Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1850
- Issue
- 26 (29.6.1850)
- Date
- 1850-06-29
- Page
- Spalte 401-402 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Meraturblatt -es Orients. Berichte, Studien und Kritiken für jüdische Geschichte und Literatur. ÄH. L e i p z i g, den 29. Juni 1550. Inha lt. L itera tur -Berichte. Riga. Bibliographie von Wunderbar. — Studien. Ueber die ersten Sammler her Psalmen. Von H. PH. Ree. — Die Königslehre der Bibel. Von Dr. L. Lewysohn. — Literarische MisceUen. Acha aus Sibadcha, und die Scheeltot. — Sulamith und Eusebia. Erinnerungen aus der Mendelssohn'schen Periode. Von L. Weyl. — Kulturhistorische Miscellen von L. Dukes. — Ankündigungen. Literatur - Berichte. Riga, im Jahre 1849. (Bibliographie, mitgetheilt von R I. Wunderbar.) 1) owaai min TOiri u^ün D^inin, b. i. eine hebräische Bibel mit jüdisch-deutscher Uebersetzung, von Rabbi Jekutiel den Isaak Blitz aus Wittmund. Gedruckt zu Amsterdam bei Uri Phöbos ben Ahron Ha-Levc. Das Haupttitelblatt (&D',n, aus 54 Folio-Blättern bestehend) hat die Jahreszahl ^'^n (1679) 5 -darin folgt rnb^D mit besonderem Litelblatte und der Jahreszahl s^n (£676) von fol. 55 — 63 z dann DWDJ DWtO, dd. (1677) von fol. 64—117; dann ist hier eingeschaltet N^yin, '* Moralische Anwendungen der biblischen Geschichte aus cwao D'NOJ von Ralbag (mit neu paginirtm Blättern von 1-—18); hierauf folgt m")m DW3J von fol. 118 — 193; endlich cid. ri'bn (1678) von fol. 195—249. — Ueber den Werth dieser damals Epoche machenden Uebersetzung der Bibel, ist nicht diel zu sagen, weil, was auch schon Moses Mendelssohn in der Vorrede seiner Bibel bemerkt hat, der Uebersetzer nur höchst geringe und mangelhafte Kenntniß der hebräische Sprache besaß, gründliche Kenntniß aber bei einer solchen Uebersetzung gerade unumgänglich erforderlich ist. Nichts destoweniger hat dieselbe, in Ermangelung einer bessern, damals allseitigen Anklang gefunden und dürften nachstehende Notizen uns ein treues Bild jener Zeit liefern. Um dieser Uebersetzung allgemeinen Eingang zu verschaffen, schickte der Verleger Uri Phöbos zu Amsterdam einen Kommissionär in verschiedene Ortschaften auf seine Kosten herum, von den berühmtesten Autoritäten nwDO.1 Zu diesem Werke zu sammelp. In der Folge entspann sich zwischen beiden ein Rechtsstreit um den Verlag, welcher dem Verleger gegen 2000 Thaler kostete, so daß dieser Umstand ihn dergestalt entmuthigte, daß er sein Vorhaben, dieses Werk auf seine Kosten drucken zu lassen, aufgeben mußte. Glücklicherweise nahmen sich seiner nachfolgende Männer und damalige Gönner der hebräischen Literatur an - nämlich der Alt-Schöffe zu Amsterdam, Meister Wilhelm Blau, Johannsen genannt, und der Licentiat beider Rechte Laurentius Bakius, welche beide durch Vorschuß der Druckkostcn sowohl, als auch durch Auswirkung eines königl. polnischen Privilegiums (das dem Werke vorgedruci't worden ist) gefordert haben. — Das Privilegium ist von Johann dem Dritten, König in Polen, Großherzog in Lithcmen, Reußen, Preußen, Masovien, Samogitien, Kijow, Wolhynien, Podolien, Podlachien, Livland, Smolensk, Severien und Czernigow, d. d. Danzig, 17.Oktober 1677. — Unter den niDDDnn finden sich: Die Rabbiner der niSTiN nymN, namentlich Mose ben Isaak aus Krakau ci. d, Lublin, 1671, Hirsch ben Secharja zu Lemberg, Isaak ben Seeb Wolf zu Opta (welcher damals eben als Landrabbiner aus Krakau hierher berufen wurde), Mose ben Mose Mardechai V] -pn, zu P i l lau, (aus Posen zum Rabbiner berufen) d. d. 167.1. Die gesammte Unterzeichnung geschah in der zur Zeit üblich gewesenen Rabbinerversammlung der ni^HN '*7 an der Gromnizmeffe <Lichtmesse» zu Lublin niSIN rl DDOT1? D'NDD U’QK' V-2 ]D^ rn , 'n nr mon pb2)b pp hd , tanjDN-ü nnyunm pDf,7 N,,5pn.— Dann folgt eine Unterzeichnung auf der Versammlung zu Jaritfchin NyiO) von Isaak Posener d. d. 1672. — Zu Amsterdam sind unterzeichnet Isaak Aboab und Jakob Sasportas, als Rabbiner und Vorsteher der Lehranstalt Talmud-Lora, d. d. 1675z dann die Parnaßim von Amsterdam: David Enriquez Paru, Isaak di Prado, Jakob Franco da Silva, Mose Ferrera, Josef Dasivido, Isaak Levi Siminiz und Jakob Lilis da Kosta u. A. m. d. d. 1675. — Auch einen wandernden NON3 ausPillau 26