Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1850
- Issue
- 37 (14.9.1850)
- Date
- 1850-09-14
- Page
- Spalte 579-580 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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579 tonne und Chirurgie aus 27 Kapitel nebst einigen Abbilvungen bestehend, c) mnn mOTD behandelt die Fieber-Krankheiten und enthält 12 Kapitel. Dritter Theil unter dem Haupttitel j-pt^yn D^iy enthält a) ^yj ein Lehrbuch der Gynaecologie, aus 19 Kapiteln mit einigen Abbildungen bestehend. b) Ueber die Zufälle und Krankheiten der Schwängern, nebst Anhang über die Kinderkrankheiten; aus 15 Kapiteln bestehend, c) DinnpyD. M'ber die Krankheiten, welche die Genitialen beiderlei Geschlechts treffen, aus 7 Kapiteln mit Abbildungen bestehend, d) cvpcn OinD. Eine Materia medica in hebräischer, lateinischer und türkisch-arabischer Sprache, nach dem Alphabet geordnet, welche besonders für Philologen einigen Werth haben dürfte, e) D&SOn rüHJJ ois Ergänzung zu obiger Abhandlung, werden gleichfalls in den erwähnten 3 Sprachen diverse Medikamente aufgezählt. Zum Schluffe ist noch ein Chiddusch zum So har aus den Schriften des Vaters des Verfassers beigegeben. — Gedruckt in Iesnitz in der Druckerei von Israel b. Abraham. Dann auch in Olexm'z, 1769, 4 122 Bl. — Als Verwandte nennt der Verf. S. 73 a, seinen Bruder Eleasar in Nerl und seinen Bruder Jehuda Löw in Premischla, welche beide merkwürdiger Weise jeder in den genannten Städten von einander entfernt, an einem und demselben Lage und an einer und derselben Krankheit gestorben sind; dann seinen Lehrer, den Rabbiner und Arzt Salomo Konian. 30) oy1 2 3? ND“)D 1DD. Zw eiter Theil. Der erste erschien Wilna, 1834. (Vergl. meine Dibliogr. Nr. 351 im LB. d. Or. 1848 Nr. 35.) Dieser zweite Theil erschien: Wilna, 1842 und in demselben Jahre an selbem Druckorte erschien zugleich das gleichfalls in derselben Nr. von mir beschriebene niJTl über Sympathie und Heilkunde der Talmudisten. Ich bemerke hier berichtigend, daß dieses NIpN nicht als zw e i t e r Theil, sondern als Einleitung zum oy*? ND"iQ zu betrachten sei, und daß der Verf. es auch von S. 17 an fortwährend bis zum Schluffe “]Vl nennt —- 31) dhWi niN?D*i 1DD. Ein Büchlein, welches unter 12 Rubriken diverse sympathetische Kuren und Sprüche zur Heilung der Frauen- und Kinderkrankheiten enthält. Verfaßt und herausgegeben von dem Maggid Samuel Oppenheim Aschkenasi, gedruckt (zu Wilna) im Jahre 1805, ohne Benennung des Druckortet Angehängt ist eine Besprechung gegen y-jrj jiy von dem B&i/'yD Jakob ben Paltiel. — 32) niNiDU Diverse Kuren und Sympathien. Erst er Th eil. Sklow, 1795 in 8, 43 unpaginirte Blätter. — 33) rU’D 'teh yiiD. Der Kinderfreund. Ein leichtes Lehr- und Lesebuch für jüdische Kinder, welche die polnische Sprache in kurzer Zeit zu erlernen wünschen. Wilna und Grodno, 1826, 8. 76 Seiten mit einem Steindrucke. — (Fortsetzung folgt.) 58» Die literarischen Vorlagen des Talmuds. (Fortsetzung.) 1. Den fünf Büchern des Gesetzes und den acht Schriftwerken der Propheten, welche zwei Klaffen oder Abtheilungen des altnationalen hebräischen Schristenthums bilden, folgt der Überlieferung zufolge, die dritte Abtheilung unter dem Namen Ke tu bim, das heißt die (sonstigen oder übrigen zu Gesetz und Propheten nicht gehörigen) Schriften, elf Schriftwerke im Kanon zählend.1 Der Ausdruck Ketubim heißt nichts weiter als ygayslu (Schriften), insofern diese Schriftenklasse des Kanonsweiter keinen bestimmten Namen hatte, * und erst die Kirchenväter haben dafür nach dogmatischer Anschauung die Bezeichnung ayiöyQaqxx, wie auch der Talmud, in der Annahme, daß alle Ketubim in heiligem Geiste (be-Ruach Ha-Kodesch) abgefaßt sind, den AusdruckKetubim schon so versteht, wenn gleich er darunter einen geringeren Grad von Heiligkeit den Gesetz und den Propheten gegenüber verstanden und aus diesem Grande für Ketubim auch den Namen „Weisheit" (Chachma) hat. 4 Die Ketubim galten im talmudischen Bibelkanon als die am spätesten gesammelten, den Schriften des Gesetzes und der Propheten als eigene dritte Klaffe zu allerletzt angeschloffenen, obgleich manche Schriftwerke darunter mit den vorzüglichsten Prophetenbüchern ein hohes Alter theilten. Während schon unter König Ioschijja das sünfgetheilte Gesetzbuch in heutiger Gestalt 1) nyHirD. Baba Batra 14ab und sehr oft in Talmnd und Midrasch. Unter den Kirchenvätern war, wie es scheint, Epiphanias der erste, welcher diesen Namen kannte und in wörtlicher Uebersetzung durch ygacpela (Epiph. in Panarki p. 58) wiedergab. 2) Ben - Sira (Prol.) nennt die Ketubim „die (neben Gesetz und Propheten) übrigen anderen Schriften"; Philon (<le vita contempl. Opera T. II p. 475 ed. Mang.) umschreibt, nachdem er Gesetz und Propheten genannt, diese Klaffe durch „Loblieder auf Gott (Tehillim) und andere Bücher, durch welche Kennrniß und Gottesfurcht erhöhet und vervollkommnet werden"; das N. T. (Luk. 24. 44) bezeichnet die dritte Abtheilung des Kanon's durch „Psalmen", weil diese an der Spitze dieser Klaffe gestanden; Fl. Josef endlich umschreibt diese Abtheilung (geg. Apion 1. §. 8) durch „Loblieder auf Gott und Schriften moralischen Inhalts"; aus Allen ist aber klar, daß diese Klaffe keinen festen bestimmten Namen gehabt. 3) Jadaj. 3, 5; 'Eduj. 5, 3. Die Bestreitung der Heiligkeit bei einigen Büchern der Ketubim setzt bei den andern diese voraus. 4) Im palästinischen Talmud heißt es min1? nEDr6 ibNiy HNDjb ihm, wo die drei Klaffen des Kanons durch , HNDJ und min bezeichnet sind. S. Nachm. Krochrnal 1. c. S. 79; wie man riODn verstanden s. Megilla 7 a. Studien. Die literarischen Vorlagen des Talmuds.