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Der Orient · 1850-02-16 · Heft 7 (16.2.1850) · p. Seite 25

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Journal
Der Orient
Volume
11 (1850)
Issue
Heft 7 (16.2.1850)
Date
1850-02-16
Page
Seite 25 (sequence 1)
Language
German
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für Berichte, i Elfter Das Abonnment auf ein Jahr ist 5 Thlr. : Manabonnirt bei allen löbl. Postämtern und allen solid. Buchhandlangen auf ein Jahr. Ä jüdische Geschichte und Herausgegeben Wev dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich das Literaturblatt mitgerechnet,' zwei Bogen, und zwar an jedem Dienstag regelmäßig. von Df. Julius Fürst. V» Leipzig, den 16. Februar ' . ■■ ■■ ■ . - - . I n ha l t. Deutschland Berlin. Bericht über den Studienbeförderungs-Verein. Berlin. Rechnungsablage und Aufruf des Vorstandes^ Stern's Vorlesungen. A. Bernstein. Die Kreuzzeitung. .Die Verfassungsfeier. P o t s d a m. Werheürathun'g einer Proselytin. Lissa. Ein reisender Prediger. Sch nei de mühk. Auflösung der Reformgenossenschaft. Posen. Pleßner und Goldstein.. Aus Baiern. Weitere Berichte über die Emancipationssache. Dr. Aub. Hirschberg« Reform. — Rußland und Polen. Kali sch. Vakanz und die Kandidaten. — Personalchronik und Miscellen. Griechenland. Padua. — LT. d. Or. - Deutschland. •j Berlin^ im Febr. Der hier vor 5 Jahren ün- - ter den Studirenden der jüdischen Theologie gegründete - „Studienbeförderungs-Verein", der es sich zur Aufgabe - machte, Jünglingen, die sich für den Geistlichen- oder Lehrerstand innerhalb des Judenthums auszubilden ge- ’.j denken und sich dem Vereine angeschlossen haben, leibj liche und geistige Unterstützungen zu gewähren und der 1 während der Zeit seines Bestehens schon sehr viel Rühmliches und Zweckmäßiges leistete, feierte vorigen Sonnlag am Vorabend zu üdeq “wy nwon den Stiftungstag durch eine vom Vorstande statutenmäßig allberaumte Generalversammlung. Bevor ich Ihnen jedoch über diese Bericht erstatte, will ich erst Ihre Leser mit der Ten- ' dcnz des Vereins, die ihnen gewiß noch unbekannt sein dürste, näher vertraut machen. — Von den im Jahre 2 1845 hier studirenden jetzigen DD. Nathan in Hami bürg und Hildesheimer in Halberstadt wurde die; Idee zur Gründung dieses Vereins angeregt; es würde eine Kommission zum Entwurf der Statuten erncnmt, welche noch jetzt, bis auf einige neuerdings getroffene i Modifikationen, Geltung haben und befolgt werden. — Nach diesen gewährt der Verein, welcher zwischen ordentlichen (den genuß berechtigten Studirenden) und außerordentlichen (dm beitragenden Mitgliedern) unterscheidet, nach §. 2 der Statuten der Mitglieder. I. An leiblicher Unterstützung: 1) in Krankheitsfällen ärztliche Hilfe, die verordnet Medicin und nöthige Pflege. 2) an Festtagen Freitische, an Ostern NM. 3) in Trauerfällen eine Unterstützung. II. An geistigen Leistungen 1) den ihnen nöthigen Unterricht bis zu einer gewissen Lehrstüfe und zwar im Talmud, im 'Hebräischen, Deutschen, Lateinischen, Griechischen und in der Mathematik. 2) gewisse andere Mittet zur Erleichterung und Beförderung des Studiums, als Bücher , jüdische Zeitschriften und Journale; für die Winterabende ein geheiztes und erleuchtetes Arbeitszimmer u. s. w. Nach §. 24 bestehen die Mittel des Vereins aus 1) den regelmäßigen Beiträgen (mindestens monatlich 2^ Sgr.), 2) den Mntritts'- geldern, 3) den Schenkungen zü'r laufenden Kasse, 4) den Schenkungen zur Gründung eines eisernen Fonds. Indem ich nun noch §. 33 anführe, welcher lvörtlich lautet: „Ordentliche Mitglieder, welche durch öffentliche Verletzung der Moralität oder der Reli g i on s sa tzüngen die Ehre des Vereins beeinträchtigen, werden aus dem Vereine aüsgewiesen"; der auch bis jetzt streng befolgt wurde, hier gelegenklich anführe, komme ich nun zum Berichte über die stattgefundene Stiftungsfeier zurück. — Der zeitige Vorstand, zu dem mehrere der würdigsten Gememdemitgl'ieder, als dieHrn.L. Landsberger, Sch olem .genanntBrühl, L. Ur'y u. a. m. gehören, hat diesmal, durch einen, an die hiesige Gemeinde gerichteten Aufruf, sich am Verein zu betheiligen, eingeladen und der anberaumten Versammlung beizuwohnen, um sich von der ersprießlichen Wirksamkeit zu überzeugen und ihm die gebührende 7

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