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Der Orient · 1850-06-15 · 24 (15.6.1850) · p. Spalte 381-382

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Journal
Der Orient
Volume
1850
Issue
24 (15.6.1850)
Date
1850-06-15
Page
Spalte 381-382 (sequence 7)
Language
German
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3@t, Studien. Kulturhistorische Miscellen von Dukes« 382 nyiQ rs pin V2) mm b y^>3' 4. D’3"3JT 1D1J’ D\T!D N'3V rupron nnM.vn , rupmn nio'yjn rornn hnj^d inssisn n.vjpn HDD.naP n'nj iriNn b □am»'1 2 3 4 5. . ]nrn n:yin 'rin 'i pnt ’nn cmjl Wl , D’jpi nS’DN3 ]1~DD Ipnv N'V'N Ivp3' ansy nPo' cd’oiv 'i 6. mno’ pinn , in'*n’ min .-uianm njnn ' ruiDNm np-ian H21D1 H3riN lü’3’ Qlb ri3Ti3D nnpa isr-H’ anm 7. rbmm ya3 ivo 'Din parart’ or6 inyn Py k"n n'pyni n'rnn nninDv w paim py’tsn'i U’b’i iyn'i 8. . jmirjp ’b ~y , jns’ cym m«Nfi nDDD , mrwn njna C'Ji’Njn o'anyn omn'ntia rob D’jnin iD3’ nnD’aoD asnona 9. , djisi iyrr"3 oyn nm dn nib inDN Ti« ’"'D DJinb ii'2n ION min nun crrb wnp nn 10. , D’ym 5N~ip’ , D'ynn m1? Dnow Dym D'itya nob!> W3 n~om iD'nb njmp’i pjs niyw DNOy pan 11. id’sn naua nyn d’dnid , i'j3 iisoT "b cnNjpa , iat> iw'W' int D'yin IMS TNO' PJNT 'n 12. VV 'bnQ IDylJQ 1TIT b D'ym itid’ ni33b rO’D DV , WW D’H^N : njutbi 'pmb dciö» php!? Literatur- und kulturhistorische Miseellen von Leopold Dukes. Die Homiltonische Methode. Die sogenannte Hamltonische Methode,' welche in neuerer Zeit sehr beliebt wurde, und welche bei den Juden schon seit 500 Jahren sich urkundlich Nachweisen laßt,8 scheint schon zu den Zeiten des Talmuds üblich und bekannt gewesen zu sein. Das ~nni UdA (vergl. unsere rabbinische Blumenlese S. 195 Nr. 43 > und unser Glossarium dazu Art. f dieser Ausspruch in Wecbindung mit einen andern N'ttn 'lüh ton (vergl. ebendas. S. 152 Nr. 254) enthalten die Ansichten, daß etn Wissen selbst ohne System nützlich ist, und daß man damit den Anfang machen müsse. Folgende Stelle (Aboda Sara S. 19) drückt dies noch deutlicher aus. 'Nv yi' Nb jyVi itodt i’yNi w’N □'i.'b obiyV n!?i OVO iiDij ’tys: n o *n <V'PO'bn) idnjbi nvNp — ruriD sto „Der Mensch soll erst lernen, obwohl er es vergißt, obwohl er nicht weiß was er sagt, denn es heißt (Psalm 119) nuv und nicht njntt".4 Wenn die letzte Stelle auch den Sinn in sich faßt, daß das Studium des Gesetzes an und für sich heilsam ist, so ist der didaktische Sinn des Spruchs nicht zu verkennen. Das anfängliche Lernen, will der Talmudist sagen, selbst wenn der Lernende nicht alles verstehet, hat den Nutzen, daß er sich übt, wenigstens dem Gedächtnisse etwas onzuvertrauen, wenn er nachher davon Gebrauch machen will. Diese Methode hat sich bei den Juden bis in die neueste Zeit herab erhalten, und die Früchte davon war die umfängliche Kenntniß der Bibel, welches dann auch für das Schreiben nützlich war. Die Muhammedaner lernen so den Koran. 1) Man heißt diese Methode auch Jnterlinearmethode. Hamilton war der Name dessen, der auf diese Methode aufmerksam machte. Jnterlincar-Methode heißt dieselbe, weil sie lehrt, unter jeden Wort die Uebersetzung zu setzen. 2) Ueber einige handschriftliche Glossarien in deutscher und französischer Sprache, nach Ordnung der Bibel, haben wir einige Mittheilungen in der Einleitung zu AttfD gegeben. 3) Das rtfrp DrfNi mm otn nirA' ri?ijA (Aboda Sara S. 19) drückt dasselbe aus. 4) Zur Erklärung dieser letzten Worte genügt zu wissen, daß das Wort d~Ü im talnmdischen Idiome „lernen" heißt. Im biblischen Hebräisch heißt „zerreiben". Die meisten jüdischen Ausleger nehmen das biblische Wort noU in dem Sinne von „zerreiben". Die Talmudisten knüpfen, nach ihrer Art, an diese Bedeutung des Wortes ihre Ansicht von der Didaktik. 4

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