Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1850
- Issue
- 36 (7.9.1850)
- Date
- 1850-09-07
- Page
- Spalte 573-574 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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574 Studien. Literarische Miscellen. 573 TN py voj> pnn npn cnoro n na? an naoi n3n^a o’bmj? iünP mm „ A) Dnnni I’JOD’OTID OJ’N) ■p:6 jnwnb k)n dni nnsj?n w mon hni □nnND bpb dndh DnriNi? intüyyte Vir? nnaj mdo nwy wan itw 'ui D’nrn dj nisi^D ^>in Dieses Gedicht enthält sehr viele ceremonialgesetzlicheBestimmungen, und stehet im Ganzen dem von Lewi den Chajim nach. Letzteres hat eine mehr philosophische Färbung. Wie jener sagt auch Lonsano dem Leser, daß er nicht in der Qualität eines Dichters schreibe, und daß man ihm zu Gute halten sott, wenn er ein Beiwort mehr als einmal gebraucht, die Größe des Gedichtes muffe dies entschuldigen, Er beruft sich auf Salomo ben Gebirol, den großen Dichter, welcher in seinen Asharot (nnnTN) ebenfalls ein und dasselbe Wort öfters wiederkehren ließ. Es ist'interessant, daß Lonsano in seinem Gedicht das Erlernen der jüdischen Grammatik empfiehlt. ntoj© iio nyib pupi hd^ . All DnNDl 02p UV\ O'^O 1101 (Fortsetzung folgt.) Literarische Miseellen. Nachträgliche Bemerkung zur Königslehre. Für unsere Behauptung (LB. d. Or. Nr. 26), daß die absolute Monarchie bibischen Ursprungs ist, mag Folgendes als Beweis dienen» 1 Sam. 8, 5 ff. heißt es: nmn ym dw ba ^te nb ntro wtöwb pte ))b run ton wyi. Der Talmud (Sanhedr. 20b) wacht hier eine Art vötsqov von der Lais, der berühmten Hetäre: ich habe sie, .sie h a t m i ch n i ch t. 7tQOTSQov9 indem er die Mißbilligung Samuels auf V. 20'bi'bWi wnJN D4 bezieht; dahingegen beziehen jene fast alle ältern Bibelkommentare auf V. 5: D^un ‘ODDty1?} allein es fragt sich, warum in diesem Falle der Nachsatz nun fe, in dem doch die eigentliche Prägnanz zu suchen sei, in dem recitirten TON ansgelassen ist? Wir glauben vielmehr, daß die Attentionen des Volkes in ihrer ganzen Schärfe in dem Ausdruck n1? bezeichnet sind: es wird nämlich stets mit by koustrnirt, wie yby own oittf (Deut. 17, 15 und oft.), wodurch das absolute Verhältniß zwischen Regent und Unterthan ausgedrückt wird» Der Regent steht über dem Unterthan (vergl. vby )DW1 D'DD TO Exod. 1, 11), dieser geh ört dem Könige (vergl. nynö1? wn Dnny Deut. 6, 21; te nnsy *]b D'D'n 2 Ehr. 10, 7 und oft.), dahingegen bezeichnet lA ein selbstgeschaffenes relatives Verhältniß, der König steht alsdann nicht über, sondern neben dem Volke, er gehört dem Volke an, deshalb sprechen jene Stolzen, die weit entfernt jenes absolute Verhältniß anzuerkennen, nur |HN 'D (Pf. 12, 5). Samuel tadelt daher das angenluthete Verlangen pte n1? HJH und wiederholt mit Lesondcrn Nachdruck pte' “jten (dd'iby) (dn^by) und spricht sehr betonend dddPd n?b omni im. — Das Volk versteht die Ironie dieser Worte und fordert nunmehr sV. 19) rprr» “]te doch Gott hält das erste Verlangen bei und verordnet: *pD D n rotem D^pn yot&f. >— Das Urrrecht des Volkes bestand daher schon darin, daß es die absolute Negierungsform zu verwerfen, in seiner Sprache zu erkennen gab. Man brachte schließlich den talmudischen Ausdruck )r\mN Nrro “]te ^by D^n l^y (ibitL). Wir wollen hier nur noch die Bemerkung nachholen, daß die Stelle: teDSi Dyn rw D'pTO nirra Dy MN' yvn (Prov. 29, 2) keineswegs der Vielherrsch a st das Wort, denn es müßte alsdann bwoi für Hirnn stehen; dem Schriftsteller schwebt vielmehr schon hier das spätere Wort ÖD ipur iti by :wpD D'y&n rrmo (ibido 12) vor Augen und wünscht daher einen gütigen Monarch, dessen gerechte Regierung gerechte Unterthanen schafft. —- Dr. L. Lewysoh n. Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. Ein unverheirateter, mit gründlichen Schulkcnntniffen ausgerüsteter Schulamtökaudidat, der vor Kurzem seine Prüfung bestanden, sucht von Michaelis d. I. ab eine Stelle au einer öffentlichen jüdischen Schule, oder auch als Hauslehrer bei mehreren gebildeten Familien. Außer in den gewöhnlichen Elementargegenständen unterrichtet er auch im Lateinischen, Griechischen, Französischen, in der Mathematik u. s. w., so daß er bei seinen Zöglingen die Reife für die dritte Klaffe einer höhern Unterrichtsanstalt zu erzielen vermag. Nähere Auskunft crtheilt auf portofreie Anfragen der erste Lehrer der jüdischen Stadtschule zuLifsa ün Posenschen, Rektor Bernhard»