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Der Orient · 1849-10-06 · 40 (6.10.1849) · p. Spalte 625-626

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Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
40 (6.10.1849)
Date
1849-10-06
Page
Spalte 625-626 (sequence 1)
Language
German
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rienls. Berichte, Studien und Kritiken für jüdische Geschichte und Literatur. M 40. LeiP zig, den 6. Oktober 184». Fnhall. Stic dien. Kritische Nach- und Dornenlese. Prof. Friebrlch's merkwürdige Unwissenheit. Von E^n. — Ueber den Bibelkaaon des Ml. Iosefus. Von Nabb. A. Treuen fels in Weilburg. — Kurze bibliographische Skizzen aus der Gegenwart. Biographie des Dr. M. Letteris. — Literarische MisceUen. Einleitend.'s zur Geschichte der jüd. Literatur. Von Dr. Fürst. — Ankündigungen. Kritische Nach- und Dornenlese. „Dem Reinen rein; dem Lückevollen rmvcrföhnlich." 2 Sam. 22, 27. So ausführlich die Kritik des Fnedrich'schen zweitheiligen Werkes: „zur Bibel" von Hrn. Wu nd erd ar aus Riga in diesen Blättern mar, blieb doch die Haupt- und zugleich Nacht-Seite desselben: die daraus hervorgehen.de Aufgeblähtheit und Gesinnungslosigkeit — wenn nicht gar Gesinnungsniedrigkeit — des Verfassers fast ganz unberührt. Hrn. W. können wir insofern deshalb keinen Vorwurf machen, weil der Verfasser i.hm durch Übersendung eines Exemplars mit der Aufforderung, es zu kritischen und der Anzeige, wie er (Herr Friedrich) bereits auf das von Hrn. W. angekündigte Werk präimmerirt — gewissermaßen die Waffe aus der Hand gewunden. Hr. W. scheint auch durch die offene Mittheilung dieser Thatsachen seine zu weit getriebene Delikatesse entschuldigen zu wollen. Möglich sogar, daß Hrn. Friedrich eine feine Politik bewogen, sich einen rücksichtsvollen Kritiker unter russischem Zepter zu suchen.* — Wir aber, die wir solche Rücksichten nicht zu nehmen brauchen und Rücb'sichteleien nicht gut heißen können, wollen ohne Weiteres zur Begründung unsres Urtheils schreüen, das wahrlich kein Vorurtheil ist, die Vorurtheile des christlichen Gelehrten aber Nachweisen soll. Zum Voraus muß ich mich noch dagegen verwahren, daß ich hiermit keineswegs den anderweitigen Verdiensten des Hrn. Friedrich als medieinischer Schriftsteller zu nahe zu *) Wie er vielleicht auch dieses, das jüngste Werk seiner Mislaune, in dem, nicht blos durch seine Kinderspielwaaren- Fabriken, sondern auch durch Zudenvertreibungen im Mittelalter, und in neuester Zeit - durch Ghyllany uitb Daumer berühmt gewordenen Nürnberg erscheinen ließ. treten gedenke; wohl aber dürfte ich mit der Annahme kaum irren, wie Hr. Fr. mit seinen Animositäten gegen Juden, ähnlich seinem früheren Kollegen an. der Würzburger Universität, Professor Schönlein, an der Gesammtheit sich-für die von Einzelnen erlittene Kränkung rächen will. Nebenbei mag ihn noch die Absicht, mit seiner Alles umfassenden Gelehrsamkeit zu prunken und „mein Handbuch" — „meine Abhandlung" — „mein Centralarchiv" u. s. w. herauszustreichen, zur Abfassung dieses wahrlich ganz unnützen Werkes bewogen haben. Daß Hr. Fr. der hebräischen Sprache ganz unkundig ist, verräth deutlich Theil 1. S. 7 u. f. wo immer Arb re LH für nnN, —' S. 117 Efnoim. — S. 182 Maasor Jakob; dennoch aber spricht er wegwerfend S. 43 bei Jemim: „Einige, z. B. Mendelsohn und Philippson, haben es sich am bequemsten gemacht und das Wort unübersetzt gelassen." —• Ww glauben kaum, ob Hr. Dr., wenn. er. ein Gestandniß seiner Unwissenheit ablegen sollte, es bequem finden würde; leichter und bequemer scheint ihm ein mit gelehrtem Wust verbrämtes Schwatzen zu sein. — S. 57 wird gar abgeurtheilt, wie Einige, z. B. Philippson, Bergson, Wco irrthümlich „Zor" mit „scharfe Steine", statt „Messer" übersetzen; der Jrrthum dürfte aber jedenfalls auf Seite des Hrn. Fr. oder seiner Gewährsmänner sein. Schon Onkelos übersetzt 2 Mos. 4, 25. mit (Stein); auch die Egypter schnitten beim Einbalsannren den Leib des Leichnams mit einem Steine auf; und selbst Josua 5, 2 muß man U'DU nrmn „steinerne Messer" übersetzen, da ein scharfes Schwert oder Messer rnn TiO, wie Psalm 57, 5 heißt; eisernes Schwert aber schon allein bedeutet, was 2 Mos. 20, 25 ersichtlich. Ergötzlich ist es, wenn man Seite 45 liest: „im ZaU 40

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