Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 11 (1850)
- Issue
- Heft 32 (10.8.1850)
- Date
- 1850-08-10
- Page
- Seite 125 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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M'wi Berichte, Studien und Kritiken Mer Das Abonnment auf ein Jahr ist 5 Thlr. Wan abonnirt bei allen lödl. Postämtern und allen solid. Buchhandlungen auf ein Zahx. für jüdische Geschichte und Literatur. Herausgegeben von Dr. Julius Fürst. Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich das Literaturblatt mitgerechnet, zwei Bogen, und zwar an sedem Dienstag regelmäßig, 1850 Leipzig, den 10. August Inhalt. Deutschland Frankfurt a. d. O. Zerstreuet? Berichte. Dr. Lewyfohn. Leipzig, Bericht über ein neues jüd. Journal in Oesterreich. Leipzig. Tod Jsr. Bodek's. — Oesterreich. Wien. Gesetz über Gesckworneneide .hei Juden. Aus Ungarisch-Brod Dokument der B ezi rksh a upt m a n n schuft gegen die .Gemeinde-Ordnung. .Kritik dieses Gesetzes in Wiener Vlgt» tern. — Großbritannien, London. .Rothschild vor den Schranken des Parlaments. — Miscellen. Das Resultat über Rothschild. - LB. d. Or. Deutschland. Frankfurt a. d. •©,, 28. Juli. Der in Nr. 26. d. Bl. des Orients von Dr. Lcwysohn .erschienene Aufsatz „Die Königstehre der Bibel" ist im hiesigen patriotischen Wochenblatt in geeigneter deutscher Bearbeitung als erster Leitartikel .erschienen, <— Dr. L. erhielt in diesen Tagen einen Rabbinatskontrakt von der -Gemeinde zu B. in Preußen, so wie Aufforderungen aus einigen andern Gemeinden zur Ueberncchme des Kabbinats; doch dürfte derselbe für's erste den hiesigen Ort nicht verlassen. — Wie man erzählt, soll die Liturgie am jüngstgewesenen Tischa-Bcab in der.berliner Synagoge zeitgemäß modifieirt worden sein; .hierorts spielt das Alte, wenn nuch nicht liebenswürdige, so doch liebgowordene immer noch fort. Zn Neuzelle wurde vergangener Woche ein jüdisches Paar in dem dortigen Klostersaal getraut. Eine zahlreiche christliche Zuhörerschaft wohnte der Trauung .bei. Bedenkt man, daß vor 2.5 Jahren an diesem Orte kein Jude wohnen durste, so ist .jene an Tag gelegte Toleranz um so e.rffreulicheL. Der katholische Pfarrer hatte die Freundlichkeit dem Dr. Lewysohn, der die Trauung vollzog., die Sehenswürdigkeiten der katholischen Kirche |u zeigen, wobei erwähnenswerth ist,, daß die Freskogemälde an der emen Seite der Kirche nur ans Scenen aus dem A. T.> an der andern Seite aus dem N. T. -bestehen. Leipzig, 1. Aug. So eben kommt uns ein neues journalistisches Unternehmen aus Oesterreich zu Gesicht, daö für die zahlreichen israel. Gemeinden daselbst wie nicht minder für die Israeliten im übrigen Deutschland von großem Interesse ist, und mit Freuden wünsche ich demselben eine längere Dauer und eine größere Ausbreitung al.s den gleichen frühern Unternehmungen in Oesterreich. Dieses Unternehmen führt den Namen: „Wiener Blätter" und die Redaktion wird von Dr. M. Lette.ris und Ad. Neustadt geleitet und da diese Männer schon anderweitig als Publicisten sich bewährt, so kann man nur die besten Hoffnungen von diesem Unternehmen hegen. Der Inhalt der bis jetzt erschienenen drei Nummern ist: Handelspolitik für Oesterreich- — Jnruhcstandsversetzung Haynau's. — Eduard Simson. — Borne's erste Liebe. — Unterschleif bei österr. Fabrikaten. — Die Str.afkontcibntion in Ungarn als Kultusfond. — Dorfsabbat. Ans einer Erzählung von Leop. Kompert» — Die Reichsschatzschcine, ein leicht nachzuahmendes Papier. — Die Verunglimpfung der ungarischen Juden durch den Soldatenfreund. — Der Fortbestand des Jsraelitenspitalö in Wien. — Die Strafkontribution der Juden in Ungarn. — Die Sonntags- und SabbatSfeier. Ernstgcmein.te Scherzrede. — Olmützer Marktordnung von 175,5. — Literarische Besprechungen: Lmelr bll-Lllcen- Die Synagvgalverfasftmg Mährens. — Aabbi Israel in/Brody. — Drei Ritter in Triest, israel. .Konfession. — Ein Rabbiner im Divan zu Damaskus. — Gemeindeangehörigkeit in Wien. Der Kazünierz und Krakau. -- 32