Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1850
- Issue
- 3 (19.1.1850)
- Date
- 1850-01-19
- Page
- Spalte 47-48 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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47 Ankündigungen. 48 dita, wo die Jünger der Hochschule sich bedeutelrd mehrten und dieser Dritttheil nicht mehr ausreich Le, entstand deshalb zwischen den Rektoren ein Streit, so daß die vorzüglichsten der Zeit zusammentreten mußten und den Vergleich machten, daß in Jukuft diese Einnahme in gleiche Theile vergeben werden solle." — ♦ * Aphorismen. 1) Zn der (Sukka 45 a) Talmudstelle nynSWVini 'UN nimmt Hr. Dukes sLB. des Or. 1849 Col. 396') vtf für Nini und denkt an eine susische Versenkung des Menschen in Gott. Folgende Erklärung dürfte bei Annahme jerrer sprachlichen Bemerkung einfacher sein. Gott wird in Jes. 43, 13 und 48, 12 mit dem Ausdruck sin UN bezeichnet; dem Sinne nach heißt dieser Ausdruck „das ewigdauernde Ich", vergl. Kimchi zur ersten St. und besonders die letzte Stelle, wo jnrTN vs pjk ptßrjo UN gewissermaßen die Apposition zu iz-r bildet, und in diesem Sinne mochte man Gott mit im bezeichnet haben. 2) Schon in den frühesten Zeiten bildeten die Büreaukraten und die sogenannten Staatsdiener eine besondere Kaste, sie standen über dem Volke oder wenigstens außerhalb bcjftu den. So bilden die nsy einen Gegensatz zu ny in Esther 4, 1.1; der Gegensatz wird noch stärker 1 Sam. 18, 5 hervorgehoben, wo die crn3y in ein persönliches Verhältnis zum König gebracht, und dem oy gegenüber genannt werden. Schön kommenrirt Clericus zur letzten Stelle: A auliris (placuit David) qui invidi esse solent, praesertim erga eos quoruni recens est apud regem gratia. — 3) Das Wort c£>iy hat in Beziehung der Dauer viele Bedeutungen. Exod. 21, 6 bezeichnet eine unbestimmte Zeit, die von der Gegenwart bis zum Angang des Jobal dauert; Sam. 1, 22 sehen die meisten altern Ausleger in NZ) die Dauer von 50 Jahren, und ib. 21, 5 kommentirt Jbn Esra iz/t durch UL^ da letztere Stelle auf die. Lebensdauer Davids sich bezieht und die doch nur in 70 Jahren bestand, so fragt es sich allerdings, was wohl Jbn Esra zu feiner Annahme bewogen habe? Vergl. indeß Ps. 01, 7 und 6. — Dr. L. Lewysohn. Ankündigungen. An diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. s5j Bei C. L. F ritz sch e in Leipzig ist zu haben, und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: "idid mrom Stttenbüchlem für Kinder von I. H. Campe. Ins Hebräische übertragen von David Samostz. Zweite verbesserte mit Puuktationen versehene Auflage nebst deutschem Text, brosch. Preis 15 Ngr. Ein jüdischer Lehrer, der außer den hebräischen und deutschen Schulwissenschaften auch im Talmud, Französischen und Lateinischen unterrichten kann, findet zum 1. April e. ein Unternommen. Das Honorar ist jährlich 150 Thlr. oder 100 Thlr. nebst freier Station. Hierauf Reflektirende wollen ihre Atteste an den Kaufmann .Isaak Caro in Lüben franoo ein senken. Gesuch. Ein mit den besten Zeugnissen versehener junger Manu, der auf einem preußischen Seminar zum Lehrer ausgebildet, bereits eine Reihe von Jahren als solcher stmgirt, uud^ außer der! Elementar-Gegenständen, auch im Hebräischen, Französischen und Lateinischen gründlichen Unterricht crtheilt, wünscht zu Ostern d. I. in einer israelitischen Gemeinde Deutschlands eine öffentliche oder auch eine Privat-Lehrerstellc anzunehmcn. — Frarrkirte Anfragen erbittet mau sich sud D. L. au die Handlrurg Nathan Cohn in Lissa (Prov. Posen). [8] Durch C.' L. Fritz sch e in Leipzig ist von allen Buchhandlungen zu erhalten: Jacobson, Dr. I. H., Katcchetischer Leitfaden beim Unterricht in der israel. Religion, mit einem Anhänge, enthaltend Bibelkundc. Zweite Auflage, brosch. Preis 2 Ngr. 20 Exemplare für 1 Thlr. 5 Ngr. — — 450 Gebete und Lieder für die israelitische Jugend jedes Alters in Schule und Haus, brosch. Preis 10 Ngr. 20 Expl. für 5 Thlr. Verlag von C. L. Fritzsche. Redakteur: Dr. Jul. Fürst. Druck von I. H. Naget.