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Der Orient · 1850-08-31 · 35 (31.8.1850) · p. Spalte 545-546

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Journal
Der Orient
Volume
1850
Issue
35 (31.8.1850)
Date
1850-08-31
Page
Spalte 545-546 (sequence 1)
Language
German
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des Orients. Berichte, Studien und Kritiken für jüdische Geschichte und Literatur. MSB Leipzig, den 31. August 185V. Inhalt. Studien. Historisches und literarisches Sündenregister einiger Zeitgenossen. — Ueber einige populär - moralische Werke von Leop. Dukes. — Das Lied Akdamot, in hebräischer Übersetzung von Gabr. Polak in Amsterdam. — Literarische Miscellen. Ueber zwei seltene Handschriften, von Dav. Holub in Lundenburg. Zur Chronologie über Ibn Gebirol. — Ankündigungen. Historisches und literarisches Sündenregister einiger Zeitgenossen. Zusammengestellt von einem Freunde der Wahrheit.* Bei meiner Anwesenheit in Oxford nahm ich, um die dortigen literarischen Schätze zu mustern, Zunzens jüngste Schriften zur Hand, auf daß sie mir in me in er literarischen Wanderung als Leitfaden dienen sollten. Weil, wie bekannt, die Katalogisier: sich größtentheils nur mit der oberflächlichen Arbeit des Titelabschreibcns begnügten, so hatte ich das Zutrauen, daß Zunz, der mit Peinlicher Genauigkeit jedes noch so unbedeutende literarische Kieselsteinchen mit kunstfertiger Hand zerlegt und klassisicirt, die Hcrbeischaffung seines Materials nicht lässigen Handlangern anvertraut haben wurde. Leider sah ich mich zuweilen enttäuscht, und mußte wahrnehmen, daß man ebensowenig dem geschriebenen Worte der Literaturfürsten wie dem der Könige vertrauen könne. Meinen kurzen dortigen Aufenthalt nur dem Studium der Opperch. Bibliothek widmend, machte ich den Anfang mit den Codices 400 und 283. Zunz sagt über diese (Zur Gesch. und Lit. S. 106) : „Jochan an Luria in Worms schrieb unter dem Titel rDTO Glossen zum Pentateuch (Cod. Opp. 400). °) Dieser Aufsatz ist mir von so achtbarer Hand zugekommen, daß ich nicht im Entferntesten Anstand nehmen konnte, rhu hier aufzunehmen, wie unlieb mir auch die hier vorkommenden Verletzungen gelehrter Eitelkeiten sein mochten. Ich hielt mich um so eher verpflichtet zu dieser Aufnahme, als ich die Ueberzeugurig habe, daß der Einsender den hier berührten Persönlichkeiten durchaus freundlich gesinnt ist. Red. „Der Sohn von Ahron ben Na tan ei Luria schrieb einen pentateuch'schen Kommentar nebst einer Widerlegung christlicher Einwürfe, handschr. in der Oppen h. Bibl. Cod. 283, was der edirte Katalog verschweigt." Hier fand ich in der That mehr Fehler als Worte; denn 1. ist Jochanan Luria selbst der Sohn von Ahron b.Natanel, wie cs ausdrücklich in WS ti'W ed. Fürth 5528 vor dem Anfang heißt: nn 3D2 p ja pni' w : V'n nDD3 V'i wyb pnn -niriD ypr nio -nino 13 Wru vnno riS p prjN -nino rrnnn idd 'Ui Wi so schreibt auch Jochanan Luria selbst in genanntem Kommentar (Abschn. wa-Jeze): »nyDiy TinW b"i wnb pne* "rono nns 2. lebte R.Joch. Luria nicht in Worms, sondern in Niedcrcnheim.im Elsaß, wie er (ibid. Abschn. Noach) schreibt: wyD yyz BfNiW rüHDD oniDon üvd?dS njtca vb jnw -i33V N3i nDJDn rv33 D'itsn n n w rm D^rwyYra nowüw:h rm , wi«o nn iDBira ni *irp3 dDm) nw miN3 orw ino. pi , in1? wn hjdd. In der Vorrede erzählt er ferner, daß er in seiner Jugend in Deutschland von einer Jeschiba zur andern gewandert sei, und daß später, als durch die Verfolgungen in Deutschland die Jeschibot anfhören mußten und die Schüler und Jünger ohne bleibende Stätte umherirrten , er sich durch seine Geldmittel die Erlaubniß erkaufte, an dem Regierungssitz in Elsaß (Straßburg) eine Jeschiba gründen zu dürfen. — Auch sein Ahn Ahron lebte nach obiger Notiz (in Wr,n) im Elsaß TtfD lttlW MHD ^3 pm D31D \3p? Nr,K lüü pT '«i pn«. 3. ist die Schrift ipeo row nicht „Glossen zum Pentat.", sondern ein Kommentar zu demselben und zu Raschi, zu dessen Abfassung ihn die Unwissenheit 35

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