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Der Orient · 1849-11-10 · 45 (10.11.1849) · p. Spalte 705-706

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Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
45 (10.11.1849)
Date
1849-11-10
Page
Spalte 705-706 (sequence 1)
Language
German
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Meraturblatt des Orients. Berichte, Studien und Kritiken für jüdische Geschichte und Literatur. M 45. Leipzig, den 30. November 4849. Sn ft alt. Studien. Ueber ein ftebraisches Lexikon des Josef b. David Ha-Jewani. Von Dukes. — Ueber den Bibelkanon des Fl. Josefus. Von Rabb. A. Tre uen fels in Weilburcr. (Fortsetzung.) — Zur neuesten Geschichte der Juden in Mahren. Entwurf einer Synagogal-Verfassung. (Forts.) — Literarische Miscellen. Jochanan k>. Sakkai. Von Dr. Fürst. — Ankündigungen. Ueber ein hebräisches Lexikon des Josef b. David Ha-Jcwaui (des Griechen). Von Leopold Dukes. Die bodleyanische Bibliothek ist, wie die Pariser, reicher als man weiß. Ihre Kataloge haben, wie die ihrer Schwester an der Seines viele ihrer Schätzbarkeiten verschwiegen. Der Grund dieses Verschweigens war Unwissenheit. Diejenigen, welche die Kataloge anfertigten, haben so viel von der hebräischen Literatur verstanden als von der Chinesischen. Wir waren oft so glücklich, auf der Bodleyanifchen Bibliothek eine Menge Handschriften ihren Verfassern zuzustellen, die anonym in den Katalogen siguriren. So z. B. die Kornmentarien des Josef Kimchi zu Job (vergl. weiter unten Note 36), zu Proveroien (Band 97, bei Ure Nr. 125 anonym). Der Kommentar des Josef Kara zu Job (Oppenh. Collektion Nr. 34 in der jetzigen Numerirung, Nr. 263 in dem gedruckten Katalog; ist defekt, und nur bis Kap. 19). So das Buch -)lw 5)2^ des Jizchak den Elasar (vergl. Note 30). So das des Mose ben Esra (vergl. Note 37). So das ")2O des Isaak ben Jehuda (bei Ure anonym Nr. 488, der Verfasser ist jedoch im Vorworte genannt) u.,a. m.8 1) Der gedruckte Katalog der P ar iser Bibliothek, enthalt nur die Bücher des ancienne Fonds. Von den Sammlungen der Sorbonne, Ora-toire und St. Germain ist Munk seit Jahren mit der Anfertigung eines Katalogs beschäftigt, welcher, wie es sich von selbst verstehet, sehr lehrreich, sein wird. - 2) Die Kataloge der Bodleyanischen Bibliothek sind alle Wenn ein Katalog von Sachverständigen gemacht werden wird, die die Werke selbst vor sich gehabt, so wirb man denselben als einen wirklichen Beitrag zur hebräischen Literaturgeschichte betrachten können. Ohne aber die Werke selbst vor sich zu haben, bleibt es immer sehr mißlich, einen Katalog anzufertigen, wenn die Collaboratoren nicht selbst reichliche litercrturhistorische Kenntnisse besitzen. Wenn Hr. M. Steinschneider in Berlin, wie wir gehört haben, jetzt mit der Anfertigung eines Katalogs der gedruckten Werke der Oxsorder Bibliothek beschäftigt ist, so ist dies uns klar. Es verstehet sich von selbst, daß wir nicht die Fähigkeit des Hrn. St. bezweifeln wollen, einen Katalog zu machen, im Gegentheil wir halten ibu für einen guten Bibliographen z wir können nur nicht begreifen, wie man in Berlin für Oxford einen Katalog machen kann. Die christlichen Collaboratoren in Oxford — denn jüdische giebt es hier nicht — verstehen doch nicht mehr als die jüdischen Buchstaben abzuschreiben, haben vielleicht Gesenius' hebräische Grammatik in der englischen Übersetzung gesehen und können ein hebräisches Wort in Parkhurst hebräischem Wörterbuch nachschlagen.' Wie aber Hr. Steinschneider selbst einsehm wird, reicht sehr schlecht. Der von Ure ist vielleicht noch der beste, unter den schlechtesten. Der gedruckte Katalog der Oppenh. Bibliothek (Hamburg, 1822) ist einer der schlechtesten und unbrauchbarsten Kataloge in jeder Hinsicht. DerKatalog der Michaelifchen Sammlung (Hamburg, 1.848) ist ebenfalls schlecht. Herr Steinschneider hat durch die Hinzufügung eines Namenverzeichnisses zu den Handschriften denselben um etwas brauchbarer gemacht. Die Auszüge aus den Handschriften, die derselbe diesem Kataloge zugefügt hat, enthalten zum Theil Lehrreiche Sachen, obwohl die Auswahl, wenn derselbe die Handschriften hätte länger betrachten können, gewiß anders ausgefallen wäre. Wir werden über ,die^ Kataloge später ausführlicher sprechen. 45

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