Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1850
- Issue
- 5 (2.2.1850)
- Date
- 1850-02-02
- Page
- Spalte 79-80 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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*9 Literatur- und kulturhistorische Miscellen von Leopold Dukes. I Republikanifches. Im'Midrasch Schemuel lesen wir zu der Stelle ■atbot nö&BQ bteno ’im folgende Worte: nva^o-^Br ioni — ara matt ib) — no?!?»- nnrn runjrvw r\mb -^on übvn ms uh) d^die/) D^pi.noDn niatai mm mya ruruho ms .n'spJ'm ^anrn omw losinN -w*n on^aisn ms Es ist die Stelle interessant. Der gute Rabbi scheint aber mit dem Löwen von San Marco nicht sehr genau jbfifannt gewesen zu sein. II . .non: M D^nn nr-» Dieses Sprichwort, womit man sich oft trösten muß, uud welches man oft bei Juden gehört hat — wir glauben nicht es in dieser Fassung im Talmuv gefunden zu haben — dieses Sprichwort ist alt. Pubtius Syrus hat diesen Gedanken in zwei Formen ausgedrückt. Er sagt: „comune niaufragium omnibu* solatio est‘Ä (ein gemeinschaftlicher Schiffbruch tröstet alle fdie ihn erleiden^). In allgemeiner Form spricht es folgender Satz aus: „Solatium grande est cu'ni üni.verso uni rapi“ (Es i(t ein. großer Trost mit dem 80 Allgemeinen das Unglück zu theilen). In Spanien treffen wir dieses Sprichwort in folgender Form (bei Nunez): ,,Maj de muchos gozo ■ esu (das liebet der andern ist eine Erleichterung). In Italien hat sich diese Idee unter einem christlichen Bilde gegeben: La croce dell' altero b’ inse»>-. na a portare la vostra (das Kreuz des andern lehrt euch eures tragen). Deutsche Leser braucht man an Schillers Worte nicht zu erinnern: Freund höre fremde Leiden, Und lerne deine leichter tragen. * v * III. Zwei Werke des Aristoteles. a) Das batCM nijN des Aristoteles. Diesen Brief oder diese Abhandlung cirirt R. Jehuda aus Toledo in seinem Kommentar zu Job (auf der Michaelischeu Sammlung Nr. 644), cr citirt daraus die Stelle, welche wir in Zion ll. (S. i (7 Note) im Namen des Mose 'Jbn'Esra gegebin haben, der es ebenfalls aus Aristoteles ansiihrt. Ob ein solches Buch von demselben sich griechisch oder arabisch noch erhalten hat, können wir in diesem Augenblicke nicht angebcn. d) D as r,bl“13 n TDD d e s Aristoteles. Dieses Werk cilirt Mose Jbi, Esrcr in seinem in dem Exemplare der Oxfordcr Bibliothek ‘ S. 73 b der Handschrift: PI!? 1/13.1 1 D D3 D^blübnN “O '#JH 1113DN\ Es ist dieselbe Stelle, welche wir in Zion!I. S. 1*21 gegeben haben. Dort ist auch Aristoteles genannt aber nicht das Buch angegeben. Ankündigungen. Ankündigungen An diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller Art, besonders in so weit sic jüdische und orientalische Geschichte 'und Literatur betreffen, gegen i\ Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. fW/Bei E. L. F ritz sch e in Leipzig ist zu haben, und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: , -iDyö nimm Sittenbüchlein füt Kinder von I. H. Campe. Ins Hebräische übertragen von , David Samostz. Zweite verbesserte mit Punktationen versehene Auflage nebst deutscheui Text, brosch. Preis 15 Ngr. [JBei E. L. Fritzschc in Leipzig ist zu haben: n1in' jnDi Rechtsgutachten des R. Jehnda be« Ascher (Rosch). Zum ersten Male herausgegeben von I. Rosenberg. Brosch. Preis 1 Lhlr. Diese Nechtsgutachtensammtung eines alten spanischen Gelehrten, enthält außer den rituellen Entscheidungen/ wichtige Beiträge zur Kenntlich der Geschichte und Literatur der Inden in Spanien. Die Jndices über die Materien und die angeführten Namen erleichtern den Gebrauch dieser zum ersten Mal im Druck erschienenen Sammlung. Verlag von C. L. Fritzschc. Druck von I. H. Nagel. Redakteur: Dr. Int. Fürst.