Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1850
- Issue
- 16 (20.4.1850)
- Date
- 1850-04-20
- Page
- Spalte 253-254 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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253 254 Studien. Kutturhistonsche Miscellen. Daß dcr Leser nichts über den sprachlichen oder sonst!- ' gen Werth eines Werkes erfährt, das ist uns nicht ausgefallen. Denn dazu gehört Kenntniß der Sachen und Urtheil. Die genannten drei Merkchen r,^ VD u. s. f. sind geistreich, ebenso das sy; das HttfJJD hat nur den Werth in der Seltenheit; eben so das genannte "IV und das nnN2 ND^ mp, D'b&Dnn 1DD (der Katalogist nennt es unrichtig übwün DDD) ist sehr dunkel. Das anin ]wb ist zum LH eil schön orientalisch. Der Katalogist hat diese Sachen und andere mehr gar nicht verbanden. Wir könnten Beispiele aller Arten von Fehlern in zwanzigfacher Menge vorführen. Dies aber ist unsere Aufgabe nicht. Die Fehler des ersten Katalogs zu verbessere ist Aufgabe des neuen Katalogisier!. Wir wollen hier nur warnen vor dem Gebrauch dieses Katalogs zu speciellen literarischen Zwecken, wenn nicht von anderwärts her Bekräftigungen für etwas da ist. Wir wollen nur noch ein Beispiel dem Leser geben, welche Resultate die Literaturgeschichte liefern würde, wenn man sich den Angaben des Katalogisten anvertrauet. Nr. 195 4. lesen wir die Worte niDnn 1DD vk 12 d.ton 'no pnyio D^DiDD’ixb »sm -iddi not’ty 12 min1 'mi 3iy p©^ ^snon E'ipn p&S'P ’Pin. diesen wenigen Worten sind eine gar nicht unbeträchtliche Anzahl Fehler. Daß dieses das -^o NmD Dy ist und nicht das £0Jn 1DD des Aristoteles wird dem Leser nicht bemerkt. Wenn der Leser aber weiß, daß es das Büchlein von Galiiurs ist, so verstehet es sich von selbst, daß Aristoteles nicht der Verfasser ist. Der Leser glaubt Abraham ben Chasdai hat es ins Arabische übersetzt. Daß derselbe schwerlich Griechisch verstanden hat, dürfte man von selbst annehmen. Es stehen aber im Buche selbst zum Schlüsse des rriDnn nDD die Worte ny pnyl Nämlich das von R. Abraham ben Chasdai beziehet sich auf das H'Dnn DDO, zu Ende des mann “00 liest man die Worte nm IDn DQD mriN Bon Aristoteles ist hier keine Rede. Jehuda Charisi ist der Uebersetzer des DDD. Der Katalogist hat dieses zusammengezogen und der Leser glaubt, es ist von einem Werke die Rede. Daß aber Jehuda Sharisi das G£/Djrj übersetzte, würde man aus dieser Ausgabe auch nicht erfahren, wenn man es nicht aus Handschriften und andern Editionen schon wüßte, denn in dieser Ausgabe fehlt das Wort der Setzer hat es vergessen, es ist Platz gelassen für das Wort. Nach dem tt/END “)DD stehen folgende Worte in dieser Ausgabe: my jib6d ipTiym btsoi fjuai wzn *)ioi^Dn nm pnyn [*mn] jdn dd mi.T 'n wipn \wb nttffrO niN3- HIN. Nach dem Worte pN ist ein leerer Raum. Zu Anfang dieser zwei Werkchen stehen die Worte wsni md aixn wsjn iddi niDnn ddd. Es befinden sich hier in diesem Buche noch allerlei interessante Sachen, z. B. Dnnrn D’DDn 'bü/D, welches nur ein Kapitel aus Lachkemoni des - Cbarisi ist, das Gebet 'MPJüy''l pUtf, welches wir in Moses ben Esra (S. 67) abgedruckt haben. Ferner eine erbauliche Abhandlung, zum Theil geistreich geschrieben, anfangend nDDriDJ nun Tnyb nopm nrmu no^/ nnuo nBtöob -wP 'Ul ilW NUH O HVTJ. Eine andere erbauliche Allegorie anfangend iPddupnn DN* rby pioo nn» u. a. m. (Fortsetzung folgt.) Literatur- und kulturhistosche Miseellen von Leopold Dukes. Ein religiöses Gedicht. ' n n ’ V d rfori» noi’x mty ids nsptso n!>yson p-iaoi 3!? Dins ’twinn n^nini nisyio nutcru ipn : abmab bn.in -undd ipo njinJ myio pbji -pw pan pn nrn> nnu udd ~\b no , ]vby ranp myojj ruycw U’D'3 nxi , wyd) moiy vd min rum vs non tn : nbunsi iptsra ms^no my njir U"yo -Noa mos, Mb dn wdj myin inso pxty , nnss pob mym ujym v6yi , nyn mpo .sin my’UJ3 ntPuo rmsn ioty^ *ib»n : n^oi msn bz niyjoj ud □’pityy dsm2 no’M oyb pus nmsn D’pnty ny dt pDro nsy3 ioiy tn D’pns D.niDN dxi nniDN ’T’ D’piny D'i2ib pbrp pnt D’ppinsyo oVn^no hdb'idd nVnin : n^nmn nnow D’pnsn my!? im •) Dicscs Gedicht befindet sich in einer sehr werthoollcn handschriftlichen Sammlung im Besitze des Hrn.. Chaijim Guedalla in London. Das Gedicht athmct tiefen religiösen Sinn, und ist aus der Brust eines frommen Mannes, der uns nicht bekannt ist, entstammt.