Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1850
- Issue
- 35 (31.8.1850)
- Date
- 1850-08-31
- Page
- Spalte 557-558 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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857 Studien, Literarische Miscellen 558 Aus einer andern gleich daneben folgenden Inschrift sehen wir, daß dasselbe um 1433 — also 151 Lahre später — zu Ianina sich befand. Diese lautet: D’l»3 \3»3 o’jwrn ündt D’DbN n»Dn NW b» tod »inb dp d’-i»j?i «iw t»j?3 ns j'iiQ ’jn»?:nb Dbiy nNn3b»b»i to» las DN'j'3 unn i’N ddd ’öinn um d'tjid Jo dtdnd N»1N' »nb war ison oruo 'i itin dj? ro» nbyo bat pbnn b"i n w um b» nyia nio ’sn D’IJJ N3NN 'N3» nNT DN» , DH’J'3 13 UNN! , P3N'P IP3V' , HON 'LN b"3 ,b>3 NVON NI d"o ton lb mn» nusn ib N'N' Nb»i \n»3 N'N' Nb» , •bat rr.T» oyin irrw pn ’pbn h jni nsON irnnn noib N3UN nnw ’~b D'j’nn Dnjw no nijrcn t> ynsb N3»n vi3» 'i 3'ino vmjjD3i i’niNsim inN 3103 ib jtvb in ipbri iodd 'Di3 i>3 xnvb N3NN 'N3» 'n 3'1ND N'N' fl Dj 5 ]'Sbp3) rein N20N NW N3UN NNW 'n NNN' Nb DK1 N3N mi> N3I3N 'D3» 'l 3'INV ,1'N'» N1DN 'LN b'S lbl3 )b» b]i Ip'nxnb in N3DN 'ZI'3N bar pjr© I'NN dhid ^b IDlbnrUD ’-b nwn N'N' N^» p.J'31 13 |'31 ,b» Psbpn pnyn in niya ib;n>» nnb, oninb 'N3» 'n rnNb N'NNb D“b N'N'» H37 , DMD 'n b» NNN'» pbnn N3DN D"pl N'N» b3m D’iy.UDnni I33N3 NI3lbl. Darunter folgen in verschlungenem italienischen Curfiv etliche Unterschriften, die allesammt schon unleserlich sind. Auf der Rückseite des letzten Blattes folgt noch ein Index von den in diesem Ms. vorkommenden nirODD, mit dem Anfänge , bp"M N'W' V'3N b» 'PD'D N2DN NI3 D'3IN3» NIN3DDN '131 N3» 'PD3 nbnn. 2m Ganzen ist dieses Ms. noch leidlich erhalten, nur hie und da ist das Pergament vergilbt, die Dinte abgeblaßt, manche Wörter ja sogar ganze Zeilen verwischt und unleserlich; viele Seiten findet man von Neuem überschwarzt. Am Rande desselben kommen sehr oft Glossen vor, die theils Berichtigungen theils Ergänzungen des Textes enthalten, und von einer spätern Hand herzurühren scheinen. Auch kommt am Anfänge wie zu Ende eines jeden Traktats eine gewisse Formel vor. Später werden wir auf dieses Werk wie überhaupt über dieses Mannes Leistungen im Gebiete der rabbinisch^halachischen Literatur noch zurückkommen.' Was das zweite Ms. betrifft, so scheint es mir noch viel seltener und unbekannter als das erstere zu sein. Mein obiger Freund — der übrigens ein bedeutender Talmudist ist — meinte, daß es ein Kommentar zu Sabbat von Bezalel Aschkenasi wäre, welches aber nichts weniger als das ist. Nach mehrfachen angestellten Untersuchungen ergab sich mir das Resultat, dnß es nichts mehr undnichts weniger als die Tosafot zu Sabbat enthalte, die aber weitläufiger und viel 4) Eine türkische in der Provinz Albanien gelegene Stadt. Gegenwärtig aber wurde das in Rede stehende Ms. wie mich mein Freund versicherte, in Tunis aufgekauft. ') Asulai erzählt (Schem 1. Jod 20), daß er di Trani's Pesakim zu Sabbat, Erubin, Pesachim und Chullin besessen. Red. vollständiger als die unfrigen sind. Ohne. Band, in einzeln zerfallenden meist beschädigten Blättern, defekt und ohne Titelbatt, ja nicht einmal den Namen des Kopisten habend, geschweige das Datum und den Namen des Ortes, beginnt es erst zu Sabbat fol. 13 mit demAnfange 'nn ZflD *«6. D NHVO und geht so fortlaufend den ganzen Traktat durch, von dem beinahe der vierte Theil schon ganz verwischt ist. Es ist auf Pergament geschrieben in Fol. und umfaßt 53 BL., wo am Anfänge desselben etwa 2 oder 3 Bl. noch fehlen mögen. Nach den Schristzügen zu urtheilen — sie sind den im ersten Ms. vorkommenden Schristzügen sehr ähnlich — scheint es am Ende des 13. oder am Anfänge des 14. Jahrhunderts kopirt zu sein. Es mochte sich Jemand zur Aufgabe gestellt haben, die von den verschiedenen Tosafisten zerstreueten Glossen (NDVtN) zu sammeln und selbe als Ganzes zusammenzufügen. Sie sind in der Lhat sehr interessant, vorzüglich für den Kalmudisten von wichtigem Belange; denn durch- Vergleichung derselben gegen einander könnten somit unsere Tosafot nicht nur bereichert, sondern auch berichtiget werben. Manche Dunkelheiten und Widersprüche, entstanden theils durch das viele Abstutzen von deren Redakteur R. Elieser aus -jiO, theils durch das Einschleichen vieler Fehler durch Unvorsichtigkeit und eigenwilliges Korrigiren von Seiten der Kopisten, konnten dadurch gehoben und beseitiget werden; und die Unzahl von Folianten die durch das ganze Mittelalter bis auf die neuere Zeit herauf unsere Literatur überflutheten, würden dadurch zu Nichte gemacht werden. In der Mitte des p-© (c. 21) finden wir folgendes Epigraph (2 jODtQj iWD “Wl pTljM p'D Kim '&h 2COW pTQ&WlD dessen Glossen von obenbezeichneter Stelle bis zu Ende dieses Ms. sich erstrecken und etwa 3 Seiten umfassen. Auch kommen in diesem Werke viele Randbemerkungen vor, welche meistens mit unterzeichnet 'sind; wenige sind mit ^rm (auch nrDD 'pnj?H *Ov>)) und mit der Abbreviatur Yd unterschrieben. Wir werden bei einer andern Gelegenheit mehr über diese Handschrift sagen. Lundenburg, den 1 August 1850. David Holub» * Die Zeit, in welcher Jbn Mbirol sein DTO ppH t#E0n arabisch verfaßt, wird in den Handschriften als im Nisan des Jahres rfnn d. h. im April 1045 angegeben (Kore Ha-Dor. 6d; Cod. Mich. 344. 401 im Epigraph) und ist auch so in den Ausgaben bemerkt (s. oben c. 474). Bei dem arabischen Original der Oxforder Bibliothek (n. 359 Ute), genannt p^i^K DNDD, wird m einer Notiz TI1Dd!?N^ nwnn als Abfassungszeit angegeben, was aber, wenn es mit der anderen Angabe übereinstimmen soll, rf'JEP TODD^n!? (d. h. 1358 nach d. sel. Acre -- 1043 n. Ehr.) *) Nur ist n nn in Ffnn korrumpirt.