Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 51 (22.12.1849)
- Date
- 1849-12-22
- Page
- Spalte 801-802 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Meraturbtatt des Orients Berichte, Studien und Kritiken füjüdische Geschichte und Literatur. JW 51. Le ip zc g, derl 32. Dceember 1§49. Inha kr. Kritiken. Kurze Uebersichten. Bet Ha-Ozar. Von Luzzatto. Angez. von Dr. Fürst. (Schluß.) — Studien. Ueber den Bibelkanon des Fl. Josefus. Von Rabb. A. Treuen fels in Weilburg. lForts.i — Literarische Analekten. Ueber Tabaria, VonRabb. Duschak. -— Literarische Miscellen. Von Dukes. —Zur neuesten Geschichte der Juden in Mahren. Entwurf einer Symagogal-Verfassung. (Forts.) — Ankündigungen. Kurze Ueberfiehten. 16) 'a> tnpn jie6 ■'ßnn b±> nns , isind no icnsa aro iistn inai b bfc’ 'oi iensi1? rnrppro ist' ie^n l'^) iwPn niDiSynniNipon “iew i’Dip^i onp1 D'p'nj; onsDai ‘w©1 nroioipa 'n na®!?. ddd op^. rc. (Schluß.) Nachdem ich nun bei dieser Gelegenheit die zerstrcuelen Notizen über Sa^adja und Ibn Savük zusammengestellt, -will ich noch einige Worte über Chasdai sogen. Ch.asd a i b. Isaak b. E s r a I b n S ch a f r ü r, am ä^ofe des Khalifen Abd er ra h m a n's Ul. Annasir zu Kordova lebend, avar ein berühmter und vielvkvmögenderGönner des neu ausblühenden jüdischen Schriftthums. Er soll ein geschätzter Arzt gewesen sein, da die medicinische Nomenklatur des Dios- 'carides, welche der Kaiser von Griechenland dem Kordovanischen Khalifen 95J zum Geschenke zugesandt, als aus dem -Griechischen ins Arabische übersetzt von Chasdai Ibn Baschrut Israeli erwähnt wird Mcnrich S. 217) ttmb .als Leibarzt mag er vielleicht zuerst bfie Gunst des Khalifen erworben haben. Gewiß aber war er des KKalifen Hausminister, indem er eheils alle Geschäfte seines Königs besorgte, Thetis alte einlaufenden Geschenke durch seine Vermittelung Lrst an den Khalifen gelangten. Als Hausminifter war er auch der Rathgeber. Bei der Gesandtschaft des deutschen Kaisers Otto war Chasdai der gesuchte und beliebre Vermittler, daß die Differenzen ausgeglichen wurden (Pertz I V. Leben 2oh. Gorziensis 337). Im Aufträge des Königs hatte et manche Sendung übernommen außerhalb Kordova und in seiner Abwesenheit haben die Juden vi>el gelitten, aber wenn -er dann zurückkchrle, machte er es wieder gut, da er durch seinen Einfluß viel für seine Glaubensgenossen thun konnte. Auch im Kriege stand er - seinem Könige zur Seite und als die Christen unter Ra miro (TQ~n, Rademir) besiegt wurden, da hatte Chasdai am Meisten zu diesem Siege beigetrage«. Am wichtigsten ist jedoch Chasdai's Verhältniß zu seinen Glaubensgenossen und als Mäcen. Menachcm Ibn Sarnk in Kordova und Dünüs Ibn Li brät in Fils, Isaak b. Salomo Israeli in Keiruwün und Dosa, der Sohn Saadja's aus Babylonien, wie auch der König der Chasaren und wahrscheinlich noch viele Andere, waren in Verbindung mit ihm und ein Tdeil dieser Korrespondenz hat sich Ihells vollständig, theils in Notizen erhalten und es verlohnte sich wohl der Mühe, daß ein Historiker das Leben und Wirken dieses großen Mannes beleuchtete, wozu vielleicht unser L. am Besten befähigt fein mag. Ueber Dün st s Ibn L ibrüt hat uns Luzzatto am Schluffe der Abhandlung über Menachem einen eigenen Aussatz versprochen, worauf wir die Leser im Voraus aufmerksam machen. Mit Bl. 37 des Bet l'-mOzar giebt Hr. L. einen exegrtischen Aufsatz, überschricben O'N. M'V , worin das Lied am Meere vom Standpunkte der Grammatik und Poetik beleuchtet ist. Von Bl. -16 h'— 561> folgt ein sehr lehrreicher Aufsatz, der überschriebe ir ist: m3HC*n , üby :nü?)OV;"i, 'NiLT 2T1 n«p/DD nci?n, wo über jeden 'Punkt dieser Ueberfchrift interessante Notizen gegeben sind. Von den Gutachten der Gcomm haben wir verschiedene Samintangen, über die ich in meiner Abhandlung über dir Sammlung Scharre Zedek ausführlich gesprochen. Hr. L. giebt uns noch einige neue Notizen. Nach Hrn. L. hat schon der Gavn Rab Z emach eine Sammlung veranstaltet^ die Mardechai (c. pDrnsyn) noch vor sich gehabt. Die Sammlung von Josef T ob-^Elem, wo natürlich auch noch einige spatere mit auf- 51