Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1850
- Issue
- 14 (6.4.1850)
- Date
- 1850-04-06
- Page
- Spalte 211-212 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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211 Studien. Natan Ghazzati's Reiseberichte von De. Horschetzky. 212 ib. L8LA, 8; id. 1829, 8; ib, 1836, 8. — 7) Lehrbuch der ' hebräisch-jüdischen Archäologie nebst einem Grundriß der hebräisch-jüdischen Geschichte. Leipzig, 1814, 8; ib. 1830, 8; id. 1842, 6. 8) Programma de Piophelarun» in veteris Testament! ecclesia et doctoruni theologiae in ecclesia evangelica ratione*;4iq'«e•• simS-teidine.*' Berlin, 1816, 4. 9) Lehrbuch dtt-' hMotiM'kütrMn''-Einle'ttüng' ln die kanonischen und apokryphischen Bücher des alten Testaments. Berlin, 1817, 8z ib. 1823, 8z ib. 1829, 8z ib. 1833, 8z ib. 1840, 8 z ib. 1845, 8. Eine englische Uebersetzung dieses Werkes ist erschienen u. d. T.: Ci'itioal and historieal introduction to the canonical scriptures of the Obi Testament 5 front the german translated and enlargeci by Theodor Parker. 2 Vol.: Boston, 1843, 8. 10) Die Artikel zur biblischen Einleitung in der Höllischen Eneyklopädie. 11) lieber die erbauliche Erklärung der Psalmen, eine Beilage zu dem Komm, über dieselben: Heidelberg, 1836, 8. 12) Die biblische Geschichte als Geschichte der Offenbarungen Gottes. Berlin, 1846, 8. — Von Dr. Elj. Carmoly ist in der franz. Monatsschrift L’Univers lsraelite erschienen: 1) La famille Almosnino. Eine Darstellung der Familie Almosnino in 10 kleinen Abschnitten, theils biotheils bibliographisch, mit reichen Belehrungen aus Handschriften und aus seltenen Druckwerken. In den Monats- Heften Januar—März abgedruckt. Wir werden bei Gelegenheit eine Uebersetzung dieser Darstellung in diesem Literaturblatte mittheilen. 2) 'v^IVN' “DD^nD niJBp nirODO jap nebst einem Kommentar, benannt nwy nj/a'Bf, Hr. Carmoly giebt in einer hebr. Ankündigung die Nachricht, daß er aus Afrika von Jehuda Toledano eine Abschrift von sieben apokryphischen Traktaten des jerusalemischen Talmud's erhalten, kopirt nach einer zu Salonik genommenen Abschrift vom Jahre 1509, die der genannte Toledano besitzt. Diese Traktate sind: a) rn)n “IDD;D in 5 Kapiteln z b) nmo yD in 2 Kapiteln; c) 'ö in 1 Kapitel z d) n’S’H 'o ebenfalls in 1 Kapitel; e) 'D in 3 Kapiteln; f) 'ö in 2 Kapiteln; g) Dnj 'd in 4 Kapiteln. Diese 7 Traktate, deren Mose Nachmani, Me'iri, der Vers, des sy u. A. gedenken, will Hr. C. mit einem kurzem hebr. Komm, ediren und zwar in dem Folioformat des großen Amsterdamer q"^/, Der Preis wird 20 Fr. sein. Wir wünschen dem Herausgeber den besten Erfolg. Am Schluffe der Ankündigung macht der Verfasser noch bekannt, daß er unter dm Handschriften seiner reichen Sammlung auch noch folgende höchst seltene Werke hat: 1) Die Peffkta des Rab Kahana (die alte?), 2) bag Sefer Halachot des “hjVv, 3) die Tosafot des u. a. m. — Von unserem berühmten Lnzzatto ist gedruckt erschienen: Galen darin Ebraico per venti secoli esteso con nuovo metudo da 8. IK b uzzatto etc. socio eorrispundenfce dell’ 1. 11. bstituto Veneto. Padua, 1849, 4. Diese werthvolle Abhandlung hat die Akademie auf ihre Kosten drucken lassen und Schreiber dieses hatte sie bereits früher in französischer Sprache zugesandc erhalten. Bei Gelegenheit, werde Ich -e(nen Auszug aus derselben miltheilen. -Natan Ghazzati's; Reifeb erichte, in deutscher Uebersetzung mitgethcilt von Dr. M. Horschetzky, (Fortsetzung.) Warum lassen sie uns dinn gar nichts mehr von N. Ghazzati's Reisen hören? fragte mich neulich einer meiner Freunde. Sie hatten uns ja im Eingänge dieser Mittheilungen gesagt, wir werden diesen interessanten Touristen bald in Kairo bald in Eziongeber, bald an den Ufern des Gap.» ges finden; bis jetzt ist er doch noch immer nicht von der Insel Shendi weggek-ommen. Wissen sie denn nicht, entgegnete ich, daß Mars, der Schreckliche, der Gefährte der Pest und des Hungers, auch in unserer Heimath grwüthet hat? daß viele.der Uirserigm in den verschiedenen Schlachten gefallen sind? und daß die friedlichen Musen trauern, solange das blutgetränkte Schwert sich nicht in die Sichel umwandelt? Wissen sie nicht, daß drr Herr mir ein theueres Opfer abgefordert, daß er mir meinen jüngsten talentvollen Sohn, meinen Heinrich, mir genommen har? Ach! an dieser tief geschlagenen Wunde blutet noch mein Herz. — Unter solchen Verhältnissen hatte ich nicht Muße mich cm eine wissenschaftliche Arbeit zu machen. Seitdem aber Janus Tempel geschloffen ist, und Ruhe und Ordnung zurückkehren, gehe ich gern wieder an die Fortsetzung der Reiseberichte N. Ghazzati's. Um dem Gedächtnisse des freundlichen Lesers zu Hilfe zu kommen, will ich erinnern, daß wir in unserem letzten Berichte N. Ghazzati in Gesellschaft seines Berbers und eines gelehrten Reisemannes auf der Insel Shendi verlassen haben, wo er mit einem habtssinischen Juden aus Segonet zusammentraf, der ihm verschiedene Nachrichten über seine Glaubensgenossen micgetheilt hatte. Wir wollen nun, was ihm auf seiner weiteren Reise begegnete, ihn selbst erzählen lassen: Natan: — „Nachdem der-Habessinier sehr entrüstet verschwunden war, und wir uns bereits reisefertig gemacht hatten, schifften wir uns auf dem Nil ein, und nach einer Fahrt von 12 Tagen stiegen wir am linken Ufer des Stromes an jener Stelle aus, wo einst das weitberühmte Theben stand. Welch ein Anblick! das hunderrthorige Diospolis, — .es ist ein Schutthaufen geworden. Nichts als riesige Trümmer ehemaliger Pcachtgeba'ude» Ich wendete mein Auge nach Luxor auf das jenseitige User, und mein Blick begegnete zerfallenen Tempeln. Wie ist Egypten verwüstet! sagte ich