewesenen Ehrengaben für [Opfer-]thiere, Wein und Oel, 205,500 Drachmen und 20,500 [alias 2500] Artabcn feines Waitzenmehl. 4) Der Aufwand hierfür soll aus den Steuern von Samarien bestritten werden, und die Priester zu Jerusalem sollen diese Opfer nach dem Gesetze Moses bringen und dabei Gott um das Wohlergehen des Königs und seines Geschlechts bitten, damit das Reich der Perser bestehen bleibe. Wer gegen diese Befehle ungehorsam ist und sie nicht in Kraft erhält, der soll gekreuzigt und sein Vermögen konflscirt werden."^ Dieser Brief ist seinem Inhalt nach aus drei verschiedenen, hier durch Ziffern 1—4 getrennten Stücken zusammengesetzt. 1 und 4, die Haupttheile, sind aus Esra 6, 3—11 — E, A. VI, 24—32. genommen und stimmen damit genau überein. Nach dem chaldäischen Text sind freilich nur die ersten 3 Verse als ein Edikt des Cyrus zu betrachten, während mit V. 6 (\3nn jjd) die Rede des Darius beginnt; es ist aber schon §. 5 Anm. 197 bemerkt worden, daß im E. A. dieser Vers und der folge noch zum Edikt des Cyrus gezogen sind, DarinS Worte beginnen dort erst mit ODi Dj/ü OL7 V. 8; Cyrus Schreiben erscheint also wirklich als an Sisinnes^o und Konsorten gerichtet. In diesen Brief hat nun Josefus an geeigneten Stellen zwei Stücke eingelegt. Das eine (Satz 2 nach unserer Abtheilung), die Zahl der restituirten Tempelgeräthe und die Notiz, daß sie dem Mithridates und Serubabel^" überliefert seien enthaltend, ist offenbar aus Esr. 1/9—10 — E. A. II, 13 genommen, nur weicht Jos. in der Zahl der Gefäßartcn und in den einzelnen Ziffern sowohl vom Hebräischen ats vom E. 228) ®t]qUIbldc von einem korinthischen Künstler benannt, Gefäße mit einem breiten Boden. 229) S. z. 6, 1, ,i». 230) Daß diese dann nutcr Cyrus und Darius als Statthalter fungiren ist leicht möglich, da zwischen der ersten Remigration und dem zweiten Jahre des Darius nur 16 Jahre liegen- 536—520 v. Ehr. nach den gangbaren Berechnungen. 231) D. i, siche §. 3 und 4 immer sub a. A. ab, ohne daß sich die Quelle dieser Verschiedenheit entdecken ließe.m Der Satz Nr. 3 des Briefes entspricht dem allgemeinen Inhalt nach dem V. 9 (— E. A. 29—-30) des obigen Ediktes des Cyrus oder Darius, aber einzelne Zahlen für das zu Liefernde sind dort nicht angegeben. Dagegen stehen solche in dem späteren Edikt des Ärtaxerxes (Esr. 7, 22 E. A. VIII, 20), und die Vermuthung läge nahe, daß Josefus jene Zahlen von dort hierhergezogen, in der Voraussetzung, daß Artaxerxes und Darms keine neuert Bestimmungen getroffen, sondern nur das schon von Cyrus Befohlene erneuert haben werden;^ man könnte dafür auch noch anführen, daß. er da wo er das Edikt des Artaxerxes giebt (Kap. V, §« 1) nur eine von jenen Zahlen anführt; aber seine Zahlen stimmen mit jenen durchaus nicht überein, und können daher auch kaum ans jener Stelle geschöpft sein.^ 232) WvnzrjQsg hat auch die L.XX für D^D-UN, kafüc. hat E. A. cnovSücL, uni> (pmlca hat derselbe für wIMdie andern Namen hat keiner von Beiden; die Therikleischen Gefäße fehlen auch in der alten latein.Uebers. des Jos., aber wohl nur darum, weil der Uebersetzer das Wort nicht ver-.. standen. Die Zahlen weichen von beiden Texten gleich stark ab, dagegen stimmt die Summe der einzelnen Posten bei Jos. mit der im.Hebr. V. 11 gegebenen Summe 5400 überein, aber nur nach den von Havercamp gewählten Lesarten. Wären diese aber auch die ursprünglichen , so folgt daraus noch, nicht, daß Jos. den hebräischen Text oder die I^XX riachgesehen haben müsse, denn die jetzt im E. A. stehende Summe von 5469, welche den dort gegebenen Einzelposten entspricht (f. oben §. 5 a. E.) kann füglich erst von späterer Hand gesetzt sein, ursprünglich aber auch im E. A. 5400 gestanden haben. — Will man doch eine Erklärung, so kann man annehmen, daß Jos. von der Summe 5400 ausgegangen sei und das an dieser Fehlende durch andere Gefäßnamen und* Ziffern ex ingenio ergänzt habe. Im E. A. stehen freilich noch mehr als . 5400,. aber Jos. muß dort bei einigen Gefäßen kleinere Zahlen gelesen haben, weil er sonst die großem haben würde. Daß er auch 'ipvnTrjQsg zusetzte, kann Zufall sein, oder es hatte Jemand dieses Wort aus der LXX als Glosse beigeschrieben. (Die große Zahl 2410 bei q>idXcu — D'HIÖD — ist im E. A., wie Trendelenburg S. 358 bemerkt, aus V. 10 entstanden, denn dieses Wort ist nicht ausgedrückt und daraus sind die 2000 geworden.) 233) Auch Cyrus würde, nach Josefus, hier nach noch^ älterem Gebrauche gehandelt haben, denn es heißt,,dle von den Vorfahren her (welchen?) üblichen Ehrengaben." 234) Dort stehen im Hebräischen und im E. X 100 Talente Silber — 600,000 Drachmen, hier bei Jos. nur 205,500; verkleinern wäre aber ganz gegen Josefus Gewohnheit; auch ist, wenn er jene Zahl hier hätte ausdrücken wollen, resp. wenn er sie in seinem Originale gehabt hätte, gar nicht abzusehen, warum er nicht starr der Unsumme von Drachmen, das jedem feiner Leser verständliche „100 Talente" beibehalten haben sollte. Ferner sind 100 Kor (1 Kor 10 Medimnen Ant. XV, 9, 2 — 1 Artabe 1TV Metz im ne) erst 941A Arlabenz oder wenn a. a. O. der Ant.

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