Mannheim
Compact Memory

Der Orient · 1849-11-24 · 47 (24.11.1849) · p. Spalte 737-738

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
47 (24.11.1849)
Date
1849-11-24
Page
Spalte 737-738 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/8555529-9893953-9894026--6154-3535389
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Meraturblatt -es Orients. Berichte, Studien und Kritiken für Mische Geschichte Md Literatur. m m Leipzig, “Den 24. November 1849. Inhalt. Kritiken. Kurze UeDerft'chten. PH. Luzzatto> ül'er das Assyrische. Angebinde von Js. Sam. Reggio. Beide angez. von Dr. Fürst. — Studien. Ueber den Bibelkanon des Fl. Iosefus. Von Rabb. A. Treuevfels in Weilburg. (Forts.) — lieber ein hebräisches Lexikon des Josef b. David Ha-Jewani. Von Dukes. — Zur neuesten Geschichte der Juden in Mähren. Entwurf einer Synagogal-Verfassurrg. (Forts.)— Ankündigungen. Kurze UeberKchten. 27) Le Sanscritisme de la langue Assyrienne ou l«s restes de la langue Assyrien ne recueillis et expliques par le Sanscrit. Hltudes pre liminaires au dechiiTrement des inscriptinns Assyriennes par P Kilo xe ne Luzzatto. Padoue, 1849, 8. Prix 2 Fr. (S. 80.) Hr. Ph. L u z zatto, der würdige und gelehrte Sohn des berühmten S. D. Luzzatto, ist den Lesern dieses Lireraturblattes bereits durch mancherlei werthvolle Arbeiten bekannt, und wenn ich hier diese seine neueste Schrist, die mehr der Sprachwissenschaft als der Wissenschaft des Iudenthurns angehört, zur Kunde des Publikums bringe, so ist der Grund theils in der. Beziehung dieser Studien zur hebräischen Philologie, theils darin, daß der Vers, hier zum ersten Male mit einer großen Schrist auftritt. Es versteht sich wohl von selbst, daß ich eine philologische Kritik dieser Studien, so sehr ich auch nach Antrieb meiner Neigung und nach dem Werthe dieser Schrift es lhun möchte, hier nicht vornehmen kann, und selbst ein kurzes Referat würde schon einer Entschuldigung bedürfen. In einer schön und klar geschriebenen Einleitung, giebt Hr. L. eine Uebersicht der neuesten Entdeckungen, Forschungen und Enrrärhselungen auf dem Gebiete der vorderasiatischen Geschichte und Alterthumskunde. Das wunderbar schöne, große mit Inschriften bedeckte assyrische Denkmal, welches der gelehrte Borta zu Khorsabad entdeckte, das nicht minder schöne vonLayard zuNimrüd ans Licht gezogene Monument, haben für die Sprach-und Geschichtskenntniß dcs alten Assyrien eine neue Epoche eröffnet, vorzüglich seitdem man nun auch angefangen die Keil-Inschriften, mit denen sie bedeckt sind, zu entziffern. Es hat sich dabei schnell hcrausgestcllt, daß die assyrische Sprache, für deren semitische Grundlage man früher viele Gelehrsamkeit verschwendet, entschieden zur indoeuropäischen Familie gehöre und nur aus dem Sanskrit erläutert werden kann, und die assyrischen Sprachreste in der Bibel, die sich noch in Eigennamen erhalten, bestätigen auch vollkommen diese Anschauung. Diese biblischen Reste der assyrischen Sprache aus dem Sanskritism philologisch zu erläutern, war die Aufgabe Luzzatto's, aber bevor er an seine Aufgabe gehet, suchte er zuerst die angeblichen Beweise zu entkräften , 'die man für den Semitiomus dieser Sprache vorgebracht.—In der Ri vista Europea vom Jahre 1847 hatHr. L. bereits einenAussatz „über die Elymäcr" mitgetheilt, worin auch nachgewiesen ist, daß dieses Volk ebenfalls zur indoeuropäischen Klasse gehört und durch welchen Aufsatz er sich für weitere Studien, vorbereitete. Im vorigen Jahre schrieb Hr. L.: Memoire sur rinscription coneiforme persane de Behistun (Abgedr. in dem Journal de PInst. Lombard de Selennes etc. Mail., 1848), wodurch er weiter in diesen Studien gekommen. Als Vorstudie nun bietet Hr. L. auch diese Arbeit dem Dublikum dar, indem sie seine größere Arbeit über die Inschriften von Persepolis, Khorsabad, Nimrod und Van «intetren soll. Was nun die assyrischen Wörter anlangt, die hier erläutert werden, so bildet jedes Wort eine eigene Studie in einem besondern Paragraphen, und jede Studie ist fast erschöpfend behandelt. Die srklärten ossyr. Wörter sind; , iHN-ity , , )mn , idjdm /nns , bis , nbjn ,-lDDÜ , IDM^D , DDMO1?^ , fÜ~)D , DnnJD , |fflTON ■pDJ , HIJ’J , "WN , ffDTW (©emiwmiS), NDiriN, Atossa, bwnD (Sardanapol). Nach Erläuterung dieser Wörter giebt der Verfasser eine Schlußfolgerung für die affyr. Sprache überhaupt. Von Seite 57—80 giebt Hr. L. einen Anhang unter dem Iitel: Le Sanscritisme de la langue chaldeenne. Auch die Sprache der Chaldäer gehörte zum indo-europäischen Sprachstamme und es haben sich nicht nur 47

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.