Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1850
- Issue
- 22 (1.6.1850)
- Date
- 1850-06-01
- Page
- Spalte 339-340 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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339 Kurze Anzeigen. Das Kalenderwesen. Spruchbuch. 310 he Earliest Times to their final Expulsion from those Kingdoms, and theier subsequcnt Dispersion: with completn translation of all the La\is mode respecting their cfuring a their long Establishement in the Ibei'iun Peninsula. Ly E. H. Lin du. London 1849, 8 (S. 398) — 21) '1'he Status of the Jews in England, from the Time of the Normans to the . Kcign of Her Majesty Queen Victoria, impartially considered : comprising* Authentic Notices, deduced from the Historical and Legal Kecords; and a Synopsis cm the Debates of the Jewish Disabilities Bill. By G. Egan. London 1848, 8. (S. 184). — 22) Records of Events connected with the History of the Jews, from the Creation to the present time, and their bearing on modern European Society: or, the Vicissitudes of God’s People traced, shewing the Care takeu by the Almighty to preserve hisWershipj with some Observations on the proniised Restoration of Israel. Ly C. T. Mitschel. London 1849. 8. (S. 6l3). — 23) Beiträge zur Einleitung in das Buch Zefaja und zur Geschichte der jesajanischen Zeit. Von C. P. Caspar!. Berlin 1848. 8 (VI. 356). —20) Om Synspunktet for Opfattelsen of Philo’s Gudserkjendelse. Et Bidrag til at oplyse den theosophiske Erkjendelses Natur, of G. St een h erg. (Heber den Gesichtspunkt zur Auffassung der Gotteserkenntniß Philo's. Ein Beitrag zur Erläuterung dertheosophischen Erkennrniß). Kopenhagen 1849. 8. (S. 220). — 25) ’Ead'rjQ. Dupiicum libri textum ad optimos codicos emendavit et cum selecta lectionis varietate ed. 0, F. Fritzsche. Turici 1848. 4. (S. 44). Diese kritische Ausgabe des doppelten griechischen Textes des Buches Esther soll als Probe einer kritischen Behandlung der LXX und anderer griechischen Uebersetzungen des A. T. angesehen werden. — 26) Was bleibt? Zeitgemäße Betrachtungen des Königs und Predigers Salomo über die Eitelkeit aller Dinge. Uebersetzt von Fr. W. C. Um breit. Hamburg 1849, 8. (FS II. 89). — 27) Der Spinozismus als unendliches Revolutwnsprinclp und sein Gegensatz. Rede in d. deutschen Gesellsch. zu Königsberg. Königsb. 1848. 8. (48 S.) Kurze Anzeigen. 7) Kritische Beleuchtung des jüdischen Kalenderwesensvon I. S. Lavadeux. Rödelheim 1850. 52 S. 8. Ein merkwürdiges Merkchen, schon dadurch, daß es einen achtzigjährigen Greis zum Verfasser hat, der es über sich vermochte, während so viele Wiegenkinder auf dem literarischen Markt sich sehen lassen, den späten Abend seines Lebens abzuwarten, ehe er eine Geistesfrucht heraushing, damit die Nachwelt einen neuen Samen finde. Der zweite Umstand, welcher Dank verdient, ist, daß der Verfasser es auf eigene Kosten hat drucken lassen, und keinerlei Vortheil von dem Absatz erwartet. Wir haben also hier eine aus reiner Theilnahme für den Gegenstand hervorgegangene Arbeit. Sie enthält nun, wie sich von selbst versteht, keine neuen astronomischen Beobachtungen/ stützt sich aber auf die neuesten Berechnungen, und hat also wissenschaftlichen Boden. Was sie bezweckt ist dieses: 1) zu erweisen, daß die Ordner des jüdischen Kalenders nicht eigentlich von astronomischen Gründen ausgingen, und folglich der jüdische Kalender nicht einer eigenrhümlichen Beobachtung des Sternenlaufs und einer eigenen Art, die Sonnen - und Mondjahre ausgleichen zu wollen, seinen Ursprung verdanke, sondern daß sie vielmehr diese Ausgleichung mit Rücksicht auf die Ausübung des jüdischen Gesetzes so zu bewirken versuchten, daß diese nicht allzugroßen Schwierigkeiten unterliege, daß sie also im wahren Sinne des Wortes re for ma t o risch zu Werke gingen, und lieber einen Festtag der Natur und folglich auch dem ursprünglichen Gesetz zuwider, auf einen andern Tag verlegten, damit ec auch gehalten werde. 2) entwickelt die Schrift das eigentliche Verfahren der Gelehrten, welche den neuern (seit etwa dem Beginn des sechsten christlichen Jahrhunderts bestehenden) Kalender seststellten, — und die uns nicht einmal dem Namen nach bekannt sind, — um darzuthun, welche Schwierigkeiten sie vorfanden, um frühere Autoritäten unter einander möglichst in Einklang zu bringen. Er zeigt dabei, daß augenscheinlich dieselben einem weitern Fortschritt vorzugreifen keineswegs beabsichtigten. 3) weist sie nach, daß unser Kalender in den Jahren zwischen 590 — 600 seinen Anfang wirklich genommen habe, wie schon Israeli blos geschichtlich angegeben hat; unser Verfasser beweist es durch einen bis dahin zurückzuführenden Rechn u ng sfeh ler, auf dessen Fortschaffung die Rabbiner endlich Bedacht nehmen sollten, damit er nicht im Laute der Zeit noch größer werde. Dies Letztere Doppelergebniß halten wir für das sehr anerkennenswerrve Ziel der vorliegenden Schrift, über dessen Einzelheiten Sachkenner von Fach ein gründlicheres Urtheil abgeben mögen, als wir uns zu trauen. I. M. Jost. 8) Biblisches Spruchbuch zum Religionsunterricht in israelitischen Schulen, von L. M. Hainebach. Rödelheim 1850. 207. S. in 8. Hebräisch und Deutsch. Was dieses Buch sagen soll, giebt der Titel an. Geordnet ist es nach den Ueberschriften, welche lauten A. von Gott und seinen Eigenschaften. L. vom Menschen. 0, von unsern Pflichten, v. Pflichten gegen uns selbst, E. gegen Andere. F. in besonderen Verhältnissen. Die Auswahl ist zweckmäßig, die Uebersehung nach Zunz mit einzelnen nothwendigen Abänderungen z der Text correct» 2m Allgemeinen leistet das Buch, was es soll. Hier und da möchte man Ausstellungen machen, die vielleicht spälern Verbesserungen Raum geben. Die Stollen, welche die Sinnlichkeit etwas zu stark beschreiben konnten wegbleiben und bloße Andeutungen wären genügend. Wir glauben, daß der Verfasser noch in der gegenwärtigen Auflage diesem Uebelstande durch Einlegung anderer Blätter abhclfen werde. Sonst aber verdient das Buch Empfehlung. I. M. Jost.