Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 41 (13.10.1849)
- Date
- 1849-10-13
- Page
- Spalte 651-652 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Studien. Literarische Miscellen. — Kurze Übersichten. 652 651 jhnls aber auch medisch.-persischen Ursprunges waren, hatte aus die Gestattung ihrer Sprache wahrscheinlich einen bedeutenden Einfluß geübt, obgleich zuletzt das phömzische und aramäische Element das Unstmitische besiegt. Jedenfalls mußte die Durcharbeitung solcher Mischelemente auf immer die Fort- Wdung des nationalen Hebraismus vernichten,, wo nicht überhaupt in den ersten Generationen den Kulturtried hemmen. In Nordpalästina (Galil der Heiden'), war schon während der Blüthe des jüdischen Staates das national-jüdische Leben durch die phömcischen und syrischen Einflüsse des Heidenthums mannigfach getrübt, und da die Vorzüglichsten der Bevölkerung von Salmanaffar in die medisch persischen Provinzen verpflanzt wurden, so konnte natürlich keine Kultur aufkom- Men. Der nordpalästinische Dialekt, der schon während der Wlüthe des israelitischen ProphetenLhums zuweilen aramäisch sich färbte, mußte natürlich nun durch den erstarkten Einfluß und durch die Angränzung an das aramaisicende Mittelpalästina ein aramäisches Übergewicht erlangen, und. von hier aus war es auch, woher die aramäische Sprache über Palästina sich ausbreitete. Im Südpalästma, dem einzigen LH eile-, wo -eine Kultur wieder erstehen konnte, wo die Sprache in der schönsten Reinheit gesprochen wurde und das Nationalbcwußtsein am lebhaftesten war, herrschte von 606 bis 584 die furchtbarste Zerrüttung und die feindliche Nachbarschaft der Jdumäer, die es mit dem Sieger hielten, und sogar Hebron, in Besitz nahmen, und ließ auch von 584 bis. 536 keine Regung des Nationalgeistes aufkommen.. * « Aphorismen. 21. Stellen wie Rum. 28, 11; Jes. 56, 2 und rillige andere veranlaßtm die Annahme, daß ro&y gen. com. ist, deshalb benennt man den bekannten Sabbat i?nrj hpcy,. vergl. die Gebetöstelle n Auffallend sind die Worte Jbn Esras zu Num. 28, 10, es heißt hier tdic# to Näojp d by nb^n dt bs% dl” rü&y; man konnte fragen, warum Jbn Esra nicht in beiden Stellen 'et snpplirte, während er bLos in der ersten Stelle auf das vorangegangene vT zurückgeht. Man konnte im erstem Falle als gen fern, annehmen und überall, wo dies nicht der Fall ist vT' suppliren. — Utber 72- , nn und cd, die in den Gebeten in gleicher Weise von nnty gebraucht werden vergl. §., 26, 8. 55 von- Abr. Lewysohn. — 22. So lange das Wort außer der natürlichen noch einr u-nnnt.iirliche. Presse erlesiden. mußteso lange es. hieß:- hören, scheu r>nd schweigen!, da war-alles gut, es fflstte.- nichts an de-ru trefflicher, Haushalt des- St-aateK, e.s gab nichts Tadel Haftes; wie anders ist es jetzt! Sehr ähnlich erzählt unH der Midrasch (Rabba zu Echa fol. 50, 2) solge-nde.ö Geschichtchen:. 7^ NDV7- ^bü p>r.E) JWikq. Tri; dtv qt b^or n>übi* pm jrra wim wie jetzt etwa) .jfasfoQi nTOp. 'iniN1 crpbppi •fpnn. "7E.V (ein Katzenbuckel und ex usu sanktionirter Kratzfuß!'Np2 T.1 pv'bpQ p jnip , pnpo ]nn pa ymi? n&y'nD/noDt üdd nrifirty sbs pcAö 7i p : mvi "r^O bw ipnnnr rtby .n'nw n7D3b' pd^d -mnn -f?Dn tdn ny& nnnäjiiW- Jede politische Partei kann eine Lehre, oder wenigstens eine Warnung hieraus ziehen. — 23. Von den vielen Schlagwörtern bei den Alien ist folgendes von reichhaltiger Bedeutung. Es heißt im Jernschalnti (siehe Land a u Arnch 8. y. DDnJit*): DDniv D7EÜ N"1D „tvqo ßatidittg vopog aygayog“ — „Tllles schon da gewesen!" sagt R. Akiba zu de Silva; doch daß so Manches noch da ist, darüber neigt wehmüthig das Haupt der Genius der Weltgeschichte. — 24. Jbn Esra (zu E.rvd. 1, 1) sagt: riD nttw N'Tppn b?2j was gegen die bekannte Erklärung der Rabbiner ist, cs muß daher befremden, wenn Jbn Esra selbst (zu Esth. 2, 7) zu dieser Erklärung seine Zuflucht nimmt, er sagt: irotstitD nw mP um ’bw nnnpb ITST “pp; es müßte denn sein, daß er hier nicht sowohl das Wort mb im Sinne von rrd? nimmt, als vielmehr nur das Sachvcrhältniß im Sinne der Rabbinen erklären will. — Dr. L. Lewyso hn. Kurze Uebersichten. 19) Zwei Bücher Blüthen rabb.inischer Weisheit. Herausgkgebea von Dr Jolowicz. Zweite Ausgabe. Thora, 1846, 8. E. Lambeck. Im Jahre 1845 gab Hr. I. diese „Blüthen" mit dem Beisatze „nach den besten Bearbeitungen zu einem volksthümlichen deutschen Lesebuch für Schule und Haus V als Quelleri- und Zweckangabe heraus, der aber jetzt weggefaKen. und dafür ist dem Material noch eine Lese, biblischer. Legenden hinzugCfügt worden,, und das Ganze so in zwei Bücher getheilt, dessen erstes, das alce Material'(S. 1—88), und dessen Zwerles das neue (mit eigener Paginirung von 1—103) bildet. Daß eine, zweite Auflage nöthig geworden spricht für die Brauchbarkeit desselben, zur Unterhaltung und Belehrung. 20) Der Wei.se ein König: Die Salomon'schen^ Sprüche nach der Sammlung der Männer Hiskia. Für Schule und Leben jetziger Znl ausgelegt von Rls. Stier, Dr. der Lheoilogie. Barmen, 1849, 8. W. Langewiesche. (S. 3053 Das umfängliche und starke Werk, beschäftigt sich mit der Auslegung vom fünf Kapiteln des Buche.s der Sprüche, nämlich, des Lheils von Kap. 25—29,. zu welchen i.n eine« Ueberschrißt ausdrücklich angemerkt ist IpTiyn TI£^ n?pin. Der christliche Ausleger gehört, durch Beruf und