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Der Orient · 1849-10-27 · Heft 43 (27.10.1849) · p. Seite 189

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Journal
Der Orient
Volume
10 (1849)
Issue
Heft 43 (27.10.1849)
Date
1849-10-27
Page
Seite 189 (sequence 1)
Language
German
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Berichte, Studien und Kritiken Das Abonnement! auf ein Jahr ist 5 Tblr. Man abonnirt bei allen köbl. Postämtern undallen solid. Buchbandlungen auf ein Jahr. fLe jüdische Geschichte und Literatur. Herausgegeben von vr. Julius Fürst. Von dieser Zeitschrift erscheinen * wöchentlich das Littraturblatt mit> gerechnet, zwei Bogen- und zwar an jedem Sonnabend regelmäßig. Anhalt. Deutsch band's vereinigte Staaten- Ans Mähren. Mährische Briefe. 111. Wien. Regierungsdekret. Dr. Fi sch Hof. — Ungarn. Pesth. Kontribution Pesth^. Prediger Einhorn. —- Die Nepub lik Frankreich. Vermischte Nachrichtens Dev Dorfgeher. Eine Ghetto-Novelle von- Leop. K o mp er t. (Forts.) — Brieftasten. — LB. d. Or. Leipzig, den 27. Oktober 9-m. Deulschland's vereinigte Staaten: Aus Mähren, 30.- Sept.. (B r beste a u s M ähr e n. i V.) Sö lange die Judensolche Rechtebeanspruchten, wodurch der christliche Bruder ma teri el nicht bkinträchriget wurde, wie Z. B. die Herrath, leistete er auch keinen Widerstand und legte keine Hindernisse in den Weg^ Es waren! nur die kleinen Beamten zu bezwingen. Als aber die- Juden Miene machten, sich auch in den Besitz solcher Rechte zu setzen, welche sie mit den Christen in Berührung bringen, da kommt zu den Beamtenwiderstand auch der massenhafte. Hie und da haben die Juden versucht, Bürgerhäuser, Bauerngründe u; s. w. anzukaufen. Nicht nur daß ihnen die grulidherrriche Zuschrift von Sekte der Aemter verweigert wird, sondern: auchdie Ehristen-Gemeinden lehnen sich'dagegen auf mit aller Energie. Sie wollen den Juden: fh ihre Mitte nicht ausnehmend In L'eipnik haben' die Bürger des freien Oesterreich einem Juden, der in die Christen-- skavt hineinzog, regelmäßig von Tag zu Tag die Fenster mitihren Exkrementen eingeschmiert, und'- der Magistrat trug' dem iw der Stadt wohnenden Juden auf: „die Stadt zu verlassen) widrigenfalls' man für nichts gut stehen könne." In Prerau Wirv bei einem „Kudenhause"' kn der Stadt „in Schul ge-' Kopf"' und „gebode Schatzes" gerufen. Nochunzählige: Beispiele' der niedrigsten J'ntolleranz könnte'ich anführen. M e tter- Ni'ch dürfte nicht ganzunrecht gehabt haben',- wenn er tze-- hauptete: „Die Juden wären wohl schon reif zur Emancipation, aber die Christen' noch nicht."- Wenn die' Regierung' durch Sie ihr unterstehenden Behörden, auf die' Verwirklichung der. Charte' v. 4. Marz nicht energisch'dringen wird, so ist die Judenemancipation'-eine Chimäre'. Ich gsiauöe e sd uwchia u 6 n ich r, daß' die Jmd e tv i n O e st e r r e ich m'i t a ndern K o’n f e ff io n e n g a n z g cke i'chg este lck't fein' wer-- den, denn die' Reg reru'n g m'U ß ' dev Ma jo rrt a t des österreichischem Volkes Rechenschaft tragen. Soweit ist nun die Emancipatien bisjetzt gediehen. Ditz Masse des Judenthums willeigentlich keine andere, d. h. keine weitere Ausdehnung: der Rechte, Msdie bisherigen« Sie fühlt sich glücklich- und sagt in ihrer BornirtheitUnwissenheit und Stumpfsinn': „Waswollen' wir mehr, feine 33 e-c zehr un g s^ steu er, keine- Fa m i lien-tax-e,. kein Schm tz g-el-d,. h-eirathen können.'wir auch, es sind-also-Meschrachs-Aeit.en>. daßder Christ einen Vorzug; vor-, uns' hat,- das mußsein->- sonst hört ja das ganze @-o:i e & auf.."- Eben so machten es' die französischen Juden, denendie- Emancipationa-whgie^ d r-mn g'e n wer dem mußte.- Was-ist mit sock che n-Menschen) anzufangen?- Wir müssen es so: machem,. wie esder-kluge' Stifter: eines Staates/ wie es' M os e smit den Horden, dis er aus' Aegyptm. führte , gethan-. Denn' alses- M o sie's sah-,< daß er mit einerstörrischen! und feigen Natton' zuthuN' habe,, van der er) wie-sie damalswar, nicht weniger als kriegerische' Tugenden zuhoffen waren-,- Kanaanaber dennoch: mit ge-- waffneter Hand erobert, werden' sollte wandte Moses: alles-an,, uw'- in seinem- Volke' den Freiheirstrieb- undtriegevischew Muth; veg'e zu' machen:;: daer aber seine- Mühr vergeblich fand , so brach er auf: dem g raden Wege durch das- Land der Philisterin Kanaan nicht einsondernzogdurch. Uinroege in der WüstefvUlange herum/ bis:- das: altefeige Geschlecht ausgestorben,- . 43

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