Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 39 (29.9.1849)
- Date
- 1849-09-29
- Page
- Spalte 623-624 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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623 Ankündigungen. 624 19. Mit haben schon Aphor. 9. vier Erklärungen des Wortes inüDÖ angeführt, näurlrch 1) fisva ftgovog. — 2) oder iisvvrriQ. — 3) Matrona. — 4) N1L2Ü. Hierzu kommen 5) die Erklärung von Hirschfelld (in FrankelsZeitschr. III.Jahrg. 9.Heft S. 358) nämlich jarrc! rygavvog.— 6) Von L e lv,l) (cbend. 12. Heft S. 484) — 7) von Landau (Aruch 8. y.) Metator. — 8) von R. L. t-en G erso n (Provcrb. 1, 8) Mater. — 9) von Jellinet (LB. d. Or. 1847. Nr. 18) ixC&qci. — 10) von ©rann (ebend.) \n>v^r\ty}q. ■— Alle diese Erklärungen suchen ihre Begründung in der Innern Ratnr des Metatron, wobei dem einen und dem andern, dies oder jenes Moment als Kriterium geeignet schien. — Mag es uns gestattet sein eine Vermuthung hinznzufügen, wobei wir gern bereit sind, sie mit einer andern Ansicht zu vertauschen , sobald Letztere aus dem unsichern Kreis der bloßen Subjektivität heraustretend au ein reales wissenschaftliches Moment sich anzulehneu vermag. —■ Metatmt ist der Engel des Gesanges, es heißt hierüber im großen Jalkut Rubeui fol. 27 ci: abwiw nrwn bl -ipDiD nw udd inDtsa nbyn ncr criiN ppn 'di ba cD^nnbi D'-nnyon mwn. M gehört auch zu deu drei Engeln, die die Gebete empfangen und in einer daraus gefertigten Krone Gott überreichen, man vergl. Jalkut Chadasich fol. 115 a r nfenn bipo nwbw ]1qV"UD1 jnüUB iwvDtt, in dm Zwischengebeten bei Tekiat Schofar wird hierin Vtetatron allein hervorgehoben. Die Aufgabe dieses Engels-war daher der Gesang, die Töne und die Gebete zu verbreiten, nach ihrem 6 Orte, hinzu tragen. Nun heißt das verch. gern. im Arab. exlendit serinonem d. ist die.Rede ausdehnen, erweitern, (s- Golius Le-', eol. 2239) heißt „80NU8" Schals, Ton, wie das hebr. jri/ es mag mm aus Korruption statt soi entstailden sein sN nnid das ganze Böort heißt: Den Ton (Gesang- Gebet) hmdehnmd (hinführend). — 20. Das Wort jin erklärt Landau (Aruch g. y..) folgender Maßen. Im Tatluud wird unter dem Worte entweder ein Wächter oder Aufseher verstanden; bei diesen ist das Sehen unentbehrlich, später nannte mm daher den Vorbeter |in (von ,"M), weil ihm meistentheills das Gebetbuch aufg.eschlagen ist, in welches er sieh t. Wir erlauben uns dieser Erklärung eine andere an die Seite zu stellen und überlassen dem Leser die Entscheischeidung. Im Arabischen heißt „argula yocls altenualio in ler legen du in, yelut dolenliis (vergl. Golius Lex, aral). lat. col. 607); wird hiermit also der schmerzhafte, elegische Ton bezeichnet, so liegt der Gedanke nicht fern, daß der sin davon benannt wird. Die meisten Gebete sind im Exil verfaßt, sie sind größtentheits elegischen Inhalts; das Gebet muß int ernsten, rührenden Tone v ^'getragen werden (vergl. Orach Chajim §. 98, 3) und beachten wir, daß eiin großer Theil der Verfasser der Gebete in Spanien gelebt, wo die Volkssprache viele Bestandtheile aus dem Arabischen in sich ausgenommen, so dürfte unsere Vcrmüthung vielleicht nicht ungegründet sein. — Dr. L. Le w y so h n. Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen 1|- Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. [8&] Bei C. r. Fritzsche in Leipzig ist erschienen: «tBABIIAUCA AM ABIC A in usuivr SCIIOLARUM ACADEMICARUM. ' SC RI PS IT CJLMOhlTS Plf/tFS CJLSPAMI. ACCtiDIT EREVIS OBRESTOMATHIA EX CODD. MSCR. COKCINKATA. 8 roaj. Preis 2 Tlilr. [89] Bn C L. Fritzsche in Leipzig ist zu haben: NN1N' pin1! RechtsguLackten des R. Jehuda hm Ascher (Rösch). Zum ersten Male herausgegeben von 3p. Rosenberg. Brosch. Preis 1 Lhlr. Diese Rcchtsgutachtensammlung eines alten spanischen Gelehrten, enthält außer den rituellen Entscheidungen, wichtige Beiträge zur Kenntniß der Geschichte uud Literatur der Juden in Spanien. Die Jndiees über die Materien und die angeführten Namen erleichterst d-eu Gebrauch dieser zum ersten Mal im Druck erschieueng'n Sammlung. VerLag von C. L. F r i tz s ch e. Redakteur: Dr. Jul. Fürst. Druck von I. Nage l.