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Der Orient · 1850-06-22 · 25 (22.6.1850) · p. Spalte 397-398

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Journal
Der Orient
Volume
1850
Issue
25 (22.6.1850)
Date
1850-06-22
Page
Spalte 397-398 (sequence 7)
Language
German
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Studien. Kulturhistorische Miscellen. 398 jcjdischcn ju« die Entscheidung, wie sonst dem persischen König ovlag, bald sott es mir dem aramäischen son zusammenhängend n?ag auch König bedeutet, bald endlich soll es blos ein Auna- ^mE^d^tnspielung^auf die biblische Phrase y,nN -IDN^N h» Arjoch ist König, aber nicht für snwx, wo die Halacha, wie Rad entscheidet). Ausführliche Verhandlun- ^A^arüber kg.yn man Nachsehen bei den Kommentatoren, den Losafot und i» Jesaja Berlin's Hafala Scheba - "Arachin 8. v. — Es giebt noch andere Erklärungen z. B. von nsnN (Heilung), weil er Arzt, von -piN lang u. s. w., die übrigens noch weniger für sich etwas haben. Ich glaube, über dieses Wort eine neue Konjektur geben zu können. Es ist bekannt, daß die Lalmudisten die Namen der heidnischen Götzen, ihrer Heiligthümer, gern korrumpirten, wenn sie dieselben anzuführen hatten,, z. B. no für rVD (Aboda Sara 46a). In Seder Olam rabva (e. 30) > wo es heißt: 8 2^8^) ist gewiß die Verstümmelung von Das talmudische ndUM lst aus absichtlich korrumpirt, weit es mit Hymen zufammenfällt. Nun scheint mir, daß die Berühmtheit Samuels als Astrokog, wie er doch auch sagt y'pTl pTPU, ihm den Namen -jvhn verschafft haben, imdemmanOrion lesen muß. Zuerst mag ihn vielleicht sein Genosse auf diesem Gebiete, Ab lat, so genannt haben, und wahrscheinlich war diese Benennung nur in Babylonien gebraucht, wo immer die Wiege des Sternkultus gewesen, und in Palästina mag er dafür von m* (Mond) benannt worden sein. Nachw. des Red. Ich brauche es wohl kaum zu erwähnen, daß diese neue Erklärung den barocken Erklärungen der Alten nicht nachsteht. Wenn Arjoch seiner Form nach nicht „der Lange" (wie Juchasin) und auch nicht „drr Heilkünstler" (ib.) nach hebräischer oder talmudischer Etymologie heißen, kann, wenn nicht König bedeutet, sobald es semitisch sein soll, da weder aus nN noch aus «kn solches Monstrum entspringen kann: wenn schon durch Rasches Vermuthung, daß pHN blos symbolisch, als Anspielung auf die Phrase -idn^n "j^D "pnN, wenigstens durch die Hinweisung auf den westasiatischen Namen in der Bibel, der richtige Weg gleichsam vorgezeichnet wird, so muß eine Jdentificirung mit Orion, den der Hebräer Thor oder Narr nennt, in ganz Westasicn der Stern Nimrod, des Empörers, des frevelhaften Riesen, mehr als sonderbar erscheinen. Hr. B. hätte sich fragen sollen: 1) In Bezug auf das Wort an sich hätte wohl einer der vielen semitischen Namen des Orion , N"P.W , t^HD u. s. w.) stehen sollen; 2) sollte einmal das griechische Wort gebraucht werden, so hätte wohl anstatt -j hinten ] stehen; 3) hätte vorn —IN stehen müssen; 4) wenn die Lalmudisten absichtlich das Wort korrumpirt, so sollte erst nachgewiesen werden, ob das griechische Orion je in den Lalmuden gebraucht wurde; 5) mußte es erst noch bewiesen werden , daß man einem den Beinamen Orion oder eines andern Sternes gegeben, um dadurch anzuzeigen, daß er ein Astrolog sei; 6) daß man dazu noch obendrein ein solches Sternbild wähle, womit die Babylonier, Perser und ganz Westasün gcrade etwas für MW.. Samuel Ehrenhaftes nicht verbindM 7) daß doch wohl die W Annahme zu kühn sei, daß der Talmud und alle seine Kommentatoren das Wort falsch geschrieben; 8) daß es doch sonderbar wäre, ein wrstasiatischer Name, der schon in der Genesis ebenso verkommt, mit einem Male als korrumpirt anzusehcn; 9) daß^ do.ch^der Beiname jota schon auf den richtigen Weg weise, ryas Rälschi auch vorgeschwebt, wenn er auch das Wort nicht erklären konnte; 10) daß der Name 'b'l'lTy* keineswegs von riT gebildet sein kann, weil es sonst TTY» heißen mußte; LI) daß diese Form einen Stadtnamen ITH* eher voraussetzt; 12) daß die Benennung etnef Astronomen nach dem Monde ohne Analogie ist; 13) daß weder in Seder Dlam noch NßU'n im Talmud korrumpirt sind, und sogar die Stelle aus Seder *Olam nicht richtig angegeben ist. Doch um nicht diese Punkte bis ins Unendliche fortzuführen will ich hier schließen, und will nur dadurch den talentvollen jungen Mann aus diejenige Bahn leiten, wo man nicht jeden Einfall für eine Wahrheit hält und jcden ' L'IIN als gut. Die einzig historisch mögliche Erklärung des Arjoch habe ich in meinem Buche „Kultur- und Literaturgeschichte der Juden in Asien." Bd. I. S. 100 gegeben. Literatur- und kulturhistorische Miscellen von Leopold Dukes. Ein Gedicht des R. Iehuda Ha-Levi. * TO' te.nn'öi i'jm -p 'HDW M ItMt ID'DJQI 12 k HfOpN ’flNl 'nnijo 3id nioyos I'LVI , ' N3io^ ’JDun D’jn '-y — ’nol? ’JiW rin! 2pj?i ix^ na ’n^>nc nb~b nntjw «bi nnj? 123 TOttOtt ,13'ttl », : 1°2 iy ipj <V) •) Dieses Gedicht befindet sich in der öfter schon erwähnten Handschrift Poco cke 74. Eö steht unter den Gedichten des Iehuda ha- Lew i, obwohl das -py (Worte, welche fast bei allen seinen Gedichten als Ueberschrift Vorkommen) hier nicht steht. Es stchm blos die arabischen Worte darüber rfrtUnD ^pi worüber die hebräischen Worte yw D& 13-iyn sich befinden. Wenn Iehuda ha-Le wider Verfasser dieses Gedichtes ist, und damals noch keine 24 Jahr alt war, so k§nn man ohngefähr schließen, wenn er dasselbe verfaßte (vergl. das daraus folgende Gedicht). 1

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